Ob YouTube-Videos, Livestreams, Tutorials, Podcasts oder Online-Kurse: Eine gute Webcam kann die Qualität deiner Videos deutlich verbessern.
In diesem Vergleich zeigen wir dir 11 empfehlenswerte Webcams für YouTube und Streaming und erklären, worauf du bei Bildqualität, Autofokus, Low-Light, Framerate, Mikrofon und Software achten solltest.

Die besten Webcams für YouTube im Überblick
| Webcam | Auflösung | Besonderheit | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| Insta360 Link 2 Pro | 4K/30 | KI-Tracking + PTZ-Gimbal | Creator, Präsentationen |
| OBSBOT Tiny 3 | 4K/30 | PTZ + KI-Tracking | Streaming, bewegte Aufnahmen |
| Razer Kiyo V2 | 4K/30 | KI-Framing + HDR | Creator & Streaming |
| Logitech MX Brio | 4K/30 | starke Bildqualität | Talking Head, Tutorials |
| Insta360 Link 2C Pro | 4K/30 | KI-Autoframing | Creator & Home-Studio |
| Razer Kiyo Pro Ultra | 4K/30 | großer Sensor + Bokeh | maximale Bildqualität |
| Elgato Facecam MK.2 | 1080p/60 | Creator-Software | Streaming |
| OBSBOT Tiny 3 Lite | 4K | günstiger PTZ-Einstieg | Preis-Leistung |
| Insta360 Link 2 | 4K/30 | KI-Tracking | YouTube & Streaming |
| Anker PowerConf C200 | 2K | sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Einsteiger |
| Logitech Brio 4K | 4K/30 | bewährter Klassiker | Allround-Einsatz |
Schnelle Empfehlung:
- Beste Allround-Webcam: Insta360 Link 2 Pro
- Für bewegte Creator: OBSBOT Tiny 3
- Preis-Leistung: Anker PowerConf C200
- Für Streaming: Elgato Facecam MK.2
- Für schwierige Lichtverhältnisse: Razer Kiyo Pro Ultra
- Für maximale 4K-Details: Logitech MX Brio
Preise ändern sich regelmäßig. Bei der Auswahl solltest du deshalb nicht nur den aktuellen Verkaufspreis, sondern auch Ausstattung, Software und Einsatzzweck berücksichtigen.
1. Insta360 Link 2 Pro
Die Insta360 Link 2 Pro gehört zu den interessantesten Webcams für Creator, die sich während ihrer Videos bewegen. Sie kombiniert einen 1/1,3-Zoll-Sensor mit 4K-Aufzeichnung und einem motorisierten Gimbal.
Das Besondere ist das KI-gestützte Tracking: Die Kamera kann einer Person folgen und sie automatisch im Bild halten. Zusätzlich unterstützt sie Funktionen wie Gestensteuerung, virtuelle Hintergründe und verschiedene Tracking-Modi.
Highlights:
- 4K mit bis zu 30 fps
- 1080p mit bis zu 60 fps
- 1/1,3-Zoll-Sensor
- motorisiertes PTZ-Gimbal
- KI-Personentracking
- HDR
- automatische Bildanpassung
- USB-C
- umfangreiche Software
Ideal für: YouTube-Creator, Präsentationen, Tutorials, Streaming und Personen, die nicht dauerhaft still vor der Kamera sitzen.
Nachteil: Wenn du ausschließlich statische Talking-Head-Videos aufnimmst, brauchst du den Gimbal möglicherweise nicht.
Fazit: Eine der vielseitigsten Webcams für moderne Creator-Setups.
2. OBSBOT Tiny 3
Die OBSBOT Tiny 3 richtet sich an Nutzer, die eine hochwertige PTZ-Webcam mit automatischem Tracking suchen.
Sie bietet 4K-Aufnahmen und kann Personen mithilfe ihres motorisierten Kamerakopfes verfolgen. Dadurch eignet sie sich besonders für Creator, die beispielsweise während eines Tutorials aufstehen, sich bewegen oder vor einem Whiteboard arbeiten.
Auch bei Livestreams kann das automatische Framing praktisch sein.
Highlights:
- 4K-Video
- motorisiertes Schwenken und Neigen
- KI-Tracking
- hohe Bildqualität
- Sprach- und Gestensteuerung
- integrierte Mikrofone
- für Streaming und Videoproduktion geeignet
Ideal für: bewegte YouTube-Videos, Tutorials, Livestreams und Präsentationen.
