Unternehmenspräsentation erstellen: Aufbau, Beispiele und Tipps

Eine gute Unternehmenspräsentation soll nicht einfach möglichst viele Informationen über dein Unternehmen enthalten. Sie soll in kurzer Zeit vermitteln, wer du bist, was du anbietest, welchen konkreten Nutzen du schaffst und warum sich Kunden, Geschäftspartner oder Investoren für dich entscheiden sollten.

Ob beim Kundentermin, im Vertrieb, bei einer Ausschreibung, auf einer Messe oder als digitale Präsentation: Der Aufbau entscheidet maßgeblich darüber, ob deine Botschaft verstanden wird.

In diesem Artikel erfährst du, wie du eine professionelle Unternehmenspräsentation erstellst, welche Inhalte hineingehören, wie viele Folien sinnvoll sind und welche Tools dich dabei unterstützen können.

Unternehmenspräsentation erstellen

Was ist eine Unternehmenspräsentation?

Eine Unternehmenspräsentation stellt ein Unternehmen, seine Leistungen, Zielgruppen, Stärken und Ziele strukturiert vor. Sie kann sowohl intern als auch extern eingesetzt werden.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Vorstellung bei potenziellen Kunden
  • Verkaufsgespräche und Pitches
  • Präsentationen bei Geschäftspartnern
  • Investorengespräche
  • Unternehmens- und Produktvorstellungen
  • Messen und Veranstaltungen
  • Bewerbungen um Aufträge oder Ausschreibungen
  • Vorstellung neuer Strategien
  • Mitarbeiterveranstaltungen
  • Online-Präsentationen und Webinare

Wichtig ist: Eine Unternehmenspräsentation ist kein Unternehmenslexikon. Du musst nicht alles erzählen, was es über dein Unternehmen zu wissen gibt. Entscheidend sind die Informationen, die für dein jeweiliges Publikum relevant sind.

Warum ist eine gute Firmenpräsentation wichtig?

Eine professionelle Präsentation kann wesentlich dazu beitragen, wie dein Unternehmen wahrgenommen wird.

Sie schafft unter anderem:

  • Orientierung: Das Publikum versteht schnell, wer du bist und was du anbietest.
  • Vertrauen: Professionelle Inhalte und nachvollziehbare Fakten wirken glaubwürdiger.
  • Differenzierung: Dein Unternehmen kann seine Besonderheiten gegenüber Wettbewerbern herausstellen.
  • Verkaufsargumente: Du kannst den konkreten Nutzen deiner Leistungen zeigen.
  • Wiedererkennung: Ein einheitliches Design stärkt deine Marke.
  • Entscheidungsgrundlagen: Zahlen, Referenzen und Fallbeispiele helfen Kunden oder Investoren bei der Bewertung.

Eine Präsentation sollte deshalb immer eine klare Aufgabe erfüllen. Willst du einen Kunden gewinnen? Einen Investor überzeugen? Einen neuen Geschäftspartner vorstellen? Oder dein Unternehmen allgemein präsentieren?

Das Ziel bestimmt den Inhalt.


Wie ist eine Unternehmenspräsentation aufgebaut?

Ein bewährter Aufbau besteht aus etwa 8 bis 12 Folien. Je nach Zielgruppe und Anlass kann die Präsentation natürlich deutlich kürzer oder länger sein.

Eine mögliche Struktur sieht so aus:

  1. Titelfolie
  2. Problem oder Ausgangssituation
  3. Unternehmen
  4. Leistungen und Produkte
  5. Zielgruppe
  6. Alleinstellungsmerkmal
  7. Referenzen und Erfolge
  8. Team
  9. Zahlen und Fakten
  10. Ausblick
  11. Call-to-Action
  12. Kontaktdaten

Nicht jede Präsentation braucht alle Punkte. Für einen Kundentermin kann beispielsweise das Team weniger wichtig sein, während Leistungen, Nutzen, Referenzen und Preise stärker in den Vordergrund rücken.


1. Titelfolie: Der erste Eindruck

Die erste Folie sollte nicht mit Informationen überladen sein.

