Die besten E-Commerce Plattformen 2026 im Vergleich

Wer einen Online-Shop starten oder sein bestehendes Shopsystem wechseln möchte, steht schnell vor einer wichtigen Frage: Welche E-Commerce Plattform ist die richtige für mein Unternehmen?

Die Auswahl ist groß. Shopify, WooCommerce, Shopware, Wix, BigCommerce, PlentyONE und weitere E-Commerce Lösungen unterscheiden sich teilweise deutlich bei Bedienung, Kosten, Erweiterbarkeit und Skalierbarkeit.

Die beste E-Commerce Plattform gibt es deshalb nicht für jeden Shop. Ein kleiner Online-Shop mit 30 Produkten hat andere Anforderungen als ein B2B-Händler mit mehreren tausend Artikeln, eigenen Lagern und zahlreichen Vertriebskanälen.

In diesem Vergleich zeigen wir dir die besten E-Commerce Plattformen 2026, erklären ihre wichtigsten Vor- und Nachteile und zeigen dir, welches Shopsystem für welche Anforderungen geeignet ist.

Die besten E-Commerce Lösungen

Die besten E-Commerce Plattformen im Überblick

E-Commerce PlattformBesonders geeignet fürBedienungSkalierbarkeitKostenmodell
ShopifyEinsteiger, D2C, wachsende ShopsSehr einfachSehr hochMonatliches Abo
WooCommerceWordPress-Nutzer, individuelle ShopsMittelHochOpen Source + Zusatzkosten
ShopwareMittelstand, B2B, DACHMittelSehr hochJe nach Variante
Wix eCommerceKleine Shops und SelbstständigeSehr einfachMittelMonatliches Abo
BigCommerceWachsende Unternehmen und B2BMittelSehr hochMonatliches Abo
PlentyONEMultichannel-HändlerMittel bis anspruchsvollSehr hochAbo + nutzungsabhängig
GambioKleine und mittlere deutsche ShopsEinfach bis mittelMittelJe nach Tarif
Adobe CommerceGroße Unternehmen und komplexe ShopsAnspruchsvollSehr hochIndividuelles Angebot

Kurz gesagt: Shopify ist eine starke Allround-Lösung für viele Shop-Betreiber. WooCommerce bietet besonders viel Kontrolle und Flexibilität. Shopware ist interessant für größere und komplexere Shops im DACH-Raum. Für Multichannel-Händler mit vielen Marktplätzen und Prozessen ist PlentyONE interessant.

Welche Plattform für dich tatsächlich die beste ist, hängt aber von deinem Geschäftsmodell und deinen Anforderungen ab.

Was ist eine E-Commerce Plattform?

Eine E-Commerce Plattform ist eine Software, mit der du einen Online-Shop erstellen, Produkte verkaufen und die wichtigsten Abläufe deines E-Commerce-Geschäfts verwalten kannst.

Je nach System gehören dazu beispielsweise:

  • Produktverwaltung
  • Kategorien und Produktvarianten
  • Warenkorb und Checkout
  • Zahlungsabwicklung
  • Bestellverwaltung
  • Lagerverwaltung
  • Versand
  • Kundenverwaltung
  • Rabatte und Gutscheine
  • SEO-Funktionen
  • Marketing
  • Statistiken und Reporting
  • Anbindung an Marktplätze
  • Schnittstellen zu ERP-, CRM- und Warenwirtschaftssystemen

Manche E-Commerce Plattformen konzentrieren sich hauptsächlich auf den Online-Shop. Andere verbinden Shop, Warenwirtschaft, Lager, Marktplätze, POS und weitere Geschäftsprozesse in einer Lösung.

Was ist der Unterschied zwischen E-Commerce Plattform, Shopsystem und Shop-Baukasten?

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, sind aber nicht ganz identisch.

Ein Shopsystem bezeichnet meist die technische Software hinter einem Online-Shop. WooCommerce und Shopware sind beispielsweise Shopsysteme.

Eine E-Commerce Plattform geht häufig weiter und kann zusätzlich Zahlungsabwicklung, Marketing, Multichannel-Vertrieb, Analysen, APIs und weitere Geschäftsprozesse integrieren.

Ein Shop-Baukasten richtet sich dagegen häufig an Nutzer, die ohne technische Kenntnisse einen Online-Shop erstellen möchten. Wix ist beispielsweise stärker auf eine einfache visuelle Erstellung ausgerichtet.

Für dich als Shop-Betreiber ist allerdings weniger entscheidend, wie die Lösung bezeichnet wird. Wichtiger ist, welche Funktionen du tatsächlich benötigst.

