Rentabilität: Berechnung & Tipps zur Verbesserung

Die Rentabilität gehört zu den wichtigsten Kennzahlen für dein Unternehmen. Sie zeigt dir, wie erfolgreich du dein eingesetztes Kapital nutzt und wie viel Gewinn im Verhältnis zu deinem Umsatz oder Kapital entsteht.

Ob du einen Werkzeugverleih, einen Online-Shop, ein Dienstleistungsunternehmen oder einen anderen Betrieb führst: Die Rentabilität hilft dir dabei, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deines Geschäfts besser einzuschätzen.

In diesem Artikel erfährst du, was Rentabilität bedeutet, welche Rentabilitätskennzahlen wichtig sind, wie du sie berechnest und mit welchen Maßnahmen du deine Rentabilität verbessern kannst.

rentabilität verbessern

Was ist Rentabilität?

Rentabilität beschreibt das Verhältnis zwischen einem erzielten Gewinn beziehungsweise Jahresergebnis und einer Bezugsgröße. Je nach Kennzahl wird beispielsweise der Umsatz, das Eigenkapital oder das gesamte eingesetzte Kapital betrachtet.

Einfach gesagt:

Rentabilität zeigt dir, wie viel Ergebnis du mit deinem eingesetzten Kapital oder deinem Umsatz erwirtschaftest.

Das Ergebnis wird normalerweise als Prozentwert angegeben.

Eine Rentabilität von 10 % bedeutet beispielsweise, dass auf 100 € der betrachteten Bezugsgröße 10 € Ergebnis entfallen.

Der Begriff wird häufig mit Profitabilität, Ertragskraft oder Rendite in Verbindung gebracht. Je nach Kennzahl haben diese Begriffe jedoch unterschiedliche Bedeutungen und sollten nicht einfach gleichgesetzt werden.


Warum ist die Rentabilität wichtig?

Die Rentabilität zeigt dir, ob dein Geschäftsmodell wirtschaftlich erfolgreich arbeitet. Sie kann dir helfen, Entscheidungen über Preise, Investitionen, Kosten und Wachstum zu treffen.

Eine gute Rentabilitätsanalyse zeigt beispielsweise:

  • Wie effizient du dein Kapital einsetzt
  • Wie profitabel dein Umsatz ist
  • Ob sich Investitionen wirtschaftlich lohnen
  • Wo Kosten deine Gewinnspanne belasten
  • Welche Produkte oder Dienstleistungen besonders profitabel sind
  • Ob sich Veränderungen bei Preisen oder Kosten positiv auswirken

Auch Banken, Investoren und andere Geschäftspartner können Rentabilitätskennzahlen zur Beurteilung eines Unternehmens heranziehen.

Wichtig: Eine einzelne Rentabilitätskennzahl reicht meistens nicht aus. Erst die Kombination verschiedener Kennzahlen vermittelt ein aussagekräftiges Bild.


Die wichtigsten Rentabilitätskennzahlen

Es gibt verschiedene Arten der Rentabilität. Besonders häufig werden die Umsatzrentabilität, Eigenkapitalrentabilität und Gesamtkapitalrentabilität betrachtet.

1. Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilität zeigt dir, wie viel Gewinn von deinem Umsatz übrig bleibt.

Formel:

Umsatzrentabilität = Gewinn ÷ Umsatz × 100

Beispiel:

Dein Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von 500.000 € und einen Gewinn von 50.000 €.

50.000 € ÷ 500.000 € × 100 = 10 %

Deine Umsatzrentabilität beträgt damit 10 %.

Das bedeutet vereinfacht: Von jedem Euro Umsatz bleiben dir 10 Cent Gewinn.

Die Umsatzrentabilität wird auch als Umsatzrendite oder Gewinnmarge bezeichnet.

Sie ist besonders interessant, wenn du wissen möchtest, wie profitabel dein laufendes Geschäft arbeitet.


2. Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität setzt den erzielten Gewinn ins Verhältnis zu deinem eingesetzten Eigenkapital.

Formel:

Eigenkapitalrentabilität = Gewinn ÷ Eigenkapital × 100

Beispiel:

Du hast 100.000 € Eigenkapital eingesetzt und erzielst einen Gewinn von 20.000 €.

20.000 € ÷ 100.000 € × 100 = 20 %

Die Eigenkapitalrentabilität beträgt somit 20 %.

Diese Kennzahl zeigt dir, wie stark sich dein eigenes Kapital verzinst.

Allerdings solltest du die Eigenkapitalrentabilität nicht isoliert betrachten. Eine hohe Eigenkapitalrentabilität kann beispielsweise auch durch einen vergleichsweise geringen Eigenkapitaleinsatz und eine stärkere Fremdfinanzierung entstehen.


3. Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität betrachtet nicht nur dein Eigenkapital, sondern das gesamte im Unternehmen eingesetzte Kapital.

Dabei werden auch die Fremdkapitalzinsen berücksichtigt.

Vereinfachte Formel:

Gesamtkapitalrentabilität = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) ÷ Gesamtkapital × 100

Beispiel:

Dein Unternehmen erzielt:

  • Gewinn: 40.000 €
  • Fremdkapitalzinsen: 10.000 €
  • Gesamtkapital: 500.000 €

Dann ergibt sich:

(40.000 € + 10.000 €) ÷ 500.000 € × 100 = 10 %

Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt in diesem Beispiel 10 %.

Sie zeigt dir, wie erfolgreich das gesamte im Unternehmen eingesetzte Kapital arbeitet – unabhängig davon, ob es aus Eigen- oder Fremdkapital besteht.


Rentabilität, Gewinn und Umsatz: Was ist der Unterschied?

Diese Begriffe solltest du nicht miteinander verwechseln.

KennzahlWas sie zeigt
UmsatzEinnahmen aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen
GewinnErgebnis nach Abzug der relevanten Kosten
RentabilitätVerhältnis des Ergebnisses zu einer Bezugsgröße
UmsatzrentabilitätGewinn im Verhältnis zum Umsatz
EigenkapitalrentabilitätGewinn im Verhältnis zum Eigenkapital
GesamtkapitalrentabilitätErgebnis im Verhältnis zum gesamten eingesetzten Kapital

Ein Unternehmen kann beispielsweise einen hohen Gewinn erzielen und trotzdem eine vergleichsweise niedrige Kapitalrentabilität haben, wenn dafür sehr viel Kapital eingesetzt werden muss.

Beispiel

Zwei Unternehmen erzielen jeweils 50.000 € Gewinn.

Unternehmen A benötigt dafür 100.000 € Eigenkapital:

50.000 € ÷ 100.000 € × 100 = 50 %

Unternehmen B benötigt 500.000 € Eigenkapital:

50.000 € ÷ 500.000 € × 100 = 10 %

Obwohl beide Unternehmen den gleichen Gewinn erzielen, unterscheiden sie sich deutlich bei der Eigenkapitalrentabilität.


Welche Faktoren beeinflussen die Rentabilität?

Deine Rentabilität hängt von zahlreichen Faktoren ab. Besonders wichtig sind Umsatz, Preise, Kosten, Produktivität und Kapitaleinsatz.

Kostenstruktur

Steigende Kosten verringern bei gleichbleibendem Umsatz in der Regel deinen Gewinn und damit deine Rentabilität.

Relevant sind beispielsweise:

  • Personalkosten
  • Miete und Raumkosten
  • Materialkosten
  • Einkaufspreise
  • Finanzierungskosten
  • Versicherungen
  • Software- und IT-Kosten
  • Marketingausgaben
  • Logistik- und Versandkosten

Dabei solltest du nicht ausschließlich versuchen, Kosten zu senken. Entscheidend ist, welchen wirtschaftlichen Nutzen eine Ausgabe bringt.