Sie benötigt meistens nur:

  • Unternehmensname
  • Logo
  • kurze Aussage oder Claim
  • gegebenenfalls Präsentationstitel
  • Datum oder Anlass

Statt:

„Unternehmenspräsentation der Müller GmbH“

kann eine aussagekräftige Überschrift besser funktionieren:

„Wir machen industrielle Prozesse effizienter.“

Darunter kannst du kurz erklären, wie dein Unternehmen dieses Versprechen erfüllt.

Tipp: Die Titelfolie sollte bereits vermitteln, worum es geht. Sie ist nicht bloß ein Platzhalter für das Logo.


2. Problem oder Ausgangssituation zeigen

Gerade bei einer Vertriebspräsentation solltest du nicht unbedingt mit deiner Unternehmensgeschichte beginnen.

Starte stattdessen mit dem Problem deiner Zielgruppe.

Beispielsweise:

„Viele mittelständische Unternehmen verlieren täglich mehrere Stunden durch manuelle Prozesse.“

Danach zeigst du, wie dein Unternehmen dieses Problem löst.

Dieser Aufbau ist häufig überzeugender als:

„Unser Unternehmen wurde 1998 gegründet und beschäftigt heute 85 Mitarbeiter.“

Die Unternehmensgeschichte kann später folgen.


3. Dein Unternehmen vorstellen

Jetzt kannst du erklären, wer hinter dem Angebot steht.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Gründungsjahr
  • Standort
  • Mitarbeiterzahl
  • Tätigkeitsbereiche
  • Kernkompetenzen
  • Unternehmensentwicklung
  • Mission oder Vision

Wichtig ist, die Informationen nicht einfach als langen Text auf die Folie zu setzen.

Besser:

Seit 2018

→ 35 Mitarbeiter
→ 4 Standorte
→ 1.200 Kunden
→ deutschlandweit tätig

Zahlen lassen sich häufig schneller erfassen als lange Absätze.


4. Produkte und Dienstleistungen

Das Herzstück vieler Unternehmenspräsentationen ist das eigene Angebot.

Stelle nicht nur dar, was du verkaufst, sondern vor allem, welchen Nutzen deine Lösung für den Kunden hat.

Schlecht:

„Wir bieten Softwareentwicklung, Webdesign und Suchmaschinenoptimierung.“

Besser:

„Wir entwickeln digitale Lösungen, mit denen Unternehmen Prozesse automatisieren und online mehr Kunden erreichen.“

Anschließend kannst du deine einzelnen Leistungen erklären.

Beispiel

SEO

Mehr relevante Besucher über Suchmaschinen.

Webentwicklung

Schnelle und benutzerfreundliche Websites für Unternehmen.

Automatisierung

Wiederkehrende Aufgaben digitalisieren und Arbeitszeit sparen.

So wird aus einer reinen Leistungsbeschreibung ein Nutzenversprechen.


5. Zielgruppe definieren

Eine professionelle Unternehmenspräsentation sollte zeigen, für wen dein Angebot gedacht ist.

Beispielsweise:

  • kleine und mittelständische Unternehmen
  • Industrieunternehmen
  • Online-Shops
  • Start-ups
  • öffentliche Einrichtungen
  • bestimmte Branchen oder Berufsgruppen

Je konkreter du deine Zielgruppe beschreibst, desto leichter kann sich dein Publikum wiedererkennen.

Statt:

„Wir arbeiten für Unternehmen aller Größen.“

ist beispielsweise:

„Unsere Lösungen richten sich an mittelständische Produktionsunternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern.“

deutlich aussagekräftiger.


6. Das Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten

Eine der wichtigsten Fragen deiner Präsentation lautet:

Warum sollte sich ein Kunde für dein Unternehmen entscheiden?

Genau hier kommt dein USP (Unique Selling Proposition) ins Spiel.

Mögliche Unterschiede können sein:

  • besondere Spezialisierung
  • schnellere Umsetzung
  • persönliche Betreuung
  • besondere Technologie
  • langjährige Erfahrung
  • regionale Nähe
  • bestimmte Zertifizierungen
  • bessere Prozesse
  • besondere Garantien oder Serviceleistungen

Vermeide allerdings Aussagen wie:

„Wir sind innovativ, zuverlässig und kundenorientiert.“

Solche Aussagen verwenden viele Unternehmen.