Die 8 besten E-Commerce Plattformen 2026

1. Shopify – die beste E-Commerce Plattform für viele Shop-Betreiber

Shopify

Shopify gehört zu den bekanntesten E-Commerce Plattformen weltweit und ist besonders für Unternehmen interessant, die ihren Online-Shop schnell starten und möglichst wenig technische Wartung übernehmen möchten.

Shopify ist eine vollständig gehostete SaaS-Plattform. Hosting, technische Infrastruktur und viele Sicherheitsaspekte werden vom Anbieter übernommen.

Das macht Shopify besonders interessant für Gründer, kleine Unternehmen und wachsende D2C-Marken.

Vorteile von Shopify

  • Sehr einfacher Einstieg
  • Kein eigenes Hosting erforderlich
  • Große Auswahl an Apps und Themes
  • Gute Omnichannel-Funktionen
  • Umfangreiche Marketing- und Analysefunktionen
  • Gute Skalierbarkeit
  • Viele Schnittstellen und Integrationen
  • KI-Funktionen für verschiedene Aufgaben
  • Shopify Plus für größere Unternehmen

Shopify bietet mehrere Tarife. Die offiziellen Preise liegen aktuell bei jährlicher Abrechnung beispielsweise bei 29 US-Dollar pro Monat für Basic, 79 US-Dollar für Grow und 299 US-Dollar für Advanced. Bei monatlicher Zahlung liegen die Preise höher. Shopify Plus startet aktuell ab 2.300 US-Dollar pro Monat.

Nachteile von Shopify

  • Laufende monatliche Kosten
  • Viele zusätzliche Funktionen werden über Apps realisiert
  • App-Kosten können sich summieren
  • Weniger Kontrolle über die technische Infrastruktur als bei selbst gehosteten Lösungen
  • Bestimmte individuelle Anpassungen sind schwieriger als bei Open-Source-Systemen

Für wen eignet sich Shopify?

Shopify eignet sich besonders für:

  • Gründer und Einsteiger
  • kleine und mittlere Online-Shops
  • D2C-Marken
  • Unternehmen, die schnell starten möchten
  • Händler mit mehreren Vertriebskanälen
  • wachsende Shops

Unser Fazit: Wenn du möglichst schnell einen professionellen Online-Shop erstellen möchtest und technische Wartung vermeiden willst, gehört Shopify zu den interessantesten Lösungen.


2. WooCommerce – maximale Flexibilität für WordPress

WooCommerce

WooCommerce ist eine Open-Source-E-Commerce-Lösung für WordPress. Anders als Shopify ist WooCommerce kein komplett gehostetes Shopsystem, sondern wird als Erweiterung in eine WordPress-Website integriert.

Das bedeutet: Du hast wesentlich mehr Kontrolle über deine Website, bist aber auch stärker für Hosting, Updates, Sicherheit und technische Wartung verantwortlich.

Vorteile von WooCommerce

  • Open Source
  • Keine monatliche Plattformgebühr für WooCommerce selbst
  • Sehr flexibel
  • Riesige Auswahl an Erweiterungen
  • Nahtlose Verbindung mit WordPress
  • Sehr gute Möglichkeiten für Content-Marketing und SEO
  • Individuelle Anpassungen möglich
  • Daten und Hosting können selbst kontrolliert werden

Nachteile von WooCommerce

  • Hosting muss selbst organisiert werden
  • Updates und Sicherheit müssen berücksichtigt werden
  • Erweiterungen können zusätzliche Kosten verursachen
  • Bei komplexen Shops kann technisches Know-how erforderlich sein
  • Viele Plugins können Wartungs- und Performanceprobleme verursachen

WooCommerce selbst kann kostenlos eingesetzt werden. Die tatsächlichen Kosten eines WooCommerce-Shops entstehen unter anderem durch Hosting, Premium-Plugins, Themes, Zahlungsanbieter und gegebenenfalls Entwicklerleistungen.

Für wen eignet sich WooCommerce?

WooCommerce ist besonders interessant für:

  • WordPress-Nutzer
  • Unternehmen mit bestehender WordPress-Website
  • Content-lastige Shops
  • individuelle E-Commerce-Projekte
  • Unternehmen mit speziellen Anforderungen
  • Shop-Betreiber, die möglichst viel Kontrolle wünschen

Unser Fazit: WooCommerce ist eine hervorragende Wahl, wenn Flexibilität wichtiger ist als eine möglichst wartungsfreie Lösung.