Nachteil: Für einen klassischen Schreibtisch-Setup ist eine einfache 4K-Webcam oft günstiger.
Fazit: Eine starke Wahl, wenn automatische Kamerabewegungen und Tracking wichtig sind.
3. Razer Kiyo V2
Die Razer Kiyo V2 ist eine neuere Creator-Webcam mit 4K bei 30 fps, HDR und KI-gestützten Funktionen. Razer positioniert sie ausdrücklich für Streaming und Content Creation.
Zu den Funktionen gehören unter anderem KI-Autoframing, automatische Lichtkorrektur und verschiedene Software-Features über Camo Studio. Die Kamera verfügt außerdem über eine integrierte Objektivabdeckung und kann unkomprimiertes Video übertragen.
Highlights:
- 4K bei 30 fps
- KI-Autoframing
- KI-gestützte Lichtkorrektur
- HDR
- manuelle Kameraeinstellungen
- Camo-Studio-Unterstützung
- integrierte Objektivabdeckung
Ideal für: YouTube, Twitch, Streaming und Creator mit einem klassischen Schreibtisch-Setup.
Nachteil: Die Kamera ist weniger interessant, wenn du überhaupt keine KI- oder Softwarefunktionen benötigst.
Fazit: Eine moderne Alternative für Creator, die 4K und automatische Bildoptimierung kombinieren möchten.
4. Logitech MX Brio
Die Logitech MX Brio ist eine klassische 4K-Webcam für hochwertige Aufnahmen am Schreibtisch. Sie bietet 4K bei 30 fps sowie 1080p bei bis zu 60 fps.
Der große Vorteil liegt weniger in spektakulären Kamerabewegungen als in der Bildqualität und den Einstellmöglichkeiten. Sie eignet sich deshalb besonders für Talking-Head-Videos, Tutorials, Online-Kurse und Livestreams.
Highlights:
- 4K/30 fps
- 1080p/60 fps
- Autofokus
- HDR
- verschiedene Sichtfelder
- integrierte Mikrofone
- USB-C
- Show Mode
Ideal für: Creator, die eine hochwertige statische Webcam suchen.
Nachteil: Kein motorisiertes Tracking wie bei Insta360 Link oder OBSBOT Tiny.
Fazit: Eine sehr gute Wahl, wenn dir die Bildqualität wichtiger ist als KI-Gimmicks.
5. Insta360 Link 2C Pro
Die Link 2C Pro gehört ebenfalls zur aktuellen Link-Familie. Im Vergleich zur Link 2 Pro liegt der Fokus stärker auf automatischem Framing statt auf einem vollständig motorisierten Gimbal.
Sie bietet einen 1/1,3-Zoll-Sensor und 4K-Aufnahmen. Damit eignet sie sich für Creator, die eine moderne 4K-Webcam mit KI-Unterstützung möchten, aber nicht zwingend einen beweglichen Kamerakopf benötigen.
Highlights:
- 4K/30 fps
- 1080p/60 fps
- KI-Autoframing
- HDR
- großer Sensor
- automatische Bildoptimierung
Ideal für: YouTube, Videocalls, Streaming und Home-Studios.
Fazit: Interessant für alle, die intelligente Bildkomposition ohne großes PTZ-System bevorzugen.
6. Razer Kiyo Pro Ultra
Die Razer Kiyo Pro Ultra ist besonders interessant, wenn du eine möglichst hochwertige Bildqualität aus einer klassischen Webcam herausholen möchtest.
Razer setzt auf einen großen 1/1,2-Zoll Sony STARVIS 2 Sensor und eine lichtstarke f/1.7-Blende. Dadurch kann die Kamera auch bei schwierigen Lichtverhältnissen viele Details aufnehmen. Zusätzlich unterstützt sie 4K bei 30 fps und 1080p bei 60 fps.
Ein weiterer Vorteil ist der natürliche Bokeh-Effekt des Objektivs. Der Hintergrund kann dadurch bereits optisch und nicht ausschließlich per Software unscharf erscheinen.
