Ein moderner Produktkonfigurator verwandelt ein statisches Produkt im Onlineshop in ein interaktives Einkaufserlebnis. Kunden können Produkte konfigurieren, Preise in Echtzeit sehen und – je nach System – die fertige Konfiguration direkt in den Warenkorb legen oder eine Anfrage stellen.
In diesem Vergleich zeigen wir dir, welche Produktkonfiguratoren für Onlineshops besonders interessant sind, worin sie sich unterscheiden und welche Lösung zu deinem Geschäftsmodell passt.

Die besten Produktkonfiguratoren
1. VividWorks
VividWorks ist besonders interessant für Unternehmen mit modularen und komplexen Produkten. Die Plattform verbindet 3D-Produktkonfiguration mit Echtzeit-Preisberechnung, Angebotserstellung und Integrationen.
VividWorks unterstützt unter anderem E-Commerce-, ERP- und CRM-Anbindungen und kann auch für 3D-Raumplanung eingesetzt werden.
Besonders geeignet für
- Möbel
- Küchen und Bäder
- modulare Produkte
- Bauprodukte
- Industrie
- B2B und B2C
Wichtige Funktionen
- 3D-Produktkonfiguration
- Echtzeit-Visualisierung
- dynamische Preise
- Configure, Price, Quote (CPQ)
- AR und VR
- Animationen
- 3D-Raumplanung
- E-Commerce-Integrationen
- ERP- und CRM-Anbindungen
- Angebotserstellung
Preise
VividWorks veröffentlicht inzwischen konkrete SaaS-Preise. Der Starter-Tarif beginnt bei 447 €/Monat, der Pro-Tarif bei 847 €/Monat. Für Enterprise-Lösungen werden individuelle Preise berechnet. Zusätzlich können Implementierungskosten entstehen.
Fazit
VividWorks ist besonders stark bei komplexen, modularen Produkten, bei denen 3D-Visualisierung, Preislogik und Angebotserstellung zusammenkommen.
2. Threekit
Threekit richtet sich vor allem an Unternehmen, die einen professionellen Visual-Commerce-Ansatz benötigen.
Die Plattform kombiniert Produktkonfiguration, 3D-Visualisierung, AR und dynamische Preisberechnung. Zusätzlich können je nach Anwendung Produktionsdaten wie Stücklisten oder Fertigungsinformationen erzeugt werden.
Besonders geeignet für
- größere E-Commerce-Unternehmen
- Hersteller
- Möbel
- Industrie
- Automotive
- komplexe B2B-Produkte
Wichtige Funktionen
- 3D-Konfiguration
- dynamische Produktdarstellung
- AR
- virtuelle Produktfotografie
- regelbasierte Konfiguration
- Produkt-Bundles
- dynamische Preisberechnung
- CPQ
- Manufacturing Outputs
- Integrationen mit E-Commerce-, ERP- und PIM-Systemen
Threekit unterstützt unter anderem Integrationen für Shopify, Magento, BigCommerce, Salesforce Commerce Cloud und WooCommerce.
Preise
Threekit veröffentlicht keine festen Standardpreise. Die Kosten hängen laut Anbieter unter anderem vom Anwendungsfall, der Anzahl konfigurierbarer Produkte und dem gewünschten Visualisierungsumfang ab.
Fazit
Threekit ist eine starke Enterprise-Lösung, wenn Produktkonfiguration und hochwertige Visualisierung Teil einer umfassenden Commerce-Strategie werden sollen.
3. Kickflip
Kickflip ist eine interessante Lösung für E-Commerce-Unternehmen, die einen visuellen Produktkonfigurator möglichst ohne eigene Entwicklung aufbauen möchten.
Der Konfigurator bietet einen No-Code beziehungsweise Drag-and-Drop-Ansatz. Optionen, Regeln und Preise können visuell definiert werden. Unterstützt werden unter anderem Shopify, WooCommerce und Wix.
