Für kleine und wachsende Unternehmen orientieren sich die monatlichen Kosten für Verleihsoftware meist an flexiblen Standard-Tarifen, während für größere Betriebe und Konzerne in der Regel individuell kalkulierte Enterprise-Lösungen zum Einsatz kommen.
Für deinen Verleihbetrieb in Deutschland solltest du Vermietungssoftware beziehungsweise Rental Software auf Jahresbasis vergleichen. Rechne dabei auch ein Wachstum deiner Flotte und deines Online-Umsatzes ein.

Verleihsoftware Kosten im Überblick: Was ist realistisch?
Realistisch sind etwa 30 bis 150 Euro monatlich für Standardlösungen und ab 150 bis über 300 Euro für umfangreiche Pakete. Paketpreise und Preisgestaltung unterscheiden sich stark, daher brauchst du für einen fairen Vergleich identische Annahmen.
Welche monatlichen Preisbereiche sind für kleine und wachsende Verleihe üblich?
Als Starter mit wenigen Artikeln findest du Tarife ab etwa 15 bis 40 Euro. Zwischen 40 und 150 Euro erhältst du häufig mehr Bestand, Benutzer, Standorte oder Funktionen.
Ab etwa 150 Euro beginnen Lösungen für große Flotten und komplexe Abläufe. Eine Enterprise-Lösung wird häufig nach deinen Anforderungen angeboten und umfasst etwa individuelle Schnittstellen, ein SLA oder einen festen Ansprechpartner.
Welche Faktoren bestimmen den Preis tatsächlich?
Den Preis prägen vor allem:
- Flottengröße oder Anzahl verwalteter Artikel
- Zahl der Benutzer und Standorte
- Funktionsumfang von Buchung bis Abrechnung
- Online-Umsatz bei einer Umsatzprovision
- Support, Schnittstellen und individuelle Anpassungen
- Monatliche oder jährliche Vertragslaufzeit
Prüfe außerdem die Skalierbarkeit. Ein günstiges Paket mit 30 Objekten wird teuer, wenn dein Bestand auf 60 wächst und du in eine deutlich höhere Stufe wechseln musst.
Verleihsoftware & Preise im Vergleich
| Anbieter | Einstiegspreis (monatlich) | Kostenlose Testversion | Fokus & Haupt-Zielgruppe |
|---|---|---|---|
| Booqable | ab ca. 29 $ / Monat | 14 Tage kostenlos | Allrounder: E-Commerce-Einbindung, ideal für KMU, Equipment, Bikes & Event |
| Rentware | ab ca. 49–99 € / Monat | Ja (Demo/auf Anfrage) | Fahrzeuge & Events: All-in-One mit Buchungssystem für KFZ, Boote & Sport |
| Rentsoft | ab ca. 69 € / Monat | Ja (auf Anfrage) | Automotive & Flotte: Komplette Vermietsoftware für Autovermietungen & Wohnmobile |
| rent2B | Gratis-Tarif / ab ca. 79 € / Monat | Kostenloser Einstieg | Maschinen & B2B: Equipment-, Werkzeug- & Baumaschinenverleih |
| Rentman | ab ca. 39 € / Monat (Platform) + pro Power-User | 30 Tage kostenlos | Veranstaltungstechnik: Licht-, Ton-, AV-Material & Crew-Spezialist |
| Twice (Rentle / TWICE Commerce) | Gratis-Tarif / ab ca. 29 $ / Monat | Kostenloser Einstieg | Handel & Verleih: Stark für In-Store-Kassen-Systeme & Online-Miete kombiniert |
| verleih.online | ab ca. 19 € / Monat (laut älterer Angabe) | 14 Tage kostenlos | Einsteiger & Kleinbetriebe: Sehr preiswert für Sportartikel & kleines Inventar |
| DRIU Verleih System | ab ca. 69 € / Monat (laut Angabe) | Ja (auf Anfrage) | Sport, Bau & Events: All-in-One mit SevDesk/Lexware-Anbindung (0 % Provision) |
| Verleihtool | ab 79 € / Monat | 14 Tage kostenlos | Fahrrad & Sport: Mit Buchungs-Widget, Online-Zahlung & digitaler Unterschrift |
| Miet-Flow | Gratis / ab 15–29 € / Monat | 14 Tage kostenlos | Einzelunternehmer (DACH): Schlanke Lösung für einfache Vermietabläufe (z. B. Hüpfburgen) |
| Bookyt | ab ca. 49 € / Monat | 14 Tage kostenlos | Fahrzeuge & Fuhrpark: Mit Führerschein-Check & Schadensprotokoll |
| EZRentOut | ab ca. 59–399 $ / Monat | 15 Tage kostenlos | Inventar-Tracking: Maschinen, Werkzeuge, IT-Equipment & Asset-Tracking |
Stand: September 2026, laut öffentlichen Preisseiten der Anbieter. Preise teils bei jährlicher Zahlung, zzgl. MwSt., sofern nicht anders angegeben. Dollarpreise ohne Umrechnung.