3. Shopware – starke E-Commerce Plattform für komplexe Shops

Shopware

Shopware gehört zu den wichtigsten E-Commerce Plattformen im deutschsprachigen Raum und richtet sich insbesondere an Unternehmen mit komplexeren Anforderungen.

Ein großer Vorteil ist die flexible Architektur. Shopware kann je nach Anforderung selbst gehostet, als PaaS oder als SaaS betrieben werden. Die Plattform verfolgt außerdem einen API-first-Ansatz und bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Erweiterung.

Vorteile von Shopware

  • Stark im DACH-Markt
  • Hohe Skalierbarkeit
  • Gute B2B-Funktionen
  • Flexible Architektur
  • API-first-Ansatz
  • Große Auswahl an Erweiterungen
  • Geeignet für mehrere Verkaufskanäle
  • Gute Möglichkeiten für individuelle Geschäftsprozesse

Nachteile von Shopware

  • Höhere technische Anforderungen als bei Shopify
  • Einrichtung kann komplexer sein
  • Für individuelle Projekte können Entwickler benötigt werden
  • Erweiterungen können zusätzliche Kosten verursachen
  • Für einen sehr kleinen Shop teilweise überdimensioniert

Für wen eignet sich Shopware?

Shopware ist interessant für:

  • mittelständische Unternehmen
  • größere Online-Shops
  • B2B-Händler
  • Unternehmen mit individuellen Anforderungen
  • Händler mit mehreren Verkaufskanälen
  • Unternehmen im DACH-Raum

Unser Fazit: Wenn dein Shop komplexer wird und du mehr Kontrolle über Architektur und Geschäftsprozesse brauchst, ist Shopware eine der stärksten E-Commerce Lösungen im deutschsprachigen Markt.


4. Wix eCommerce – einfacher Einstieg für kleine Online-Shops

Wix eCommerce

Wix kombiniert Website-Baukasten und E-Commerce-Funktionen. Der große Vorteil liegt in der einfachen Bedienung.

Mit dem visuellen Editor kannst du Seiten und Shop-Elemente ohne Programmierkenntnisse gestalten.

Vorteile von Wix

  • Sehr einfacher Einstieg
  • Visueller Website-Editor
  • Viele Designvorlagen
  • Hosting inklusive
  • Produkt- und Bestellverwaltung
  • Integrierte Marketingfunktionen
  • Für kleine Shops schnell eingerichtet

Nachteile von Wix

  • Weniger flexibel als WooCommerce
  • Für sehr komplexe Shops weniger geeignet
  • Bei starkem Wachstum können andere Plattformen geeigneter sein
  • Plattformwechsel kann aufwendiger werden

Für wen eignet sich Wix?

Wix eignet sich vor allem für:

  • kleine Online-Shops
  • Selbstständige
  • lokale Unternehmen
  • kreative Unternehmen
  • Shops mit überschaubarem Sortiment
  • Einsteiger ohne technische Kenntnisse

Unser Fazit: Wix ist eine gute Lösung, wenn du schnell und unkompliziert einen kleinen Online-Shop erstellen möchtest und keine komplexe E-Commerce-Infrastruktur benötigst.


5. BigCommerce – für wachsende und komplexe Online-Shops

BigCommerce

BigCommerce ist eine cloudbasierte E-Commerce Plattform, die sich vor allem an wachsende Unternehmen richtet.

Ein Vorteil ist, dass bereits viele Funktionen direkt in der Plattform enthalten sind. Dadurch kann der Bedarf an zusätzlichen Apps geringer ausfallen als bei manchen anderen Systemen.

BigCommerce unterstützt unter anderem umfangreiche Kataloge, mehrere Vertriebskanäle und B2B-Anforderungen.

Vorteile von BigCommerce

  • Gute Skalierbarkeit
  • Viele Funktionen bereits integriert
  • Geeignet für größere Produktkataloge
  • Starke B2B-Funktionen
  • Multichannel-Vertrieb
  • API-Schnittstellen
  • Cloudbasierte Infrastruktur

Nachteile von BigCommerce

  • Höhere Komplexität als bei einfachen Shop-Baukästen
  • Einarbeitung erforderlich
  • Für kleine Shops teilweise überdimensioniert
  • Preisstruktur sollte bei starkem Wachstum genau geprüft werden

Für wen eignet sich BigCommerce?