Besser ist ein konkreter Beleg:

„95 % unserer Projekte werden innerhalb des vereinbarten Zeitraums abgeschlossen.“

Je konkreter dein Vorteil, desto glaubwürdiger ist er.


7. Referenzen, Kunden und Erfolge

Behauptungen wirken stärker, wenn du sie belegen kannst.

Deshalb gehören – sofern vorhanden – Referenzen, Kundenstimmen, Fallstudien oder Kennzahlen in eine gute Unternehmenspräsentation.

Zum Beispiel:

  • 1.500 abgeschlossene Projekte
  • 96 % Kundenzufriedenheit
  • 250 aktive Geschäftskunden
  • 30 Jahre Branchenerfahrung
  • Referenzen bekannter Unternehmen

Noch besser sind konkrete Fallbeispiele.

Beispiel

Ausgangssituation:
Ein Kunde erhielt nur wenige Anfragen über seine Website.

Maßnahme:
Überarbeitung der Website und Suchmaschinenoptimierung.

Ergebnis:
+72 % organischer Traffic innerhalb von zwölf Monaten.

Solche Beispiele machen deine Leistung greifbar.


8. Das Team vorstellen

Das Team ist besonders dann relevant, wenn persönliche Kompetenz oder Beratung eine wichtige Rolle spielen.

Zeige beispielsweise:

  • Geschäftsführung
  • zentrale Ansprechpartner
  • Fachbereiche
  • Qualifikationen
  • relevante Erfahrungen

Du musst allerdings nicht jeden Mitarbeiter auflisten.

Bei einem kleinen Unternehmen können zwei oder drei Personen mit Foto und kurzer Beschreibung völlig ausreichend sein.


9. Zahlen und Fakten

Zahlen können eine Präsentation erheblich aufwerten – vorausgesetzt, sie sind relevant.

Geeignet sind beispielsweise:

KennzahlBeispiel
Gründung2018
Mitarbeiter35
Kunden1.200+
Projekte2.500+
Standorte4
Kundenzufriedenheit96 %

Wichtig: Verwende nur nachvollziehbare und aktuelle Zahlen. Eine Präsentation verliert schnell an Glaubwürdigkeit, wenn veraltete oder nicht belegbare Angaben verwendet werden.


10. Zukunft und Vision

Bei einer Unternehmenspräsentation für Investoren, Geschäftspartner oder Bewerber kann ein Blick nach vorne sinnvoll sein.

Dabei kannst du erklären:

  • Welche Ziele verfolgt das Unternehmen?
  • Welche Produkte sind geplant?
  • Welche Märkte sollen erschlossen werden?
  • Welche Entwicklungen sind wichtig?
  • Wie soll sich das Unternehmen weiterentwickeln?

Die Zukunftsfolie sollte allerdings nicht aus allgemeinen Floskeln bestehen.

Statt:

„Wir wollen auch in Zukunft innovativ und erfolgreich sein.“

ist konkreter:

„Bis 2028 wollen wir unsere Software in drei weiteren europäischen Märkten anbieten.“


11. Call-to-Action: Was soll als Nächstes passieren?

Eine Unternehmenspräsentation sollte möglichst nicht einfach mit „Vielen Dank“ enden.

Überlege vorher:

Was soll der Zuschauer nach der Präsentation tun?

Beispiele:

  • Beratungsgespräch vereinbaren
  • Angebot anfordern
  • Produkt testen
  • Demo buchen
  • Website besuchen
  • Kontakt aufnehmen
  • Investorengespräch vereinbaren

Beispiel:

Du möchtest wissen, wie wir dein Unternehmen unterstützen können?
Vereinbare jetzt ein kostenloses Erstgespräch.

Darunter gehören Kontaktmöglichkeiten und gegebenenfalls ein QR-Code.


Wie viele Folien sollte eine Unternehmenspräsentation haben?

Es gibt keine feste optimale Anzahl.

