Personalplanung Software: Tools für Mitarbeiterplanung

Eine effiziente Personalplanung ist für Unternehmen heute wichtiger denn je. Ob Schichtbetrieb, Gastronomie, Einzelhandel, Pflege, Produktion, Bau, Agentur oder wissensintensives Unternehmen: Die richtigen Mitarbeiter müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sein.

Wer Dienstpläne noch überwiegend mit Excel, Papier oder unübersichtlichen Tabellen erstellt, verliert schnell Zeit und riskiert Fehler. Kurzfristige Krankmeldungen, Urlaub, Überstunden, unterschiedliche Qualifikationen oder schwankender Personalbedarf machen die manuelle Planung zusätzlich kompliziert.

Personalplanung Software automatisiert viele dieser Aufgaben. Moderne Lösungen unterstützen Unternehmen bei der Dienst- und Schichtplanung, Zeiterfassung, Abwesenheitsverwaltung, Kapazitätsplanung und teilweise auch bei der Bedarfsprognose mit künstlicher Intelligenz.

Dabei gibt es allerdings nicht die eine beste Personalplanungssoftware für jedes Unternehmen. Ein kleines Büro benötigt andere Funktionen als ein Hotel mit mehreren Standorten oder ein international tätiges Unternehmen.

In diesem Vergleich stellen wir 12 Personalplanungstools vor und zeigen, für wen sie geeignet sind, welche Vorteile und Nachteile sie haben und mit welchen Kosten Unternehmen rechnen müssen.

Personalplanung Software

Was ist Personalplanung Software?

Personalplanung Software ist eine digitale Lösung zur Planung, Steuerung und Verwaltung des Personaleinsatzes. Je nach Anbieter können Unternehmen damit beispielsweise Mitarbeiter auf Schichten verteilen, Arbeitszeiten erfassen, Abwesenheiten verwalten, Kapazitäten planen oder Personalkosten analysieren.

Moderne Workforce-Management-Systeme gehen teilweise deutlich weiter. Sie berücksichtigen beispielsweise Qualifikationen, Verfügbarkeiten, Arbeitszeitregeln, erwartete Nachfrage und historische Daten.

Typische Funktionen sind:

  • Dienst- und Schichtplanung
  • Arbeitszeit- und Zeiterfassung
  • Urlaubs- und Abwesenheitsmanagement
  • Mitarbeiterverfügbarkeit
  • Schichttausch und Schichtanfragen
  • mobile Apps für Mitarbeiter
  • automatische Benachrichtigungen
  • Überstundenkontrolle
  • Auswertungen und Reports
  • Personalkostenkontrolle
  • Kapazitätsplanung
  • Bedarfsprognosen
  • KI-gestützte Personalplanung
  • Schnittstellen zu HR-, Payroll- und Buchhaltungssystemen

Für Unternehmen besteht der größte Vorteil darin, dass Planung und Kommunikation an einem zentralen Ort stattfinden. Mitarbeiter sehen ihre aktuellen Einsatzzeiten, während Führungskräfte Änderungen schneller vornehmen können.

Besonders interessant ist Personalplanung Software für Unternehmen mit vielen Mitarbeitern, mehreren Standorten oder wechselnden Arbeitszeiten.

Was sollte eine gute Personalplanungssoftware können?

Vor der Auswahl sollten Unternehmen prüfen, welche Aufgaben tatsächlich automatisiert werden sollen. Eine einfache Dienstplan-App kann für einen kleinen Betrieb vollkommen ausreichen. Ein Unternehmen mit mehreren hundert oder tausend Beschäftigten benötigt dagegen häufig ein vollständiges Workforce-Management-System.

Wichtig sind insbesondere:

1. Dienstplanung: Mitarbeiter sollten schnell und übersichtlich Schichten zugeordnet werden können.

2. Verfügbarkeiten: Urlaub, Krankheit, Wunschzeiten und andere Abwesenheiten sollten in der Planung berücksichtigt werden.

3. Zeiterfassung: Idealerweise lassen sich geplante und tatsächlich geleistete Arbeitszeiten miteinander vergleichen.

4. Mobile Nutzung: Mitarbeiter sollten Dienstpläne und Änderungen auch über Smartphone oder Tablet abrufen können.

5. Automatisierung: Wiederkehrende Schichten, Benachrichtigungen und bestimmte Planungsregeln sollten automatisiert werden.

6. Reporting: Unternehmen sollten erkennen können, wie hoch Arbeitszeiten, Auslastung und Personalkosten sind.

7. Integrationen: Eine gute Software sollte sich möglichst problemlos mit vorhandenen HR-, Payroll-, ERP- oder Buchhaltungssystemen verbinden lassen.

8. Datenschutz: Da Personalplanung mit personenbezogenen Daten arbeitet, müssen Datenschutz und Zugriffsrechte berücksichtigt werden.

Die besten Personalplanungstools im Vergleich

Die folgenden 12 Lösungen decken unterschiedliche Anwendungsfälle ab. Einige sind klassische Workforce-Management-Systeme, andere konzentrieren sich auf Ressourcenplanung, HR oder Produktivität.