BigCommerce eignet sich insbesondere für:

  • wachsende Unternehmen
  • größere Produktkataloge
  • B2B-Shops
  • internationale Händler
  • Unternehmen mit mehreren Vertriebskanälen

Unser Fazit: BigCommerce ist interessant, wenn du eine leistungsfähige SaaS-Plattform suchst und bereits höhere Anforderungen an deinen Online-Shop hast.


6. PlentyONE – für Multichannel und E-Commerce-Management

PlentyONE

PlentyONE verfolgt einen etwas anderen Ansatz als klassische Shop-Plattformen. Die Lösung verbindet Online-Shop, Marktplätze, Warenwirtschaft, Produktdaten, Auftragsverwaltung, Lager und weitere E-Commerce-Prozesse.

Damit richtet sich PlentyONE besonders an Händler, die über mehrere Kanäle verkaufen.

Die aktuellen Tarife beginnen laut Anbieter bei 59 € pro Monat für Lite, 99 € für Lite+, 149 € für Expand und 229 € für Scale. Die Preise sind an Funktionen und Umsatzgrenzen beziehungsweise GMV-Limits gekoppelt.

Vorteile von PlentyONE

  • Multichannel-Vertrieb
  • Anbindung zahlreicher Marktplätze
  • Produktdatenverwaltung
  • Auftragsverwaltung
  • Lagerverwaltung
  • CRM-Funktionen
  • POS-Funktionen in höheren Tarifen
  • Automatisierung und Workflows
  • API-Integrationen

PlentyONE unterstützt laut Anbieter je nach Tarif zahlreiche Marktplätze und Shops. Die Plattform kombiniert dabei PIM, OMS, WMS und CRM und richtet sich damit deutlich stärker auf das gesamte E-Commerce-Geschäft als auf den reinen Online-Shop.

Nachteile von PlentyONE

  • Komplexer als einfache Shopsysteme
  • Einarbeitung erforderlich
  • Für sehr kleine Shops möglicherweise überdimensioniert
  • Kosten steigen mit den Anforderungen

Für wen eignet sich PlentyONE?

  • Multichannel-Händler
  • Händler auf Amazon, eBay und weiteren Marktplätzen
  • Unternehmen mit eigenem Lager
  • wachsende Online-Händler
  • B2C- und B2B-Unternehmen

Unser Fazit: Wenn dein E-Commerce-Geschäft aus mehr als einem einzelnen Webshop besteht, solltest du PlentyONE in den Vergleich aufnehmen.


7. Gambio – Shopsystem für kleine und mittlere Unternehmen

Gambio

Gambio ist ein deutsches Shopsystem, das sich insbesondere an kleine und mittlere Händler richtet.

Die Plattform bietet typische Funktionen für Produktverwaltung, Bestellungen, Zahlungsabwicklung, Versand und Marketing.

Vorteile von Gambio

  • Auf den deutschen Markt ausgerichtet
  • Geeignet für kleinere und mittlere Shops
  • Umfangreiche Shop-Funktionen
  • Keine klassische Abhängigkeit von einem internationalen SaaS-Anbieter
  • Für viele Standardanforderungen geeignet

Nachteile von Gambio

  • Kleineres Ökosystem als Shopify oder WooCommerce
  • Für sehr komplexe internationale Projekte weniger geeignet
  • Weniger verbreitet als die großen internationalen Plattformen

Für wen eignet sich Gambio?

Gambio ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen interessant, die ein klassisches Shopsystem für den deutschen Markt suchen.


8. Adobe Commerce – für große und komplexe E-Commerce-Projekte

Adobe Commerce

Adobe Commerce, früher als Magento Commerce bekannt, richtet sich an Unternehmen mit hohen Anforderungen an Individualisierung, Skalierbarkeit und Integration.

Die Plattform ist wesentlich komplexer als Shopify oder Wix und wird häufig mit spezialisierten Entwicklerteams und Implementierungspartnern eingesetzt.

Vorteile von Adobe Commerce

  • Sehr hohe Individualisierbarkeit
  • Für große Produktkataloge geeignet
  • Umfangreiche B2B-Funktionen
  • Omnichannel-Funktionen
  • Umfangreiche API-Möglichkeiten
  • Integration in das Adobe-Ökosystem
  • Für komplexe Geschäftsprozesse geeignet

Nachteile von Adobe Commerce

  • Hoher Entwicklungsaufwand
  • Hohe Betriebskosten
  • Technisches Know-how erforderlich
  • Für kleine Shops meist überdimensioniert
  • Implementierung kann umfangreich sein

Für wen eignet sich Adobe Commerce?