Als Orientierung:

  • 5–7 Folien: kurzer Pitch
  • 8–12 Folien: klassische Unternehmenspräsentation
  • 12–20 Folien: ausführliche Kunden- oder Investorenpräsentation
  • 20+ Folien: umfangreiche Präsentation, beispielsweise für Schulungen oder interne Veranstaltungen

Entscheidend ist nicht die Anzahl der Folien, sondern die Relevanz der Inhalte.

Eine Präsentation mit 8 starken Folien ist besser als eine Präsentation mit 30 Folien, die hauptsächlich aus Text besteht.


Unternehmenspräsentation: Weniger Text, mehr Aussage

Ein häufiger Fehler besteht darin, komplette Absätze auf die Folien zu schreiben.

Die Folie sollte deinen Vortrag unterstützen, nicht ersetzen.

Statt:

„Unser Unternehmen verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich der digitalen Transformation und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Prozesse effizienter zu gestalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern.“

besser:

Digitale Prozesse. Weniger Aufwand.

Unsere Lösung

  • Prozesse automatisieren
  • Fehler reduzieren
  • Mitarbeiter entlasten
  • Kosten senken

Die Details erklärst du mündlich.


Design einer professionellen Unternehmenspräsentation

Das Design sollte zu deiner Marke passen.

Achte besonders auf:

Einheitliche Farben

Nutze möglichst die Farben deiner Corporate Identity.

Klare Schrift

Verwende gut lesbare Schriftarten und ausreichend große Schriftgrößen.

Einheitliche Gestaltung

Positionen von Logo, Überschriften und anderen Elementen sollten möglichst konsistent sein.

Hochwertige Bilder

Verwende eigene Unternehmensfotos oder hochwertige, passende Bilder statt beliebiger Stockfotos.

Ausreichend Weißraum

Eine Folie muss nicht bis zum letzten Pixel gefüllt sein. Freiraum verbessert die Übersichtlichkeit.

Daten visualisieren

Komplexe Zahlen lassen sich häufig besser mit Diagrammen, Icons oder Infografiken darstellen.


Bilder, Videos und Diagramme richtig einsetzen

Multimedia kann eine Unternehmenspräsentation deutlich interessanter machen.

Geeignet sind beispielsweise:

  • Produktfotos
  • Unternehmensvideos
  • Mitarbeiterfotos
  • Kundenprojekte
  • Vorher-Nachher-Vergleiche
  • Diagramme
  • Infografiken
  • Prozessdarstellungen
  • Screenshots
  • kurze Animationen

Dabei gilt: Jedes visuelle Element sollte eine Funktion haben.

Ein Bild nur einzubauen, damit eine Folie nicht leer aussieht, bringt wenig.


Unternehmenspräsentation online erstellen: Die besten Tools

Für die Erstellung einer Präsentation stehen heute zahlreiche Programme zur Verfügung. Neben klassischen Präsentationsprogrammen gibt es auch browserbasierte und KI-gestützte Lösungen.

1. PowerPoint

Microsoft PowerPoint bleibt eine der bekanntesten Lösungen für professionelle Unternehmenspräsentationen. PowerPoint ist sowohl als Desktop-Version als auch im Web verfügbar und bietet zahlreiche Vorlagen. Mit Microsoft 365 können Präsentationen online gespeichert, bearbeitet und geteilt werden.

Geeignet für: professionelle Unternehmenspräsentationen, Vertrieb, Meetings und umfangreiche Präsentationen.


2. Google Slides

Google Slides eignet sich besonders für Teams, die gemeinsam im Browser an Präsentationen arbeiten möchten. Google bietet außerdem KI-Funktionen über Gemini, mit denen unter anderem Folien und Inhalte erstellt werden können.

Geeignet für: Zusammenarbeit, Online-Präsentationen und Teams.


3. Canva

Canva Präsentationen ist besonders interessant, wenn das Design im Vordergrund steht. Canva bietet zahlreiche Vorlagen, gemeinsame Bearbeitung und KI-Funktionen für die Erstellung von Präsentationen.