Besonders geeignet für
- personalisierte Produkte
- Mode
- Sportartikel
- Schmuck
- Print-on-Demand
- Shopify-Shops
- WooCommerce-Shops
Wichtige Funktionen
- Live-Produktvorschau
- dynamische Preisberechnung
- Bild- und Logo-Uploads
- Textpersonalisierung
- bedingte Logik
- Themeneditor
- druckfertige Dateien
- Bestandsverwaltung
- CPQ-Funktionen
- Shop-Integrationen
Kickflip gibt an, dass sich ungültige Kombinationen über fortgeschrittene Regeln verhindern lassen und konfigurierte Produkte direkt in den Warenkorb übernommen werden können.
Kosten
Kickflip arbeitet mit einem SaaS-Modell und kann nutzungsabhängige Kosten enthalten. Der Anbieter nennt aktuell eine Transaktionsgebühr, die bei wachsendem Umsatz sinken kann.
Fazit
Kickflip ist besonders interessant für Shops, die Personalisierung und einen modernen No-Code-Konfigurator kombinieren möchten.
4. Fancy Product Designer
Fancy Product Designer richtet sich vor allem an Händler, die personalisierbare Produkte online anbieten.
Der Schwerpunkt liegt weniger auf komplexen technischen Produktkonfigurationen und stärker auf der Gestaltung individueller Produkte.
Die Lösung unterstützt unter anderem WooCommerce, WordPress und Shopify. Für WooCommerce werden einfache, variable und herunterladbare Produkte unterstützt.
Besonders geeignet für
- T-Shirts
- Textilien
- Handyhüllen
- Geschenke
- Druckprodukte
- Print-on-Demand
- personalisierte Produkte
Funktionen
- Textpersonalisierung
- Bild-Uploads
- Produktdesign
- variable Produkte
- WooCommerce-Integration
- Shopify-Unterstützung
- druckorientierte Workflows
Fazit
Wenn deine Kunden eigene Texte, Bilder oder Designs auf ein Produkt bringen sollen, ist Fancy Product Designer interessanter als ein komplexer industrieller 3D-Konfigurator.
5. WP Configurator
WP Configurator ist ein leistungsstarker Produktkonfigurator für WordPress und WooCommerce. Kunden können Produkte direkt im Shop visuell konfigurieren und beispielsweise Farben, Größen, Komponenten oder weitere Eigenschaften individuell zusammenstellen.
Die Konfiguration erfolgt über verschiedene Produkt-Layer, die im Konfigurator kombiniert werden können. Dadurch eignet sich die Lösung sowohl für einfache Produktanpassungen als auch für umfangreichere Konfigurationen mit vielen Optionen.
Besonders geeignet für
- WooCommerce-Shops
- Möbel und Einrichtung
- Bekleidung und Accessoires
- personalisierte Produkte
- Produkte mit vielen Varianten und Optionen
Wichtige Funktionen
- visuelle Produktkonfiguration
- unbegrenzte Konfigurationen
- verschiedene Skins und Darstellungsoptionen
- Punkt-, Tab- und Zahlennavigation
- Speichern und Teilen von Produktdesigns
- Download hochwertiger Produktbilder
- nahtlose WooCommerce-Integration
- Unterstützung individueller Produkt-Layer
- umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Entwickler
WP Configurator bietet außerdem verschiedene Demos für Produkte wie T-Shirts, Schuhe, Handtaschen, Motorräder, Möbel und weitere individuell konfigurierbare Produkte.
Fazit
WP Configurator ist eine vielseitige Lösung für WooCommerce-Shops, die ihren Kunden eine visuelle und interaktive Produktkonfiguration anbieten möchten.
Produktkonfigurator vs. Produktdesigner
Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Schwerpunkte haben.
Produktkonfigurator
Ein Konfigurator eignet sich besonders für Produkte mit vielen Varianten, Abhängigkeiten und Regeln.
Beispiele:
- Möbel
- Küchen
- Maschinen
- Fahrzeuge
- technische Produkte
- modulare Produkte
Produktdesigner
Ein Produktdesigner konzentriert sich stärker auf die Personalisierung.
Beispiele:
- T-Shirts
- Handyhüllen
- Tassen
- Poster
- Visitenkarten
- Geschenke
Hier können Kunden beispielsweise einen Text oder ein eigenes Bild hochladen und auf dem Produkt platzieren.
3D-Produktkonfigurator
Ein 3D-Konfigurator geht noch einen Schritt weiter.