Vor allem für:

  • große Unternehmen
  • internationale Händler
  • komplexe B2B-Shops
  • Unternehmen mit eigenen Entwicklerteams
  • Unternehmen mit sehr individuellen E-Commerce-Prozessen

Unser Fazit: Adobe Commerce ist keine typische Einsteigerlösung. Für große Unternehmen mit komplexen Anforderungen kann die Plattform jedoch sehr leistungsfähig sein.

E-Commerce Plattformen im direkten Vergleich

Die folgende Übersicht hilft dir dabei, die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick zu erkennen:

PlattformEinfachheitFlexibilitätSkalierbarkeitB2BMultichannelFür Einsteiger
Shopify⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Ja
WooCommerce⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Mit Einarbeitung
Shopware⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Eher nein
Wix⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Ja
BigCommerce⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Bedingt
PlentyONE⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Bedingt
Gambio⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Ja
Adobe Commerce⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐Nein

Die Sterne sind eine praktische Orientierung und keine unabhängige Leistungsbewertung. Entscheidend sind immer deine konkreten Anforderungen.

Welche E-Commerce Plattform passt zu welchem Shop?

Die Frage „Welche E-Commerce Plattform ist die beste?“ lässt sich nicht pauschal beantworten.

Für Einsteiger

Wenn du deinen ersten Online-Shop aufbauen möchtest und möglichst wenig technische Arbeit übernehmen willst, sind Shopify oder Wix interessante Optionen.

Shopify bietet deutlich mehr Möglichkeiten für Wachstum und komplexere E-Commerce-Prozesse.

Für WordPress-Nutzer

Wenn deine Website bereits auf WordPress läuft, ist WooCommerce häufig die naheliegende Lösung.

Du kannst deinen bestehenden Content, Blog und Shop miteinander verbinden und hast sehr viel Kontrolle über die Website.

Für wachsende Unternehmen

Für größere und wachsende Shops kommen insbesondere Shopify, Shopware und BigCommerce infrage.

Welche Plattform am besten passt, hängt unter anderem von Produktanzahl, Internationalisierung, B2B-Funktionen, ERP-Anbindung und individuellen Prozessen ab.

Für B2B

Bei komplexen B2B-Anforderungen solltest du insbesondere Shopware, BigCommerce, PlentyONE und Adobe Commerce prüfen.

Wichtige Funktionen sind beispielsweise:

  • individuelle Kundenpreise
  • Kundengruppen
  • Mengenstaffeln
  • individuelle Kataloge
  • Bestellfreigaben
  • Kauf auf Rechnung
  • ERP-Anbindung
  • Rollen und Berechtigungen

Für Multichannel-Händler

Wenn du neben deinem eigenen Online-Shop auch über Amazon, eBay oder weitere Marktplätze verkaufst, werden zentrale Produkt-, Bestands- und Auftragsdaten besonders wichtig.

Hier sind PlentyONE, Shopify, Shopware und BigCommerce interessante Lösungen.

Welche Funktionen sollte eine E-Commerce Plattform bieten?

Eine gute E-Commerce Plattform sollte nicht nur Produkte anzeigen und Bestellungen entgegennehmen. Sie sollte möglichst viele Prozesse deines Online-Handels unterstützen.

1. Produktverwaltung

Du solltest Produkte einfach anlegen, bearbeiten und kategorisieren können.

Wichtige Funktionen sind:

  • Produktvarianten
  • Kategorien
  • Attribute
  • Produktbilder
  • digitale Produkte
  • Staffelpreise
  • Produktbundles
  • Lagerbestand
  • mehrere Verkaufspreise

Bei größeren Shops wird zusätzlich ein leistungsfähiges PIM-System (Product Information Management) interessant.

2. Bestell- und Lagerverwaltung

Alle Bestellungen sollten zentral verwaltet werden können.

Idealerweise kannst du:

  • Bestellungen bearbeiten
  • Zahlungen kontrollieren
  • Versandstatus verfolgen
  • Retouren verwalten
  • Lagerbestände überwachen
  • automatische Bestandsänderungen durchführen
  • mehrere Lager anbinden

Wenn du über mehrere Kanäle verkaufst, sollte der Lagerbestand möglichst automatisch synchronisiert werden.

3. Zahlungsanbieter

Ein Online-Shop benötigt sichere und kundenfreundliche Zahlungsmöglichkeiten.

Typische Zahlungsanbieter sind:

  • PayPal
  • Stripe
  • Klarna
  • Kreditkarte
  • Apple Pay
  • Google Pay
  • Kauf auf Rechnung

Welche Zahlungsmethoden du benötigst, hängt von deiner Zielgruppe und deinen Verkaufsländern ab.