Geeignet für: visuelle Unternehmenspräsentationen, Marketing, Social Media und kleinere Unternehmen.


4. KI-Präsentationsprogramme

KI verändert auch die Erstellung von Präsentationen. Statt jede Folie manuell aufzubauen, kannst du zunächst Thema, Zielgruppe und gewünschte Inhalte beschreiben. Die KI erstellt daraus einen ersten Entwurf, den du anschließend überarbeitest.

Wichtig: Eine KI-generierte Präsentation sollte nie ungeprüft übernommen werden. Zahlen, Aussagen, Unternehmensdaten und Quellen müssen kontrolliert werden.

KI eignet sich besonders für:

  • erste Gliederungen
  • Folienentwürfe
  • Textvorschläge
  • Zusammenfassungen
  • Ideen für Visualisierungen
  • alternative Formulierungen

Für die eigentliche Gestaltung können beispielsweise Canva und Google Slides inzwischen direkt KI-Funktionen nutzen.


Unternehmenspräsentation mit KI erstellen

Eine KI kann dir viel Arbeit abnehmen, ersetzt aber nicht die strategische Vorbereitung.

Ein sinnvoller Workflow sieht so aus:

Schritt 1: Ziel definieren

Beispiel:

„Ich möchte potenzielle B2B-Kunden von unserer Software überzeugen.“

Schritt 2: Zielgruppe beschreiben

Zum Beispiel:

„Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern.“

Schritt 3: Kernbotschaft formulieren

„Unsere Software reduziert manuelle Verwaltungsarbeit und schafft mehr Transparenz.“

Schritt 4: Inhalte sammeln

  • Unternehmen
  • Leistungen
  • Vorteile
  • Referenzen
  • Kennzahlen
  • USP
  • Kontakt

Schritt 5: Präsentation erstellen

Die KI kann daraus einen ersten Folienentwurf entwickeln.

Schritt 6: Fakten prüfen

Gerade bei KI-generierten Präsentationen solltest du Zahlen, Namen, Quellen und Aussagen sorgfältig kontrollieren.

Schritt 7: Design anpassen

Logo, Farben, Schriftarten und Bilder sollten zu deinem Corporate Design passen.

Schritt 8: Präsentation testen

Halte die Präsentation einmal komplett durch und prüfe, ob sie zeitlich und inhaltlich funktioniert.


Tipps für eine überzeugende Firmenpräsentation

Sprich nicht einfach die Folien vor

Deine Zuhörer können lesen. Du solltest ihnen deshalb zusätzliche Informationen geben und die wichtigsten Punkte erklären.

Beginne mit dem Nutzen

Vor allem bei Verkaufspräsentationen interessiert sich der Kunde zunächst für sein eigenes Problem – nicht für deine komplette Unternehmensgeschichte.

Verwende konkrete Beispiele

Ein Beispiel bleibt häufig besser im Gedächtnis als eine abstrakte Aussage.

Nutze Zahlen

„Viele Kunden“ ist weniger überzeugend als:

„Mehr als 1.500 Unternehmen nutzen unsere Lösung.“

Voraussetzung ist natürlich, dass die Zahl stimmt.

Vermeide Fachbegriffe

Wenn ein Begriff nicht notwendig ist, solltest du ihn weglassen oder kurz erklären.

Übe deine Präsentation

Auch eine perfekte Präsentation kann schlecht wirken, wenn sie unsicher oder abgelesen vorgetragen wird.


Häufige Fehler bei Unternehmenspräsentationen

Zu viel Text

Die Folien werden zu kleinen Dokumenten.

Zu viele Informationen

Nicht alles, was über dein Unternehmen bekannt ist, muss in die Präsentation.

Unternehmensgeschichte als Einstieg

Bei einem Verkaufsgespräch ist die Geschichte des Unternehmens häufig weniger relevant als das Problem des Kunden.

Keine klare Zielgruppe

Wenn du „für alle“ arbeitest, fühlt sich häufig niemand konkret angesprochen.

Austauschbare Aussagen

„Qualität, Kompetenz und Innovation“ sind ohne Belege keine überzeugenden Alleinstellungsmerkmale.