Der Kunde sieht nicht nur Auswahlfelder, sondern kann das konfigurierte Produkt direkt in 3D betrachten.
Bei komplexen Produkten kann das einen erheblichen Vorteil bieten, weil Kunden unmittelbar erkennen, wie ihre Kombination aussieht.
Warum lohnt sich ein Produktkonfigurator für einen Onlineshop?
Ein Produktkonfigurator kann mehrere Bereiche deines Shops verbessern.
1. Besseres Einkaufserlebnis
Kunden sehen unmittelbar, welche Optionen verfügbar sind und wie sich ihre Auswahl verändert.
Das ist besonders hilfreich bei Produkten, die sich nur schwer über statische Produktbilder erklären lassen.
2. Weniger Fehlkonfigurationen
Regelbasierte Konfiguratoren können ungültige Kombinationen automatisch verhindern.
Das reduziert Fehler bei der Bestellung.
3. Höhere Kaufbereitschaft
Eine interaktive Produktdarstellung kann Unsicherheit reduzieren. Kunden sehen genauer, was sie kaufen, und können ihr Produkt selbst zusammenstellen.
4. Mehr Individualisierung
Personalisierung kann ein wichtiges Differenzierungsmerkmal sein.
Statt nur fertige Produkte anzubieten, kannst du Kunden stärker in den Kaufprozess einbeziehen.
5. Weniger manueller Aufwand
Ein gut integrierter Konfigurator kann bestimmte Prozesse automatisieren:
- Preisberechnung
- Produktvarianten
- Angebotserstellung
- Bestelldaten
- Produktionsinformationen
- Konfigurationsdaten
Gerade bei komplexen B2B-Produkten kann das viel manuelle Arbeit reduzieren.
Welcher Produktkonfigurator passt zu welchem Shop?
| Anwendungsfall | Empfehlung |
|---|---|
| Komplexe modulare Produkte | VividWorks |
| Enterprise & Visual Commerce | Threekit |
| No-Code und Personalisierung | Kickflip |
| Print-on-Demand & Produktdesign | Fancy Product Designer |
| WooCommerce und Bild-Layer | WP Configurator |
| 3D-Raumplanung | VividWorks |
| Komplexe B2B-Konfiguration | VividWorks / Threekit |
| Shopify-Produktpersonalisierung | Kickflip / Fancy Product Designer |
| Einfache WooCommerce-Konfiguration | WP Configurator |
Welche Funktionen sollte ein Produktkonfigurator haben?
Nicht jeder Shop braucht 3D, AR oder CPQ. Entscheidend ist, dass die Software zu deinen Produkten passt.
Visuelle Produktdarstellung
Die wichtigste Funktion ist für viele Shops die Live-Vorschau.
Wenn ein Kunde beispielsweise die Farbe eines Sofas ändert, sollte sich die Produktdarstellung unmittelbar aktualisieren.
Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze:
2D-Konfiguration
Die Produktdarstellung basiert auf Bildern oder Bild-Layern.
Vorteile:
- vergleichsweise einfach
- schnelle Ladezeiten
- geringerer Aufwand
- ideal für viele personalisierte Produkte
3D-Konfiguration
Das Produkt wird als interaktives 3D-Modell dargestellt.
Vorteile:
- realistischere Darstellung
- unterschiedliche Perspektiven
- geeignet für komplexe Produkte
- bessere Visualisierung von Komponenten
AR
Mit Augmented Reality kann das konfigurierte Produkt in der realen Umgebung dargestellt werden.
Das kann beispielsweise bei Möbeln interessant sein.
Dynamische Preisberechnung
Ein professioneller Produktkonfigurator sollte den Preis automatisch aktualisieren können.
Beispiel:
Grundpreis: 1.000 €
+ Premium-Material: 150 €
+ Zusatzmodul: 200 €
+ Sonderfarbe: 50 €
Gesamtpreis: 1.400 €
Der Kunde sieht den Preis unmittelbar während der Konfiguration.
Das schafft Transparenz und verhindert, dass der Preis erst nach einer Anfrage manuell berechnet werden muss.
Bei komplexen B2B-Produkten kann die Preislogik deutlich umfangreicher sein.