Ein günstigerer Lieferant ist beispielsweise nicht automatisch besser, wenn dadurch Qualität, Lieferfähigkeit oder Kundenservice deutlich schlechter werden.


Preisgestaltung

Deine Preise haben einen direkten Einfluss auf deine Gewinnspanne.

Wenn deine Kosten weitgehend konstant bleiben, kann eine angemessene Preiserhöhung die Rentabilität deutlich verbessern.

Allerdings solltest du Preisanpassungen nicht isoliert betrachten. Berücksichtige:

  • deine Kosten
  • die Zahlungsbereitschaft deiner Kunden
  • deine Positionierung
  • den Wettbewerb
  • den wahrgenommenen Kundennutzen

Nicht immer ist der günstigste Anbieter der erfolgreichste. Eine klare Positionierung und ein nachvollziehbarer Mehrwert können höhere Preise ermöglichen.


Produktivität und Prozesse

Auch ineffiziente Prozesse können die Rentabilität belasten.

Wenn Mitarbeiter viel Zeit mit manuellen Routineaufgaben verbringen oder Arbeitsabläufe unnötig kompliziert sind, steigen deine Kosten.

Deshalb lohnt es sich, regelmäßig zu prüfen:

  • Welche Aufgaben wiederholen sich?
  • Wo entstehen Wartezeiten?
  • Welche Prozesse verursachen Fehler?
  • Welche Aufgaben lassen sich automatisieren?
  • Welche Arbeitsschritte können vereinfacht werden?

Schon kleine Effizienzgewinne können sich bei vielen wiederkehrenden Vorgängen deutlich auswirken.


Wie kannst du deine Rentabilität verbessern?

Es gibt nicht die eine Maßnahme, die für jedes Unternehmen funktioniert. In der Praxis lohnt sich eine Kombination aus Kostenoptimierung, besserer Preisgestaltung, effizienteren Prozessen und profitablem Wachstum.

1. Kosten regelmäßig analysieren

Überprüfe deine laufenden Kosten nicht erst dann, wenn dein Gewinn bereits sinkt.

Analysiere regelmäßig:

  • Fixkosten
  • variable Kosten
  • Lieferantenpreise
  • Finanzierungsaufwand
  • Marketingkosten
  • Softwarekosten
  • Personalkosten

Dabei solltest du zwischen notwendigen Kosten und vermeidbaren Ausgaben unterscheiden.

Das Ziel ist nicht, möglichst wenig auszugeben, sondern für jeden Euro möglichst viel wirtschaftlichen Nutzen zu erhalten.


2. Preise überprüfen

Viele Unternehmen konzentrieren sich stark darauf, ihren Umsatz zu erhöhen, obwohl eine bessere Preisgestaltung unter Umständen schneller zu mehr Gewinn führen kann.

Berechne deshalb regelmäßig:

Umsatz – Kosten = Gewinn

und prüfe, welchen Einfluss eine Preisänderung auf deine Marge hätte.

Ein Beispiel:

Ein Produkt kostet dich insgesamt 70 € und wird für 100 € verkauft.

Deine Differenz beträgt zunächst 30 €.

Steigt der Verkaufspreis auf 110 €, während deine Kosten unverändert bleiben, erhöht sich die Differenz auf 40 €.

Das entspricht einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses pro Verkauf.

Natürlich muss eine Preiserhöhung zum Markt und zum Kundennutzen passen.


3. Profitabilität einzelner Produkte analysieren

Nicht jeder Umsatz ist gleich wertvoll.

Ein Produkt kann beispielsweise sehr viel Umsatz erzeugen, aber wegen hoher Einkaufskosten, Retouren, Versandkosten oder Betreuungsaufwand nur wenig Gewinn beitragen.