Highlights:
- 4K/30 fps
- 1080p/60 fps
- großer 1/1,2-Zoll-Sensor
- Sony STARVIS 2
- f/1.7-Blende
- HDR
- Autofokus
- natürlicher Bokeh-Effekt
- manuelle Kameraeinstellungen
Ideal für: professionelle YouTube-Videos, Streaming und Creator mit hohen Ansprüchen an die Bildqualität.
Nachteil: Für einfache Videocalls ist sie deutlich überdimensioniert.
Fazit: Eine der interessantesten Optionen, wenn Bildqualität und Low-Light wichtiger sind als Tracking.
7. Elgato Facecam MK.2
Die Elgato Facecam MK.2 ist besonders bei Streamern und Gaming-Creatorn beliebt. Sie setzt bewusst auf 1080p bei 60 fps statt auf 4K.
Das klingt auf dem Papier zunächst nach einem Nachteil. Für Streaming ist 1080p60 jedoch häufig völlig ausreichend. Die höhere Bildrate sorgt bei schnellen Bewegungen für ein flüssiges Bild.
Die Kamera besitzt einen Sony STARVIS CMOS-Sensor, ein 84-Grad-Sichtfeld und eine feste Brennweite. Über Camera Hub lassen sich zahlreiche Bildeinstellungen vornehmen.
Highlights:
- 1080p/60 fps
- HDR
- Sony STARVIS Sensor
- 84° Sichtfeld
- USB-C
- 1/4-Zoll-Stativgewinde
- Camera Hub
- Stream-Deck-Unterstützung
Ideal für: Twitch, YouTube Gaming, Streaming und Creator mit kontrollierter Studio-Beleuchtung.
Nachteil: Keine 4K-Auflösung.
Fazit: Für Streaming kann die Facecam MK.2 trotz Full HD eine hervorragende Wahl sein.
8. OBSBOT Tiny 3 Lite
Die Tiny 3 Lite ist interessant, wenn du die Vorteile einer PTZ-Webcam möchtest, aber nicht das Budget für das größere Modell ausgeben willst.
Im Mittelpunkt stehen 4K-Aufnahmen und automatisches Tracking. Dadurch kannst du dich während deiner Videos bewegen, ohne ständig auf deine Position achten zu müssen.
Highlights:
- 4K-Auflösung
- KI-Tracking
- motorisierte Kamerabewegung
- automatische Bildkomposition
- USB-Anbindung
- kompakte Bauweise
Ideal für: YouTube-Creator, Home-Studios, Präsentationen und Streaming.
Nachteil: Je nach Angebot und Ausstattung musst du gegenüber der normalen Tiny 3 Abstriche machen.
Fazit: Ein interessanter Einstieg in die Welt der KI- und PTZ-Webcams.
9. Insta360 Link 2
Die Insta360 Link 2 ist eine weitere starke Option für Creator. Sie kombiniert 4K-Aufnahmen mit KI-Tracking und einer beweglichen Kamera.
Das automatische Tracking kann Personen erkennen und ihnen folgen. Die Kamera unterstützt außerdem verschiedene Modi für Präsentationen und Online-Inhalte.
Highlights:
- 4K/30 fps
- 1080p/60 fps
- KI-Tracking
- Gimbal
- HDR
- Gestensteuerung
- Software für Bildoptimierung
Ideal für: YouTube, Streaming, Tutorials und Online-Unterricht.
Fazit: Eine gute Alternative zur Pro-Version, wenn du nicht alle professionellen Zusatzfunktionen benötigst.
10. Anker PowerConf C200
Wer eine gute Webcam für möglichst wenig Geld sucht, sollte sich die Anker PowerConf C200 ansehen.
Sie bietet 2K-Auflösung, ein einstellbares Sichtfeld und integrierte Dual-Mikrofone mit Geräuschunterdrückung. Das Sichtfeld lässt sich auf 65°, 78° oder 95° einstellen.
Highlights:
- 2K-Auflösung
- 65°, 78° oder 95° Sichtfeld
- Autofokus
- Dual-Mikrofone
- Geräuschunterdrückung
- integrierte Sichtschutzabdeckung
Ideal für: Einsteiger, Tutorials, Videocalls und gelegentliche YouTube-Aufnahmen.
Nachteil: Keine 4K-Auflösung und kein motorisiertes Tracking.
Fazit: Eine der interessantesten günstigen Optionen für Creator, die nicht unbedingt 4K benötigen.