4. Checkout

Der Checkout hat einen direkten Einfluss auf deine Conversion-Rate.

Achte deshalb auf:

  • wenige unnötige Schritte
  • mobile Optimierung
  • Gastbestellungen
  • transparente Versandkosten
  • mehrere Zahlungsmöglichkeiten
  • klare Darstellung des Gesamtpreises
  • vertrauenswürdige Sicherheitsinformationen

Ein komplizierter Checkout kann dazu führen, dass Kunden ihren Kauf abbrechen.

5. SEO-Funktionen

Eine gute E-Commerce Plattform sollte dir ausreichend Kontrolle über die Suchmaschinenoptimierung geben.

Wichtig sind unter anderem:

  • individuelle Meta-Titel
  • Meta-Beschreibungen
  • SEO-freundliche URLs
  • Canonical Tags
  • XML-Sitemaps
  • Weiterleitungen
  • strukturierte Daten
  • Bild-Alt-Texte
  • schnelle Ladezeiten
  • mobile Optimierung
  • Indexierungssteuerung

Gerade bei großen Shops ist die technische SEO besonders wichtig. Tausende Produkt- und Filterseiten können sonst schnell zu Problemen mit Crawling und Indexierung führen.

6. Marketing und Conversion

Moderne E-Commerce Plattformen bieten zahlreiche Marketingfunktionen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Gutscheine
  • Rabattaktionen
  • Cross-Selling
  • Upselling
  • Produktbewertungen
  • Newsletter
  • Warenkorbabbrecher
  • personalisierte Empfehlungen
  • Affiliate-Integrationen
  • Social Commerce

Je mehr Marketingfunktionen direkt integriert sind, desto weniger zusätzliche Systeme benötigst du möglicherweise.

7. Analytics und Reporting

Du solltest jederzeit nachvollziehen können, wie sich dein Shop entwickelt.

Wichtige Kennzahlen sind:

  • Umsatz
  • Bestellwert
  • Conversion-Rate
  • Anzahl der Bestellungen
  • Wiederkaufsrate
  • Retourenquote
  • Customer Acquisition Cost
  • Customer Lifetime Value
  • Umsatz pro Kunde
  • Traffic
  • Warenkorbabbrüche

Die Verbindung mit Analyse- und Marketingplattformen wie Google Analytics oder anderen BI-Lösungen kann zusätzliche Erkenntnisse liefern.

E-Commerce Plattform und Zahlungsabwicklung

Die Zahlungsabwicklung ist einer der wichtigsten Bestandteile deines Online-Shops.

Dabei solltest du nicht nur auf die Anzahl der Zahlungsarten achten. Auch Gebühren, Sicherheit, Auszahlungszeiten und internationale Zahlungsmöglichkeiten spielen eine Rolle.

Bei internationalen Shops werden zusätzlich unterschiedliche Währungen, lokale Zahlungsmethoden und steuerliche Anforderungen relevant.

Prüfe deshalb vor der Entscheidung:

  • Welche Zahlungsanbieter werden unterstützt?
  • Welche Transaktionsgebühren fallen an?
  • Welche Zahlungsmethoden stehen zur Verfügung?
  • Werden internationale Zahlungen unterstützt?
  • Wie werden Rückerstattungen verarbeitet?
  • Wie wird die Zahlungssicherheit umgesetzt?

E-Commerce Plattform und Versand

Auch die Versandfunktionen solltest du frühzeitig prüfen.

Ein einfacher Shop mit wenigen Produkten benötigt möglicherweise nur eine DHL- oder DPD-Anbindung. Ein größerer Händler benötigt dagegen eventuell:

  • mehrere Versanddienstleister
  • automatische Versandlabels
  • mehrere Lager
  • Versandregeln
  • Sendungsverfolgung
  • Retourenmanagement
  • Fulfillment-Anbindung
  • internationale Versandoptionen

Je komplexer dein Versandmodell ist, desto wichtiger werden Schnittstellen und Automatisierung.

Marktplätze und Multichannel-Vertrieb

Viele Händler verkaufen heute nicht mehr ausschließlich über den eigenen Online-Shop.

Typische zusätzliche Vertriebskanäle sind:

  • Amazon
  • eBay
  • Kaufland
  • Google Shopping
  • Instagram
  • Facebook
  • TikTok
  • stationärer Handel

Die Herausforderung besteht darin, Produktdaten, Preise, Lagerbestände und Bestellungen zentral zu verwalten.