Analysiere deshalb einzelne:

  • Produkte
  • Dienstleistungen
  • Kundengruppen
  • Vertriebskanäle
  • Aufträge

Besonders interessant ist der Deckungsbeitrag.

Er zeigt dir, welcher Betrag nach Abzug der direkt zurechenbaren variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und anschließend zur Gewinnerzielung beiträgt.


4. Prozesse automatisieren

Automatisierung kann deine Rentabilität verbessern, wenn dadurch Zeit, Fehler und laufende Kosten reduziert werden.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Rechnungsstellung
  • Buchhaltungsvorbereitung
  • Terminverwaltung
  • Kundenkommunikation
  • Bestellabwicklung
  • Lagerverwaltung
  • Marketing
  • Reporting

Gerade bei wiederkehrenden Aufgaben kann sich die Investition in geeignete Software schnell amortisieren.


5. Umsatz gezielt steigern

Mehr Umsatz führt nicht automatisch zu mehr Rentabilität.

Wenn du beispielsweise für jeden zusätzlichen Euro Umsatz hohe Marketing-, Personal- oder Vertriebskosten aufwenden musst, kann dein Gewinn nur geringfügig steigen.

Interessanter sind Wachstumsmaßnahmen mit einem guten Verhältnis zwischen zusätzlichem Umsatz und zusätzlichen Kosten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Cross-Selling
  • Up-Selling
  • höhere Bestellwerte
  • wiederkehrende Kunden
  • Abonnements
  • profitable Zusatzleistungen
  • gezielte Neukundengewinnung

Rentabilität im Online-Business

Im Online-Business solltest du Umsatz und Rentabilität besonders genau auseinanderhalten.

Ein Online-Shop kann beispielsweise einen hohen Umsatz erzielen und trotzdem wenig Gewinn erwirtschaften, wenn Einkauf, Versand, Retouren, Zahlungsgebühren und Werbung einen großen Teil des Umsatzes auffressen.

Wichtige Größen sind deshalb unter anderem:

  • Umsatz pro Kunde
  • Kosten pro Kunde
  • Deckungsbeitrag
  • Conversion Rate
  • durchschnittlicher Bestellwert
  • Wiederkaufsrate
  • Customer Lifetime Value
  • Marketingkosten

Gerade bei bezahlter Werbung solltest du nicht nur betrachten, wie viele Besucher oder Bestellungen entstehen. Entscheidend ist, welcher Gewinn nach den jeweiligen Akquisitionskosten tatsächlich übrig bleibt.


Rentabilität im Werkzeugverleih

Für einen Werkzeug- oder Maschinenverleih gelten die allgemeinen Grundsätze der Rentabilität ebenfalls. Gleichzeitig gibt es einige Besonderheiten.

Bei Mietgeräten ist beispielsweise entscheidend, wie häufig eine Maschine tatsächlich vermietet wird.

Ein Gerät, das 10.000 € kostet und nur selten vermietet wird, kann weniger rentabel sein als ein günstigeres Gerät, das regelmäßig eingesetzt wird.

Wichtige Faktoren im Werkzeugverleih

Berücksichtige bei der Kalkulation unter anderem:

  • Anschaffungskosten
  • Mietpreis
  • Auslastung
  • Wartung
  • Reparaturen
  • Versicherung
  • Lagerung
  • Transport
  • Wertverlust
  • Finanzierungskosten
  • Ausfallzeiten

Beispiel

Eine Maschine kostet 10.000 € in der Anschaffung.

Wenn sie für durchschnittlich 100 € pro Tag vermietet wird, klingt das zunächst attraktiv. Entscheidend ist aber, wie viele Vermiettage tatsächlich erreicht werden und welche Kosten während der Nutzungsdauer entstehen.

Bei 100 Vermiettagen wären beispielsweise 10.000 € Mieteinnahmen erzielt worden. Daraus lässt sich jedoch noch keine Rentabilität von 100 % ableiten, weil Kosten und Restwert berücksichtigt werden müssen.