Regelbasierte Produktlogik
Eine der wichtigsten Funktionen bei komplexen Produkten ist die regelbasierte Konfiguration.
Beispiel:
Ein bestimmtes Bauteil ist nur mit einer bestimmten Motorisierung kompatibel.
Der Konfigurator sollte dann verhindern, dass der Kunde eine ungültige Kombination auswählt.
Mögliche Regeln sind:
- Option A aktiviert → Option B verfügbar
- Option A aktiviert → Option C deaktiviert
- Größe X → Material Y nicht verfügbar
- Zubehör Z → zusätzliche Komponente erforderlich
Das reduziert Fehlbestellungen und entlastet deinen Kundenservice.
Produktkonfigurator und ERP, CRM und Shop verbinden
Der Konfigurator sollte möglichst nicht als isolierte Anwendung betrieben werden.
Idealerweise fließen die Konfigurationsdaten automatisch in deine bestehende Systemlandschaft.
Mögliche Systeme sind:
- Onlineshop
- ERP
- CRM
- PIM
- Warenwirtschaft
- Produktionssystem
- CPQ
- Marketing-Automation
Der Kunde konfiguriert sein Produkt beispielsweise im Shop.
Danach werden automatisch übertragen:
Produkt → Varianten → Konfiguration → Preis → Bestellung → Produktionsdaten
Je stärker dein Produkt individualisiert ist, desto wichtiger wird diese durchgängige Datenübertragung.
API, Plugins oder fertige Shop-Integration?
Bei der technischen Integration hast du grundsätzlich drei Möglichkeiten.
Plugin oder App
Die einfachste Variante.
Der Anbieter stellt eine fertige Erweiterung für dein Shopsystem bereit.
Geeignet für: kleinere und mittlere Shops.
API
Bei einer API wird der Konfigurator individuell mit deiner Systemlandschaft verbunden.
Vorteile:
- hohe Flexibilität
- individuelle Prozesse
- Headless-Commerce möglich
- Integration in ERP und CRM
Nachteil: höherer Entwicklungsaufwand.
Individuelle Entwicklung
Bei sehr speziellen Produkten kann ein eigener Konfigurator sinnvoll sein.
Das lohnt sich vor allem dann, wenn Standardlösungen die Produktlogik nicht abbilden können.
Allerdings steigen Entwicklungs-, Wartungs- und Updatekosten erheblich.
Für welche Branchen eignen sich Produktkonfiguratoren?
Möbel und Einrichtung
Möbel sind ein klassisches Einsatzgebiet.
Kunden können beispielsweise konfigurieren:
- Maße
- Stoff
- Farbe
- Material
- Module
- Füße
- Zubehör
Bei Möbeln können 3D-Visualisierung und Raumplanung besonders hilfreich sein.
Küchen und Bad
Küchen und Bäder verfügen über zahlreiche Abhängigkeiten.
Hier können Konfiguratoren dabei helfen, Maße, Fronten, Arbeitsplatten, Geräte und Zubehör miteinander zu kombinieren.
Mode und Textilien
Kunden können:
- Farben auswählen
- Größen bestimmen
- Logos hochladen
- Texte hinzufügen
- Designs verändern
Für solche Anwendungen reicht häufig ein 2D-Produktdesigner.
Werbeartikel
Typische Produkte sind:
- Tassen
- Stifte
- Taschen
- Kleidung
- Kalender
- Verpackungen
Der Kunde kann beispielsweise Logo, Text, Farbe und Position bestimmen.
Industrie und B2B
Im B2B-Bereich wird der Konfigurator besonders interessant, wenn Produkte viele technische Abhängigkeiten haben.
Hier können zusätzlich CPQ-Funktionen zum Einsatz kommen.
Der Prozess lautet dann:
Configure → Price → Quote
Der Kunde oder Vertriebsmitarbeiter konfiguriert das Produkt, erhält automatisch einen Preis und kann daraus ein Angebot erzeugen.
Was kostet ein Produktkonfigurator?
Die Kosten hängen stark von der Komplexität ab.
Ein einfacher 2D-Produktdesigner kann vergleichsweise günstig als Plugin oder SaaS-Lösung eingesetzt werden.