11. Logitech Brio 4K
Die Logitech Brio 4K ist ein bewährter Klassiker und bietet weiterhin solide technische Werte.
Sie nimmt 4K mit 30 fps und Full HD mit bis zu 60 fps auf. Dazu kommen Autofokus, HDR, RightLight 3, ein variables Sichtfeld und Windows-Hello-Unterstützung.
Highlights:
- 4K/30 fps
- 1080p/60 fps
- HDR
- Autofokus
- 65°, 78° und 90° Sichtfeld
- 5-facher Digitalzoom
- zwei Mikrofone
- Windows Hello
Ideal für: YouTube, Videokonferenzen, Home-Office und allgemeine Content-Produktion.
Nachteil: Neuere Modelle bieten teilweise bessere KI-Funktionen und modernere Sensoren.
Fazit: Eine solide 4K-Webcam, wenn du ein bewährtes Modell ohne motorisiertes Tracking suchst.
Welche Webcam ist die beste für YouTube?
Die beste Webcam hängt davon ab, welche Art von Videos du produzierst.
Für Talking-Head-Videos
Wenn du hauptsächlich vor dem Schreibtisch sitzt, sind eine gute Linse, ein großer Sensor und eine natürliche Farbdarstellung wichtiger als ein Gimbal.
Empfehlungen:
- Razer Kiyo Pro Ultra
- Logitech MX Brio
- Elgato Facecam MK.2
Für Tutorials und Präsentationen
Wenn du dich während der Aufnahme bewegst, kann automatisches Tracking einen deutlichen Vorteil bieten.
Empfehlungen:
- Insta360 Link 2 Pro
- OBSBOT Tiny 3
- Insta360 Link 2
Für Livestreams
Bei Streams sind 1080p60, niedrige Latenz, gute Software und eine zuverlässige Verbindung besonders wichtig.
Empfehlungen:
- Elgato Facecam MK.2
- Razer Kiyo V2
- Insta360 Link 2 Pro
Für wenig Licht
Bei schlechten Lichtverhältnissen sind Sensorgröße und Objektiv wichtiger als die reine Auflösung.
Empfehlungen:
- Razer Kiyo Pro Ultra
- Logitech MX Brio
- Insta360 Link 2 Pro
Für Einsteiger
Wenn du zunächst herausfinden möchtest, ob eine Webcam für deinen Content ausreicht, musst du nicht mehrere hundert Euro ausgeben.
Empfehlungen:
- Anker PowerConf C200
- OBSBOT Tiny 3 Lite
- Logitech Brio 4K
Was macht eine gute Webcam für YouTube aus?
Die Auflösung ist wichtig – aber längst nicht das einzige Kriterium.
Auflösung: 1080p oder 4K?
1080p reicht für viele YouTube-Videos vollkommen aus. Besonders beim Streaming wird Full HD häufig eingesetzt.
4K bietet dagegen mehr Details und ermöglicht zusätzliche Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung. Du kannst beispielsweise einen Ausschnitt aus dem Bild verwenden, ohne sofort auf eine sehr niedrige Auflösung zu fallen.
Wenn du allerdings nur ein klassisches Talking-Head-Video aufnimmst und anschließend in 1080p veröffentlichst, ist eine gute 1080p-Webcam mit hochwertigem Sensor unter Umständen sinnvoller als eine günstige 4K-Webcam.
30 oder 60 fps?
Für normale YouTube-Videos reichen 30 fps meistens aus.
60 fps sind besonders interessant bei:
- Gaming
- Sport
- schnellen Bewegungen
- Livestreams
- dynamischen Tutorials
Die Elgato Facecam MK.2 unterstützt beispielsweise 1080p60, während viele 4K-Webcams bei 4K auf 30 fps begrenzt sind.
Sensorgröße und Low-Light
Die Sensorgröße beeinflusst unter anderem, wie viel Licht die Kamera aufnehmen kann. Deshalb solltest du nicht ausschließlich auf die Megapixelzahl achten.
Gerade bei Webcams können ein größerer Sensor und eine lichtstarke Optik wichtiger sein als eine möglichst hohe Pixelzahl.
Die Razer Kiyo Pro Ultra setzt beispielsweise auf einen 1/1,2-Zoll-Sensor und eine f/1.7-Blende, während andere Modelle kleinere Sensoren verwenden.