Die Auslastung ist deshalb eine der wichtigsten Stellschrauben im Vermietgeschäft.


Neu kaufen oder gebraucht kaufen?

Auch die Investitionsentscheidung beeinflusst die Rentabilität.

Ein gebrauchtes Gerät kann den Kapitaleinsatz reduzieren und dadurch schneller wirtschaftlich werden. Eine Neuanschaffung kann dagegen Vorteile bei Zuverlässigkeit, Garantie, Wartung und technischer Ausstattung bieten.

Vergleiche deshalb nicht nur den Kaufpreis.

Betrachte stattdessen die Gesamtkosten über die erwartete Nutzungsdauer und stelle sie den erwarteten Mieteinnahmen gegenüber.


Wartung und Auslastung verbessern

Regelmäßige Wartung kann dazu beitragen, ungeplante Ausfälle und hohe Reparaturkosten zu vermeiden.

Noch wichtiger ist häufig die Frage:

Wie viel Zeit steht ein Gerät ungenutzt herum?

Eine bessere Auslastung kann die Rentabilität deutlich verbessern, ohne dass du dafür zwingend neue Geräte anschaffen musst.

Eine Verleihsoftware kann dabei helfen, Buchungen, Verfügbarkeiten, Wartung und Auslastung zentral zu verwalten.


Welche Kennzahlen solltest du regelmäßig beobachten?

Eine gute Rentabilitätsanalyse funktioniert nur, wenn du deine wichtigsten Kennzahlen regelmäßig vergleichst.

Je nach Geschäftsmodell können beispielsweise folgende Werte interessant sein:

KennzahlAussage
UmsatzWie viel du verkaufst
GewinnWas nach den Kosten übrig bleibt
UmsatzrentabilitätWie profitabel dein Umsatz ist
EigenkapitalrentabilitätWie sich dein Eigenkapital verzinst
GesamtkapitalrentabilitätWie effizient dein gesamtes Kapital arbeitet
DeckungsbeitragWelchen Beitrag Produkte oder Leistungen zur Kostendeckung leisten
CashflowWie sich deine verfügbaren Zahlungsmittel entwickeln
KundengewinnungskostenWas dich ein neuer Kunde kostet

Besonders aussagekräftig wird die Analyse, wenn du die Werte über mehrere Monate oder Jahre vergleichst.

So erkennst du Trends und kannst frühzeitig reagieren.


Rentabilität berechnen: Ein einfaches Beispiel

Nehmen wir an, dein Unternehmen erzielt im Jahr:

  • Umsatz: 300.000 €
  • Gewinn: 45.000 €
  • Eigenkapital: 150.000 €
  • Gesamtkapital: 250.000 €

Umsatzrentabilität

45.000 € ÷ 300.000 € × 100 = 15 %

Eigenkapitalrentabilität

45.000 € ÷ 150.000 € × 100 = 30 %

Die beiden Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen:

15 % Umsatzrentabilität:
Wie viel Gewinn entsteht im Verhältnis zum Umsatz?

30 % Eigenkapitalrentabilität:
Wie stark verzinst sich das eingesetzte Eigenkapital?

Genau deshalb ist es sinnvoll, mehrere Rentabilitätskennzahlen gemeinsam zu betrachten.


Was ist eine gute Rentabilität?

Eine pauschale Antwort auf die Frage, welche Rentabilität gut ist, gibt es nicht.

Das hängt unter anderem von Branche, Geschäftsmodell, Risiko, Kapitalbedarf und Unternehmensgröße ab.

Ein kapitalintensives Unternehmen kann beispielsweise andere Rentabilitätswerte aufweisen als ein Dienstleistungsunternehmen mit vergleichsweise wenig eingesetztem Kapital.