Eine gute E-Commerce Plattform kann dabei helfen, die verschiedenen Verkaufskanäle miteinander zu verbinden.

E-Commerce Plattformen für B2B

Ein B2B-Shop stellt andere Anforderungen als ein klassischer B2C-Shop.

B2B-Händler benötigen beispielsweise:

  • individuelle Preise
  • Kundengruppen
  • Mengenstaffeln
  • Mindestbestellmengen
  • individuelle Zahlungsbedingungen
  • Freigabeprozesse
  • Angebotsfunktionen
  • Benutzerrollen
  • ERP-Anbindung

Bei komplexen B2B-Prozessen solltest du deshalb nicht einfach die günstigste Shop-Plattform auswählen. Entscheidend ist, ob das System deine Geschäftsprozesse tatsächlich abbilden kann.

E-Commerce Plattformen für internationale Shops

Wenn du international verkaufen möchtest, sollte dein Shopsystem mehrere Länder und Märkte unterstützen.

Wichtige Funktionen sind:

  • mehrere Sprachen
  • mehrere Währungen
  • unterschiedliche Steuersätze
  • lokale Zahlungsmethoden
  • internationale Versandoptionen
  • unterschiedliche Preise je Markt
  • länderspezifische Produktinformationen
  • separate Domains oder Subdomains

Bei größeren internationalen Shops können außerdem mehrere Storefronts sinnvoll sein.

E-Commerce Plattformen und KI

Künstliche Intelligenz spielt auch bei E-Commerce Plattformen eine zunehmend größere Rolle.

KI kann beispielsweise bei folgenden Aufgaben helfen:

  • Produktbeschreibungen erstellen
  • Produktdaten optimieren
  • Kundenanfragen beantworten
  • Produktempfehlungen erzeugen
  • Marketingtexte erstellen
  • Bilder bearbeiten
  • Suchfunktionen verbessern
  • Verkaufsdaten analysieren
  • Prozesse automatisieren

KI sollte dabei aber kein Grund sein, eine bestimmte Plattform auszuwählen. Entscheidend ist, ob die KI-Funktionen tatsächlich einen messbaren Mehrwert für deinen Shop bieten.

Was kostet eine E-Commerce Plattform?

Die Kosten unterscheiden sich erheblich zwischen den verschiedenen Lösungen.

Du solltest deshalb nicht nur den monatlichen Plattformpreis betrachten.

Zu den möglichen Kosten gehören:

  • monatliche Plattformgebühr
  • Hosting
  • Domain
  • Premium-Theme
  • Plugins und Apps
  • Zahlungsgebühren
  • Transaktionsgebühren
  • Entwicklerkosten
  • Wartung
  • SEO
  • Marketing
  • Schnittstellen
  • ERP- oder Warenwirtschaftssystem
  • Support

Beispiel: SaaS-Plattform

Bei Shopify bezahlst du eine monatliche Plattformgebühr. Hosting und die technische Infrastruktur sind bereits Bestandteil der Lösung. Zusätzliche Kosten können beispielsweise durch Apps oder Zahlungsabwicklung entstehen. Die aktuellen offiziellen Tarifpreise beginnen bei 29 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Abrechnung.

Beispiel: Open-Source-Plattform

Bei WooCommerce gibt es keine klassische monatliche Plattformgebühr. Dafür musst du unter anderem Hosting, Erweiterungen, Sicherheit und Wartung einkalkulieren.

Beispiel: Multichannel-Plattform

Bei PlentyONE hängt der Preis unter anderem vom gewählten Tarif und vom monatlichen GMV ab. Der Anbieter nennt aktuell Einstiegspreise ab 59 € pro Monat.

Wichtig: Der günstigste Tarif ist nicht automatisch die günstigste E-Commerce Lösung. Entscheidend sind die Gesamtkosten über mehrere Jahre.

SaaS oder Open Source – was ist besser?

Eine grundlegende Entscheidung ist die Frage, ob du eine gehostete SaaS-Plattform oder eine Open-Source-Lösung einsetzen möchtest.

SaaS

Bei einer SaaS-Lösung übernimmt der Anbieter einen großen Teil der technischen Infrastruktur.

Vorteile:

  • einfacher Start
  • Hosting inklusive
  • automatische Updates
  • weniger Wartungsaufwand
  • planbare Grundkosten

Nachteile:

  • laufende Gebühren
  • weniger Kontrolle über die Infrastruktur
  • teilweise Abhängigkeit vom Anbieter
  • individuelle Anpassungen können eingeschränkt sein

Shopify ist ein typisches Beispiel für dieses Modell.