Autofokus
Autofokus ist besonders wichtig, wenn du dich während der Aufnahme bewegst oder Gegenstände in die Kamera hältst.
Für einen statischen Talking-Head-Content kann auch ein guter Fixfokus funktionieren. Die Elgato Facecam MK.2 setzt beispielsweise bewusst auf einen festen Fokusbereich von 30 bis 120 cm.
KI-Tracking und Auto-Framing
KI-Funktionen können dein Setup deutlich komfortabler machen.
Je nach Modell kann die Kamera:
- dein Gesicht erkennen
- dich automatisch im Bild halten
- Bewegungen verfolgen
- den Bildausschnitt anpassen
- virtuelle Hintergründe erzeugen
- bestimmte Gesten erkennen
Ein motorisiertes PTZ-System geht dabei noch einen Schritt weiter: Die Kamera bewegt sich physisch und folgt dir.
Für statische Videos brauchst du diese Funktionen allerdings nicht zwingend.
Das Mikrofon der Webcam: Reicht das aus?
Viele Webcams besitzen integrierte Mikrofone. Für einfache Videocalls sind diese häufig ausreichend.
Für hochwertige YouTube-Videos solltest du den Ton allerdings nicht unterschätzen.
Ein separates Mikrofon bietet meistens:
- klarere Sprache
- weniger Raumhall
- bessere Sprachverständlichkeit
- mehr Kontrolle bei der Nachbearbeitung
Eine gute Webcam plus gutes Mikrofon ist deshalb meist sinnvoller als eine Webcam mit möglichst vielen integrierten Audiofunktionen.
Faustregel: Zuschauer verzeihen ein etwas weniger perfektes Bild eher als schlechten oder schwer verständlichen Ton.
Webcam oder Systemkamera für YouTube?
Eine Webcam ist nicht automatisch die beste Kamera für YouTube.
Wenn du hauptsächlich hochwertige, produzierte Videos aufnimmst, kann eine spiegellose Systemkamera mit geeignetem Objektiv deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
Webcam
Vorteile:
- USB anschließen und loslegen
- keine zusätzliche Capture-Hardware notwendig
- kompakt
- einfache Softwareintegration
- gut für Streaming
Nachteile:
- kleinere Sensoren
- weniger Objektivoptionen
- eingeschränkte Kontrolle über die Bildgestaltung
Systemkamera
Vorteile:
- größere Sensoren
- Wechselobjektive
- bessere Kontrolle über Tiefenschärfe
- professionelle Videoformate
- mehr Gestaltungsmöglichkeiten
Nachteile:
- höherer Preis
- mehr Zubehör
- höherer Einrichtungsaufwand
- häufig zusätzliche Hardware für den Webcam-Betrieb
Wenn du regelmäßig Livestreams oder Bildschirm-Tutorials produzierst, ist eine hochwertige Webcam oft die unkompliziertere Lösung. Für cinematische YouTube-Videos kann dagegen eine Systemkamera die bessere Wahl sein.
Worauf solltest du beim Kauf einer YouTube-Webcam achten?
1. Bildqualität
Achte nicht nur auf 4K oder Full HD. Sensor, Objektiv, Belichtung und Farbdarstellung sind mindestens genauso wichtig.
2. Framerate
30 fps reichen für viele Videos. Für Gaming, Streaming und dynamische Inhalte sind 60 fps interessanter.
3. Autofokus
Wenn du dich bewegst oder häufig Gegenstände vor die Kamera hältst, ist zuverlässiger Autofokus hilfreich.
4. Sichtfeld
Ein breites Sichtfeld kann für Gaming- und Streaming-Setups sinnvoll sein. Für klassische Talking-Head-Videos wirkt ein engerer Bildausschnitt oft natürlicher.
5. Software
Gute Software ermöglicht dir, beispielsweise Belichtung, Weißabgleich, Fokus, Sichtfeld oder Bildlook anzupassen.
6. Anschluss
USB-C ist heute eine praktische und verbreitete Lösung. Bei leistungsfähigen 4K-Webcams solltest du außerdem auf die benötigte USB-Version achten.
7. Stativgewinde
Ein 1/4-Zoll-Gewinde macht die Webcam flexibler. Du kannst sie dadurch nicht nur am Monitor, sondern auch auf einem Stativ oder Kamerastativ befestigen.