Deshalb solltest du deine Kennzahlen möglichst mit:

  • früheren Geschäftsjahren
  • deiner eigenen Planung
  • vergleichbaren Unternehmen
  • Branchenwerten

vergleichen.

Ein einzelner Prozentwert sagt ohne diesen Kontext nur begrenzt etwas aus.


Rentabilität verbessern: Checkliste

Mit dieser Checkliste kannst du die wichtigsten Stellschrauben deines Unternehmens überprüfen:

  • Kosten regelmäßig analysieren
  • Preise und Margen überprüfen
  • Deckungsbeiträge einzelner Produkte berechnen
  • Unprofitable Leistungen identifizieren
  • Prozesse vereinfachen
  • Wiederkehrende Aufgaben automatisieren
  • Marketingkosten und Kundengewinnung analysieren
  • Bestandskunden stärker nutzen
  • Durchschnittlichen Auftrags- oder Bestellwert erhöhen
  • Kapitalbindung reduzieren
  • Investitionen auf ihre Wirtschaftlichkeit prüfen
  • Auslastung vorhandener Ressourcen verbessern
  • Umsatzrentabilität regelmäßig berechnen
  • Eigenkapitalrentabilität beobachten
  • Gesamtkapitalrentabilität analysieren

Häufige Fragen zur Rentabilität

Was bedeutet Rentabilität einfach erklärt?

Rentabilität beschreibt, wie viel Gewinn im Verhältnis zu einer bestimmten Bezugsgröße erzielt wird. Je nach Kennzahl kann beispielsweise der Umsatz, das Eigenkapital oder das gesamte eingesetzte Kapital betrachtet werden.

Wie berechnet man die Rentabilität?

Das hängt davon ab, welche Rentabilität du berechnen möchtest. Bei der Umsatzrentabilität lautet die Formel beispielsweise:

Gewinn ÷ Umsatz × 100

Bei der Eigenkapitalrentabilität wird der Gewinn durch das eingesetzte Eigenkapital geteilt und mit 100 multipliziert.

Was ist der Unterschied zwischen Gewinn und Rentabilität?

Der Gewinn ist ein absoluter Betrag. Die Rentabilität setzt diesen Betrag ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße und wird meistens als Prozentwert angegeben.

Was bedeutet eine Rentabilität von 10 %?

Eine Rentabilität von 10 % bedeutet, dass auf 100 € der jeweiligen Bezugsgröße 10 € Ergebnis entfallen. Welche Aussage genau dahintersteht, hängt davon ab, ob es sich beispielsweise um Umsatz-, Eigenkapital- oder Gesamtkapitalrentabilität handelt.

Wie kann ich die Rentabilität meines Unternehmens verbessern?

Du kannst unter anderem Kosten optimieren, Preise überprüfen, profitable Produkte und Kunden priorisieren, Prozesse automatisieren und die Auslastung deiner Ressourcen verbessern. Wichtig ist, nicht nur den Umsatz, sondern vor allem den zusätzlichen Gewinn beziehungsweise Deckungsbeitrag zu betrachten.

Ist eine hohe Umsatzrentabilität immer gut?

Eine hohe Umsatzrentabilität ist grundsätzlich positiv. Für eine vollständige Beurteilung reicht sie allein jedoch nicht aus. Auch Kapitalbindung, Wachstum, Liquidität, Risiko und die Entwicklung über mehrere Jahre sollten berücksichtigt werden.


Fazit: Rentabilität gezielt verbessern

Die Rentabilität zeigt dir, wie wirtschaftlich dein Unternehmen arbeitet. Sie macht sichtbar, wie viel Ergebnis du mit deinem Umsatz oder deinem eingesetzten Kapital erzielst.

Besonders wichtig sind dabei die Umsatzrentabilität, Eigenkapitalrentabilität und Gesamtkapitalrentabilität. Sie betrachten dein Unternehmen aus unterschiedlichen Perspektiven und sollten deshalb nicht isoliert ausgewertet werden.