Open Source

Bei Open-Source-Lösungen hast du deutlich mehr Kontrolle.

Vorteile:

  • hohe Flexibilität
  • individuelle Anpassungen
  • größere Kontrolle über Daten und Infrastruktur
  • zahlreiche Erweiterungen

Nachteile:

  • mehr technischer Aufwand
  • Hosting erforderlich
  • Updates und Sicherheit müssen berücksichtigt werden
  • Entwickler können notwendig sein

WooCommerce und bestimmte Shopware-Varianten sind Beispiele für diesen Ansatz.

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Bevor du dich für eine E-Commerce Plattform entscheidest, solltest du deine Anforderungen definieren.

1. Wie groß ist dein Sortiment?

Ein Shop mit 20 Produkten benötigt andere Funktionen als ein Händler mit 20.000 Varianten.

2. Wie viele Bestellungen erwartest du?

Prüfe, ob die Plattform auch bei starkem Wachstum zuverlässig funktioniert.

3. Verkaufst du B2C oder B2B?

B2B benötigt häufig komplexere Preis-, Kunden- und Bestellfunktionen.

4. Verkaufst du auf Marktplätzen?

Wenn Amazon, eBay oder weitere Marktplätze wichtig sind, solltest du die vorhandenen Schnittstellen genau prüfen.

5. Wie wichtig ist SEO?

Wenn du viele Kunden über Google gewinnen möchtest, sollte die Plattform gute technische SEO-Möglichkeiten bieten.

6. Wie viel Technik kannst du selbst übernehmen?

Wenn du keine technischen Kenntnisse hast, kann eine SaaS-Lösung sinnvoller sein.

Wenn du Entwickler im Unternehmen hast oder mit einer Agentur arbeitest, kannst du von einer flexibleren Open-Source-Lösung profitieren.

7. Wie soll dein Shop in fünf Jahren aussehen?

Die Plattform sollte nicht nur zu deinem aktuellen Shop passen. Denke auch an:

  • mehr Produkte
  • mehr Kunden
  • mehr Umsatz
  • weitere Länder
  • zusätzliche Verkaufskanäle
  • B2B
  • mehrere Lager
  • neue Marken
  • Automatisierung

Ein späterer Plattformwechsel kann aufwendig und teuer werden.

Welche E-Commerce Plattform ist die beste?

Die beste E-Commerce Plattform hängt von deinem Geschäftsmodell ab.

Shopify ist eine starke Allround-Lösung für viele kleine und mittlere Shops und punktet vor allem mit einfacher Bedienung und geringer technischer Wartung.

WooCommerce ist besonders interessant, wenn du bereits WordPress verwendest oder maximale Flexibilität möchtest.

Shopware eignet sich für Unternehmen mit komplexeren Anforderungen und ist insbesondere im DACH-Raum eine wichtige Lösung.

Wix ist interessant, wenn du einen kleinen Shop möglichst einfach selbst erstellen möchtest.

BigCommerce eignet sich für wachsende Unternehmen und Shops mit umfangreicheren B2B- oder Multichannel-Anforderungen.

PlentyONE ist besonders interessant für Händler, die ihren Shop mit Marktplätzen, Lager, Auftragsverwaltung und weiteren E-Commerce-Prozessen verbinden möchten.

Gambio richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Händler, die ein klassisches Shopsystem für den deutschen Markt suchen.

Adobe Commerce ist vor allem für große Unternehmen mit komplexen und individuellen E-Commerce-Prozessen geeignet.

Unser Fazit

Die Wahl einer E-Commerce Plattform sollte nicht allein nach Preis oder Bekanntheit erfolgen.

Überlege zuerst, was dein Online-Shop heute benötigt und wohin sich dein Unternehmen entwickeln soll.

Für einen kleinen Shop kann eine einfache Lösung wie Wix oder Shopify völlig ausreichen. Wer bereits WordPress nutzt und maximale Flexibilität möchte, findet mit WooCommerce eine leistungsfähige Alternative.

Bei komplexeren B2B-, Multichannel- oder Enterprise-Anforderungen kommen Shopware, BigCommerce, PlentyONE oder Adobe Commerce infrage.

Am wichtigsten ist deshalb nicht die Frage „Welche E-Commerce Plattform ist allgemein die beste?“, sondern:

„Welche E-Commerce Plattform passt am besten zu meinem Geschäftsmodell, meinem Budget und meinen zukünftigen Anforderungen?“

Wenn du diese Frage beantwortest, wird die Auswahl deutlich einfacher.