Veraltete Zahlen

Aktualisiere Mitarbeiterzahlen, Umsätze, Kundenanzahl und Referenzen regelmäßig.

Kein Abschluss

Wenn am Ende nicht klar ist, was der Zuschauer tun soll, verschenkst du eine wichtige Chance.


Beispiel für eine Unternehmenspräsentation

Nehmen wir eine fiktive Marketingagentur.

Folie 1 – Titel

Mehr Sichtbarkeit. Mehr Kunden.

Digitalagentur Müller

Folie 2 – Das Problem

Viele Unternehmen werden online nicht gefunden.

  • schlechte Sichtbarkeit
  • wenig organischer Traffic
  • hohe Abhängigkeit von Anzeigen

Folie 3 – Unsere Lösung

Wir machen Unternehmen online sichtbarer.

  • SEO
  • Content Marketing
  • Webentwicklung

Folie 4 – Für wen?

Unsere Kunden

Mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.

Folie 5 – Unser Vorteil

Strategie statt Einzelmaßnahmen.

Wir verbinden technische Optimierung, hochwertige Inhalte und datenbasierte Entscheidungen.

Folie 6 – Ergebnisse

+84 % organischer Traffic

bei einem Kunden innerhalb von zwölf Monaten.

Folie 7 – Referenzen

Logos und kurze Fallbeispiele ausgewählter Kunden.

Folie 8 – Das Team

Fotos und kurze Vorstellung der wichtigsten Ansprechpartner.

Folie 9 – Unser Ziel

Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, dauerhaft unabhängiger von bezahlter Werbung zu werden.

Folie 10 – Call-to-Action

Lass uns über dein Projekt sprechen.

Telefon · E-Mail · Website · QR-Code

So entsteht aus zehn Folien eine klare Geschichte: Problem → Lösung → Nutzen → Beweis → nächster Schritt.


Unternehmenspräsentation für verschiedene Zielgruppen anpassen

Nicht jede Präsentation sollte gleich aufgebaut sein.

ZielgruppeBesonders wichtig
KundenProblem, Lösung, Nutzen, Referenzen
InvestorenMarkt, Geschäftsmodell, Wachstum, Zahlen
GeschäftspartnerKompetenzen, Leistungen, Synergien
BewerberUnternehmenskultur, Team, Werte, Perspektiven
BankenGeschäftsmodell, Finanzzahlen, Planung
MitarbeiterStrategie, Ziele, Entwicklung
Messebesucherkurze Botschaft, Produkte, USP, Kontakt

Die beste Unternehmenspräsentation ist deshalb nicht die längste, sondern diejenige, die zur jeweiligen Zielgruppe passt.


Checkliste für deine Unternehmenspräsentation

Vor dem Versand oder Vortrag solltest du diese Punkte prüfen:

  • Ist das Ziel der Präsentation eindeutig?
  • Ist die Zielgruppe klar?
  • Gibt es eine zentrale Botschaft?
  • Wird das Kundenproblem verständlich erklärt?
  • Sind Produkte und Dienstleistungen klar dargestellt?
  • Wird der konkrete Nutzen erklärt?
  • Ist der USP nachvollziehbar?
  • Sind Referenzen oder Kennzahlen vorhanden?
  • Sind alle Zahlen aktuell?
  • Ist das Design einheitlich?
  • Sind die Folien gut lesbar?
  • Gibt es ausreichend Bilder und Visualisierungen?
  • Ist nicht zu viel Text vorhanden?
  • Gibt es einen klaren Call-to-Action?
  • Sind Kontaktdaten enthalten?
  • Wurde die Präsentation vor dem Einsatz getestet?

Fazit: Was macht eine gute Unternehmenspräsentation aus?

Eine professionelle Unternehmenspräsentation erzählt nicht einfach, was dein Unternehmen macht. Sie vermittelt eine klare Geschichte.

Deine Zielgruppe sollte nach wenigen Minuten wissen:

Wer bist du?
Was bietest du an?
Welches Problem löst du?
Welchen konkreten Nutzen bietest du?
Warum bist du die richtige Wahl?
Was soll als Nächstes passieren?