Welches Preismodell passt zu deinem Verleih?
Ein festes monatliches Abonnement passt zu planbarem Wachstum, während nutzungsabhängige Modelle bei kleinen oder stark schwankenden Buchungszahlen interessant sind. Vergleiche jedes Modell mit deiner aktuellen Flotte und einer realistischen Wachstumsstufe.
| Kriterium | Flat-Abo | Preis pro Objekt | Provision | Einmalkauf |
|---|---|---|---|---|
| Laufende Kosten | fest | flottenabhängig | umsatzabhängig | Wartung und Hosting |
| Einstieg | niedrig | niedrig | sehr niedrig | hoch |
| Planbarkeit | hoch | mittel | gering | mittel |
| Wachstumskosten | paketabhängig | je Objekt | je Buchung | Infrastruktur |
Flat-Abo und Staffelpreise: Wann sind feste Kosten sinnvoll?
Ein Flat-Abo eignet sich, wenn du viele Online-Buchungen erwartest und feste Kosten bevorzugst. Beachte bei Staffelpreisen die Grenzen für Artikel, Benutzer und Standorte.
Eine Jahreszahlung bringt häufig 10 bis 20 Prozent Rabatt. Prüfe dafür Kündigungsfrist, Verlängerungspreis und mögliche Tarifwechsel.
Preis pro Artikel oder Fahrzeug: Wann steigt die Rechnung mit der Flotte?
Bei 2 Euro pro Fahrzeug kosten 20 Fahrzeuge 480 Euro pro Jahr. Bei 100 Fahrzeugen steigt derselbe Tarif auf 2.400 Euro.
Dieses Modell passt zu kleinen Flotten. Plane den Preis bereits für deinen erwarteten Bestand in zwei bis drei Jahren.
Provision pro Buchung: Wann wird ein günstiger Einstieg teuer?
Ein Provisionsmodell senkt deine Fixkosten bei wenigen Online-Buchungen. Bei 30.000 Euro Online-Umsatz ergeben 3 Prozent Umsatzprovision bereits 900 Euro, zuzüglich einer möglichen Grundgebühr und Transaktionsgebühren.
Einmalkauf, On-Premise und Cloud-Lösung im Vergleich
Beim Einmalkauf zahlst du häufig einen vierstelligen Betrag. Für On-Premise kommen Server, Installation, Backups, Wartung und Updates hinzu.
Eine Cloud-Lösung bündelt Hosting und Betrieb meist im Abo. Kläre, welche Leistungen der Monatspreis einschließt und wie du deine Daten vollständig exportierst.
Welche Zusatzkosten stehen für Verleihsoftware nicht im Monatspreis?
Die häufigsten Zusatzkosten entstehen durch Einrichtung, Zahlungen, Erweiterungen und Serviceleistungen. Lass dir vor Vertragsabschluss alle einmaligen und laufenden Positionen schriftlich bestätigen.
Setup-Gebühren, Einrichtung und Datenübernahme
Einrichtungsgebühren oder Setup-Gebühren reichen von null Euro bis zu mehreren hundert Euro. Aufwand entsteht besonders bei Datenübernahme, Artikelimport, Preisregeln und individuellen Vorlagen.