Ein komplexer 3D-Konfigurator mit:
- individuellen 3D-Modellen
- Regelwerk
- dynamischer Preisberechnung
- ERP-Anbindung
- Produktionsdaten
- AR
- CPQ
ist dagegen eine deutlich größere technische Lösung.
Du solltest daher nicht nur die monatliche Lizenz betrachten.
Typische Kostenfaktoren
- Softwarelizenz
- Einrichtung
- 3D-Modellierung
- Produktdaten
- individuelle Entwicklung
- API-Integration
- ERP-/CRM-Anbindung
- Hosting
- Wartung
- Support
- Transaktionsgebühren
Ein gutes Beispiel dafür ist VividWorks: Neben der SaaS-Gebühr können je nach Projekt zusätzliche Implementierungskosten entstehen.
Bei Threekit werden die Kosten ebenfalls individuell anhand des konkreten Projekts kalkuliert.
2D oder 3D: Welcher Konfigurator ist besser?
Die Antwort hängt vom Produkt ab.
| 2D-Konfigurator | 3D-Konfigurator |
|---|---|
| Geringerer Aufwand | Höherer Implementierungsaufwand |
| Schnelle Darstellung | Realistische Darstellung |
| Gut für Personalisierung | Gut für komplexe Produkte |
| Häufig günstiger | Häufig teurer |
| T-Shirts, Druckprodukte etc. | Möbel, Maschinen, modulare Produkte |
| Bild-Layer möglich | Interaktive Modelle |
Ein 3D-Konfigurator ist nicht automatisch besser.
Wenn ein Kunde lediglich einen Text auf eine Tasse setzen möchte, ist eine schnelle 2D-Vorschau wahrscheinlich sinnvoller als ein aufwendiges 3D-Modell.
So führst du einen Produktkonfigurator erfolgreich ein
1. Produkte analysieren
Liste zunächst alle konfigurierbaren Eigenschaften auf.
Welche Optionen gibt es?
Welche Kombinationen sind möglich?
Welche Kombinationen sind nicht möglich?
2. Regeln definieren
Dokumentiere Abhängigkeiten zwischen den Optionen.
Beispielsweise:
Material A ist nur mit Größe B und C verfügbar.
3. Visualisierung festlegen
Entscheide, ob du brauchst:
- 2D
- 3D
- AR
- Raumplanung
4. Preislogik definieren
Welche Auswahl verändert den Preis?
Wie werden Mengen, Aufschläge und Rabatte berücksichtigt?
5. Shopsystem integrieren
Definiere, wie Konfigurationen in:
- Warenkorb
- Bestellung
- ERP
- CRM
- Produktion
übertragen werden.
6. Mit echten Kunden testen
Teste den Konfigurator nicht nur technisch.
Beobachte echte Nutzer:
- Verstehen sie die Optionen?
- Finden sie die richtige Auswahl?
- Gibt es Abbrüche?
- Werden Fehler gemacht?
- Ist der Preis verständlich?
- Funktioniert die mobile Nutzung?
Häufige Fehler bei Produktkonfiguratoren
Ein Konfigurator kann die User Experience verbessern – er kann sie aber auch verschlechtern.
Zu viele Optionen
Mehr Auswahl bedeutet nicht automatisch mehr Verkäufe.
Zu viele Optionen können Kunden überfordern.
Zu komplizierte Bedienung
Der Nutzer sollte nicht erst eine Anleitung lesen müssen.
Fehlende Preisaktualisierung
Wenn der Preis erst am Ende angezeigt wird, entsteht unnötige Unsicherheit.
Ungültige Kombinationen
Wenn Kunden Produkte konfigurieren können, die technisch gar nicht produziert werden können, ist der Konfigurator nicht ausreichend regelbasiert.
Lange Ladezeiten
3D-Modelle, hochauflösende Bilder und viele Varianten können die Performance beeinträchtigen.
Gerade auf mobilen Geräten sollte deshalb auf optimierte Assets und eine schnelle Darstellung geachtet werden.
Checkliste: Den richtigen Produktkonfigurator auswählen
Vor der Entscheidung solltest du folgende Fragen beantworten:
- Welches Produkt soll konfiguriert werden?
- Wie viele Optionen gibt es?
- Gibt es Abhängigkeiten zwischen Optionen?