8. Beleuchtung
Eine teure Webcam kann unter schlechten Lichtbedingungen trotzdem schlecht aussehen.
Ein einfaches Key-Light oder ein gutes Fensterlicht kann deshalb einen größeren Unterschied machen als der Wechsel von einer guten zu einer sehr guten Webcam.
5 Tipps für bessere YouTube-Videos mit einer Webcam
1. Kamera auf Augenhöhe positionieren
Die Webcam sollte ungefähr auf Augenhöhe stehen. Dadurch wirkt dein Blick natürlicher.
2. Nicht direkt vor einer hellen Fensterfläche sitzen
Wenn hinter dir ein sehr helles Fenster ist, kann dein Gesicht schnell zu dunkel wirken.
3. Gesicht ausreichend beleuchten
Ein kleines Key-Light kann die Bildqualität enorm verbessern.
4. Hintergrund bewusst gestalten
Ein aufgeräumter Hintergrund wirkt professioneller. Gleichzeitig solltest du darauf achten, dass nicht zu viele störende Elemente im Bild sind.
5. Ton separat aufnehmen
Wenn dein Content hochwertig wirken soll, investiere neben der Kamera auch in ein gutes Mikrofon.
Fazit: Welche Webcam für YouTube?
Eine gute Webcam muss nicht zwingend 4K, KI-Tracking und einen motorisierten Gimbal besitzen. Entscheidend ist, welche Art von Content du produzierst.
Für bewegte YouTube-Videos und Präsentationen sind die Insta360 Link 2 Pro und OBSBOT Tiny 3 besonders interessant. Für klassische Talking-Head-Aufnahmen bieten die Logitech MX Brio und Razer Kiyo Pro Ultra eine starke Bildqualität.
Wer hauptsächlich streamt, findet mit der Elgato Facecam MK.2 eine auf 1080p60 ausgelegte Creator-Webcam. Und für Einsteiger ist die Anker PowerConf C200 eine interessante günstige Alternative.
Unsere Empfehlung: Investiere nicht ausschließlich in die Kamera. Eine gute Beleuchtung und ein hochwertiges Mikrofon können einen mindestens ebenso großen Einfluss auf die Qualität deiner YouTube-Videos haben.
FAQ: Webcams für YouTube
Welche Webcam ist die beste für YouTube?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Für bewegte Inhalte sind Modelle wie die Insta360 Link 2 Pro oder OBSBOT Tiny 3 interessant. Für statische Aufnahmen bieten die Logitech MX Brio oder Razer Kiyo Pro Ultra eine starke Bildqualität.
Reicht eine 1080p-Webcam für YouTube?
Ja. 1080p reicht für viele YouTube-Videos und Streams aus. 4K bietet zusätzliche Details und mehr Möglichkeiten beim nachträglichen Zuschneiden, ist aber nicht für jeden Content notwendig.
Sind 60 fps für YouTube wichtig?
Nicht unbedingt. 30 fps reichen für klassische Tutorials und Talking-Head-Videos. 60 fps sind vor allem bei Gaming, Sport, schnellen Bewegungen und Livestreams interessant.
Brauche ich eine 4K-Webcam?
Wenn du besonders detaillierte Aufnahmen möchtest oder dein Bild später stark zuschneiden willst, kann 4K sinnvoll sein. Für einfache YouTube-Videos ist eine gute 1080p-Webcam jedoch oft ausreichend.
Welche Webcam eignet sich für schlechtes Licht?
Achte auf einen möglichst großen Sensor und eine lichtstarke Optik. Die Razer Kiyo Pro Ultra ist beispielsweise speziell auf hohe Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen ausgelegt.
Ist eine Webcam besser als eine Systemkamera?
Für Streaming und unkomplizierte YouTube-Aufnahmen ist eine Webcam einfacher. Eine Systemkamera bietet dagegen mehr Kontrolle über Bildgestaltung, Objektive und Tiefenschärfe.
Brauche ich ein separates Mikrofon?
Für professionelle YouTube-Videos ist ein separates Mikrofon empfehlenswert. Die integrierten Mikrofone vieler Webcams reichen für einfache Aufnahmen, können ein gutes externes Mikrofon aber normalerweise nicht vollständig ersetzen.