Frage nach dem Format deiner Bestandsdaten, dem enthaltenen Arbeitsumfang und dem Preis für Korrekturen.
Zahlungsabwicklung und Gebühren der Zahlungsanbieter
Bei einer Online-Zahlung berechnet der Zahlungsanbieter häufig einen prozentualen Anteil plus festen Betrag. Prüfe, ob die Software zusätzlich eigene Transaktionsgebühren verlangt.
Kläre auch, welche Zahlungsmethoden unterstützt werden, wer Rückerstattungen ausführt und wie Zahlungen verbucht werden.
Zusatzmodule, Integrationen und Schnittstellen
Zusatzmodule für Werkstatt, digitale Unterschrift oder erweiterte Berichte erhöhen die Monatskosten. Integrationen zu Buchhaltung, Website oder Warenwirtschaft können einmalige Einrichtungskosten verursachen.
Für eine API solltest du Zugriff, Limits, Dokumentation und Support prüfen. Manche Schnittstellen stehen erst in höheren Paketen bereit.
Support, Schulung, Updates und Vertragslaufzeiten
Kläre, ob deutschsprachiger Support per Telefon oder E-Mail enthalten ist. Für Schulung, feste Reaktionszeiten und ein SLA gelten teils eigene Preise.
Prüfe außerdem:
- Sind Updates und Sicherheitskorrekturen enthalten?
- Wie lang ist die Vertragslaufzeit?
- Steigt der Preis bei Verlängerung?
- Kostet der Datenexport extra?
- Wird die kostenlose Testphase automatisch kostenpflichtig?
Welche Funktionen rechtfertigen einen höheren Preis für Verleihsoftware?
Ein höherer Preis lohnt sich, wenn die Software mehrere Arbeitsschritte ersetzt und Fehler bei Verfügbarkeit, Übergabe oder Abrechnung reduziert. Bewerte jede Funktion anhand der eingesparten Arbeitszeit und vermiedenen Doppelbuchungen.
Buchungsportal, Echtzeit-Verfügbarkeit und Reservierungen
Ein Buchungsportal mit Echtzeit-Verfügbarkeit zeigt deinen Kunden nur buchbare Artikel. Das Online-Buchungssystem sollte Reservierungen direkt in die Kalenderansicht übernehmen und Stornierungen sowie Umbuchungen sauber verarbeiten.
Preisregeln, Saisonpreise, Mengenrabatte und Gutscheine helfen dir, Angebote ohne manuelle Nacharbeit abzubilden.
Inventar, Kunden und Abrechnung ohne Zusatztools
Eine Inventarverwaltung sollte Einzelobjekte, Bestände, Schäden und Sperrzeiten erfassen. Kundenverwaltung oder CRM speichert Kontaktdaten und Buchungshistorie.
Bei der Abrechnung sparen Angebote, automatische Rechnungen und nachvollziehbare Zahlungen Zeit.
Mehrere Standorte, Mehrsprachigkeit und eigenes Branding
Eine Multi-Standort-Verwaltung ist sinnvoll, sobald du Bestand zwischen Filialen verschiebst. Sie sollte Verfügbarkeiten pro Standort und Rückgaben an einer anderen Station abbilden.
Mehrsprachigkeit unterstützt touristische Zielgruppen. Eigenes Branding umfasst Farben, Logo, Domain und E-Mail-Vorlagen; manche Tarife berechnen dafür einen Aufpreis.
Datenschutz und DSGVO: Was muss in Deutschland enthalten sein?
Für einen Betrieb in Deutschland brauchst du eine DSGVO-konforme Verarbeitung personenbezogener Daten. Der Anbieter sollte dir einen Auftragsverarbeitungsvertrag, kurz AVV, bereitstellen.
Prüfe zusätzlich Speicherort, Unterauftragnehmer, Löschfristen, Rollenrechte und Datenexport. Gute Datenschutz-Unterlagen benennen diese Punkte klar und vollständig.
So vergleichst du Angebote für dein Vermietungsgeschäft richtig
Vergleiche Angebote über mindestens zwölf Monate und rechne eine Wachstumsstufe mit ein. So erkennst du, ob ein niedriger Einstiegspreis durch Provisionen, Module oder Staffelgrenzen kippt.