- Benötigst du 2D oder 3D?
- Ist AR sinnvoll?
- Muss der Preis in Echtzeit berechnet werden?
- Werden Angebote benötigt?
- Muss CPQ unterstützt werden?
- Welche Shopsysteme werden unterstützt?
- Gibt es eine API?
- Gibt es eine ERP-/CRM-Anbindung?
- Werden Produktionsdaten benötigt?
- Ist der Konfigurator mobil optimiert?
- Wie schnell lädt die Anwendung?
- Welche Kosten entstehen für Einrichtung und Betrieb?
- Gibt es Transaktionsgebühren?
- Wie gut ist der Support?
- Kann die Lösung mit dem Unternehmen wachsen?
FAQ für Produktkonfiguratoren
Was ist ein Produktkonfigurator?
Ein Produktkonfigurator ist ein interaktives Tool, mit dem Kunden ein Produkt nach ihren eigenen Wünschen zusammenstellen können. Sie wählen beispielsweise Größe, Farbe, Material, Ausstattung oder Zubehör aus und erhalten häufig direkt eine passende Vorschau sowie den aktuellen Preis.
Wie funktioniert ein Produktkonfigurator?
Der Kunde wird Schritt für Schritt durch die verfügbaren Optionen geführt. Abhängig von den bisherigen Entscheidungen können weitere Auswahlfelder ein- oder ausgeblendet werden. Ein Regelwerk verhindert ungültige Kombinationen und berechnet den Preis auf Grundlage der gewählten Optionen.
Welche Produkte eignen sich für einen Produktkonfigurator?
Produktkonfiguratoren eignen sich besonders für Produkte mit mehreren Varianten oder individuellen Ausstattungsmöglichkeiten, zum Beispiel:
- Möbel und Wohnaccessoires.
- Fahrräder und E-Bikes.
- Computer und technische Geräte.
- Kleidung und Textilien.
- Fahrzeuge und Fahrzeugzubehör.
- Verpackungen und Werbemittel.
- Küchen, Fenster und Türen.
- Maschinen und B2B-Produkte.
Können Kunden eine Live-Vorschau sehen?
Ja. Je nach System kann sich das Produktbild bei jeder Auswahl automatisch aktualisieren. Möglich sind einfache Bildwechsel, mehrschichtige 2D-Darstellungen, mehrere Perspektiven oder eine 3D-Ansicht.
Wird der Preis automatisch berechnet?
Ja. Ein Konfigurator kann Festpreise, Aufpreise, Rabatte, Mengenstaffeln und individuelle Preisformeln berücksichtigen. Der Gesamtpreis wird bei jeder Änderung aktualisiert, sodass Kunden direkt sehen, wie sich ihre Auswahl auf den Endpreis auswirkt.
Können ungültige Kombinationen verhindert werden?
Ja. Mit einer bedingten Logik lassen sich nicht kompatible Optionen automatisch ausblenden oder sperren. Wenn beispielsweise eine bestimmte Ausstattung nur mit einer bestimmten Größe verfügbar ist, kann der Konfigurator diese Abhängigkeit im Hintergrund berücksichtigen.
Kann der Produktkonfigurator mit WooCommerce verbunden werden?
Ja. WooCommerce-Produktkonfiguratoren können die Auswahl des Kunden an den Warenkorb und die Bestellung übergeben. Je nach Lösung lassen sich außerdem echte WooCommerce-Produkte, Varianten, Artikelnummern, Lagerbestände und Bundles verknüpfen.
Werden die gewählten Optionen in der Bestellung gespeichert?
In einer passenden WooCommerce-Integration werden die ausgewählten Optionen zusammen mit der Bestellung gespeichert. Dadurch können Shopbetreiber nachvollziehen, welche Konfiguration bestellt wurde, und die Angaben an Produktion, Lager oder Versand weitergeben.
Können einzelne Optionen einen Aufpreis haben?
Ja. Für Farben, Materialien, Größen, Funktionen oder Zubehör können individuelle Aufpreise hinterlegt werden. Alternativ kann der Preis aus mehreren Komponenten oder über eigene Berechnungsformeln ermittelt werden.
Ist eine Texteingabe oder ein Datei-Upload möglich?