Gesamtkosten pro Jahr statt Einstiegspreis berechnen
Nutze für jedes Angebot dieselbe Formel:
Jahreskosten = Grundgebühr × 12 + Provisionen + Zahlungsaufschläge + Module + Setup + Schulung
Rechne mit deiner aktuellen Flottengröße und einem höheren Szenario. Bei 60 Rädern und 2 Euro pro Rad ergeben sich 1.440 Euro pro Jahr; ein Flat-Abo von 149 Euro kostet 1.788 Euro vor Jahresrabatt.
Passende Lösung nach Branche und Wachstum auswählen
Beim Vergleich von Booqable, Rentware, Rentsoft oder rent2B solltest du deine Abläufe als Prüfliste verwenden. Veröffentlichte Paketnamen allein zeigen noch nicht, wie gut ein Tarif zu deinem Betrieb passt.
Ein Fahrradverleih oder E-Bike-Verleih braucht Größen, Wartung und schnelle Übergaben. Im Sportverleih zählen Saisonpreise und hohe Spitzenlasten, während Eventtechnik häufig Sets, Seriennummern und projektbezogene Reservierungen benötigt.
Bewerte außerdem UX, Skalierbarkeit und Datenexport. Deine Saisonkräfte sollten zentrale Vorgänge nach kurzer Einweisung sicher bedienen können.
Testphase und Demo nutzen: Diese Fragen solltest du stellen
Nutze eine kostenlose Testphase mit echten Beispieldaten und spiele einen vollständigen Auftrag durch. Stelle dem Anbieter dabei konkrete Fragen:
- Was kostet dein erstes und drittes Jahr?
- Welche Funktionen erfordern ein höheres Paket?
- Welche Gebühren entstehen je Online-Buchung?
- Wie laufen Datenimport und vollständiger Export?
- Wie schnell reagiert der Support in der Hauptsaison?
- Welche Angebote gelten bei jährlicher Zahlung?
- Was passiert bei Überschreitung deiner Flottengrenze?
Häufig gestellte Fragen zu den Kosten für Verleihsoftware
Was kostet Verleihsoftware pro Monat?
Du solltest mit etwa 30 bis 200 Euro pro Monat rechnen. Kleine Einstiegstarife liegen teils darunter, während Enterprise-Pakete mit Schnittstellen und SLA über 200 Euro kosten.
Gibt es kostenlose Verleihsoftware ohne Provision?
Kostenlose Tarife ohne Provision existieren vor allem mit engen Limits oder als selbst betriebene Open-Source-Lösung. Plane dabei Hosting, Wartung, Sicherheit und deine Arbeitszeit ein und nutze eine kostenlose Testphase zur Prüfung kostenpflichtiger Systeme.
Was ist günstiger: Abo oder Provision pro Buchung?
Ein Provisionsmodell ist bei geringem Online-Umsatz günstiger, ein festes Abo bei wachsendem Umsatz meist planbarer. Teile die jährliche Abo-Gebühr durch den Provisionssatz, um deinen persönlichen Kipppunkt zu berechnen.
Welche versteckten Kosten können bei Verleihsoftware entstehen?
Achte auf Setup, Datenübernahme, Transaktionsgebühren, Zusatzmodule und kostenpflichtige Benutzer. Auch Schulungen, Schnittstellen, Supportstufen und Preissteigerungen nach der ersten Vertragslaufzeit gehören in deine Rechnung.
Brauche ich für Verleihsoftware einen AVV?
Du brauchst einen AVV, wenn der Anbieter personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet. Der Vertrag sollte die DSGVO-Pflichten, Unterauftragnehmer, Schutzmaßnahmen und Löschregeln festhalten.
Wie viel sollte ein Fahrradverleih für Software einplanen?
Für einen kleinen Fahrradverleih sind rund 40 bis 100 Euro pro Monat ein brauchbarer Budgetrahmen. Bei größerer Flotte, Online-Zahlung, mehreren Standorten oder Werkstattfunktionen solltest du mit 100 bis 200 Euro monatlich plus Zahlungsgebühren rechnen.