Viele Konfiguratoren unterstützen zusätzliche Eingabefelder, etwa für:
- Namen oder Gravuren.
- Wunschtexte.
- Maße und Mengen.
- Bemerkungen zur Bestellung.
- Logos oder Druckdateien.
- Bilder und andere Uploads.
Welche Dateitypen und Dateigrößen erlaubt sind, hängt vom jeweiligen System ab.
Können Kunden ein konfiguriertes Produkt speichern?
Bei einigen Lösungen können Kunden ihre Konfiguration speichern und später weiterbearbeiten. Das ist besonders praktisch bei komplexen Produkten, wiederkehrenden Bestellungen oder Angeboten, die zunächst intern abgestimmt werden müssen.
Kann aus der Konfiguration ein Angebot erstellt werden?
Ja. Je nach Software kann der Kunde die Konfiguration als Anfrage übermitteln oder automatisch ein Angebot erhalten. Im B2B-Bereich können zusätzlich Stücklisten, Angebotsdokumente oder technische Daten erzeugt werden.
Können Lagerbestände berücksichtigt werden?
Das ist möglich, wenn der Konfigurator mit dem Shopsystem, Warenwirtschaftssystem oder einem ERP verbunden ist. Dadurch können nicht verfügbare Komponenten ausgeblendet oder Bestände einzelner Optionen berücksichtigt werden. Die konkrete Funktion hängt von der Integration ab.
Ist ein Produktkonfigurator für Mobilgeräte geeignet?
Ein moderner Konfigurator sollte für Smartphones und Tablets optimiert sein. Besonders wichtig sind große Auswahlflächen, kurze Schritte, schnelle Ladezeiten, eine gut sichtbare Preisangabe und eine einfache Bedienung ohne horizontales Scrollen.
Benötige ich Programmierkenntnisse?
Nein, viele Lösungen lassen sich über eine grafische Benutzeroberfläche einrichten. Für komplexe Preisformeln, individuelle Designs, ERP-Anbindungen oder spezielle Produktlogik können jedoch technische Anpassungen erforderlich sein.
Welche Vorteile bietet ein Produktkonfigurator?
Ein Produktkonfigurator kann:
- Kunden bei komplexen Kaufentscheidungen führen.
- Individuelle Produkte direkt online verkaufbar machen.
- Preise und Varianten automatisch berechnen.
- Fehlbestellungen durch Regelprüfungen reduzieren.
- Das Einkaufserlebnis interaktiver gestalten.
- Den Pflegeaufwand für zahlreiche Einzelvarianten verringern.
- Konfigurationen strukturiert an Shop, Produktion und Versand übergeben.
Was kostet ein Produktkonfigurator?
Die Kosten hängen vom Funktionsumfang ab. Einfache Lösungen für Varianten und Aufpreise sind meist günstiger als Systeme mit 3D-Vorschau, individuellen Preisformeln, Lagerbestandsprüfung, Datei-Upload, Angebotsfunktion oder ERP-Integration. Zusätzlich können Kosten für Einrichtung, Produktdatenpflege, Design und technische Anpassungen entstehen.
Ist ein Produktkonfigurator DSGVO-konform?
Ein Produktkonfigurator ist nicht automatisch DSGVO-konform. Werden personenbezogene Daten, Datei-Uploads, Cookies oder externe Dienste verarbeitet, müssen unter anderem Datenschutzinformationen, Auftragsverarbeitungsverträge und Einwilligungen geprüft werden. Besonders bei externen Cloud-Lösungen sollten Datenstandort und Verarbeitungspartner berücksichtigt werden.
Was sollte ich bei der Auswahl beachten?
Achte insbesondere auf:
- Integration mit WooCommerce oder deinem Shopsystem.
- Dynamische Preisberechnung.
- Bedingte Logik für gültige Produktkombinationen.
- Live-Vorschau oder 3D-Darstellung.
- Übergabe aller Optionen an Warenkorb und Bestellung.
- Unterstützung von Lagerbestand und Artikelnummern.
- Mobile Bedienbarkeit und Ladezeit.
- Schnittstellen zu ERP, CRM oder Produktion.
- Datenschutz, Support und laufende Kosten.