SoftwareBesonders geeignet fürPreis ab*Schwerpunkt
DeelInternationale Teams49 $/Auftragnehmer/MonatGlobal HR & Workforce
ConnecteamAußendienst & Schichtbetriebekostenlos für kleine TeamsSchichtplanung & Zeiterfassung
RunnAgenturen & Projektteams7 $/Ressourcenplatz/MonatRessourcenplanung
PaymoKleine Teams0 $Projekte & Mitarbeiterplanung
BizimplyGastronomie & Einzelhandelauf AnfrageWorkforce Management
QuinyxGroße Schichtbetriebeauf AnfrageKI & Workforce Management
MYOBKMU in Australien/Neuseeland21 $/MonatBusiness & Payroll
Employment HeroKMU & Schichtbetriebe4 $/Mitarbeiter/MonatHR, Schichten & Zeiterfassung
VenaFinance & Workforce Planningauf AnfrageFP&A & Personalbudget
tamigoHandel & Gastronomie15 €/Standort/MonatDienstplanung
TimecloudBau, Lager & Außendienstauf AnfrageZeit & Workforce
ActivTrakRemote-/Hybridteams10 $/Worker/MonatProduktivität & Workforce

Preise können je nach Tarif, Abrechnung, Mitarbeiterzahl, Standort und Funktionsumfang variieren. Aktionspreise sind nicht als dauerhafte Standardpreise zu verstehen.

1. Deel

Deel – offizieller Anbieter

Deel ist weniger eine klassische Dienstplan-App als eine umfassende Plattform für internationale Beschäftigung, HR, Payroll und Contractor-Management. Besonders interessant ist die Lösung für Unternehmen, die Mitarbeiter oder freie Auftragnehmer in verschiedenen Ländern beschäftigen.

Deel bündelt unter anderem Vertragsmanagement, Zahlungen, Compliance und internationale Beschäftigung auf einer Plattform. Dadurch eignet sich die Software insbesondere für Unternehmen mit verteilten oder internationalen Teams.

Vorteile:

  • starke internationale Ausrichtung
  • Unterstützung bei globaler Beschäftigung und Compliance
  • zentrale Verwaltung von Mitarbeitern und Auftragnehmern
  • internationale Zahlungsabwicklung
  • flexible Skalierung
  • umfangreiche HR-Funktionen

Nachteile:

  • für reine Dienstplanung teilweise überdimensioniert
  • Kosten können bei vielen Mitarbeitern erheblich werden
  • nicht primär auf klassische Schichtplanung spezialisiert

Preis: Deel nennt aktuell beispielsweise 49 US-Dollar pro Auftragnehmer und Monat. Für einen Contractor of Record werden 325 US-Dollar pro registriertem Auftragnehmer und Monat genannt. Die EOR-Lösung für Vollzeitbeschäftigte startet laut Anbieter bei 599 US-Dollar pro Mitarbeiter und Monat.

Geeignet für: Unternehmen mit internationalen Mitarbeitern, Freelancern und Remote-Teams.

2. Connecteam

Connecteam – offizieller Anbieter

Connecteam richtet sich besonders an Unternehmen mit Non-Desk-Workforce, Außendienstmitarbeitern und Schichtteams. Die Plattform verbindet operative Planung mit Kommunikation, Zeiterfassung und HR-Funktionen.

Besonders praktisch ist die Kombination aus Dienstplan und mobiler Mitarbeiter-App. Mitarbeiter können ihre Schichten einsehen, Zeiten erfassen, Informationen erhalten und je nach Konfiguration Schichten tauschen oder Anfragen stellen.

Vorteile:

  • sehr gut für mobile und operative Teams
  • Schichtplanung
  • Zeiterfassung
  • mobile App
  • Kommunikation und Aufgabenverwaltung
  • GPS- und Geofencing-Funktionen
  • verschiedene Funktions-Hubs kombinierbar

Nachteile:

  • viele Funktionen können für kleine Unternehmen zunächst komplex wirken
  • Kosten steigen mit zusätzlichen Hubs und Funktionen
  • GPS- und Produktivitätsfunktionen müssen datenschutzrechtlich sorgfältig bewertet werden

Connecteam bietet für Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern einen Small-Business-Plan kostenlos an. Für größere Teams stehen verschiedene Hubs und Tarifstufen zur Verfügung.

Preis: Für kleine Unternehmen kostenlos; reguläre Preise abhängig vom gewählten Hub und Tarif.

Geeignet für: Handwerk, Außendienst, Gastronomie, Reinigung, Pflege, Logistik und andere Unternehmen mit mobilen Mitarbeitern.

3. Runn

Runn – offizieller Anbieter

Runn ist vor allem für Unternehmen interessant, die nicht klassische Schichten, sondern Projekte, Kapazitäten und Mitarbeiterressourcen planen.

Das Tool zeigt, welche Mitarbeiter verfügbar sind, wie stark Teams ausgelastet sind und wo Kapazitätsengpässe entstehen. Damit eignet sich Runn besonders für Agenturen, Beratungen, Softwareunternehmen und andere projektorientierte Organisationen.

Vorteile:

  • sehr gute Ressourcenplanung
  • Kapazitäts- und Auslastungsübersichten
  • Projektplanung
  • Skills und Tags
  • Forecasting
  • Projektfinanzen
  • 30-Tage-Testphase ohne Kreditkarte

Nachteile:

  • weniger geeignet für klassische Schichtbetriebe
  • einige fortgeschrittene Funktionen nur in höheren Tarifen
  • Ressourcenmodell kann für einfache Dienstplanung überdimensioniert sein

Preis: Der Lite-Tarif startet aktuell bei 7 US-Dollar pro Ressourcenplatz und Monat, Standard bei 11 US-Dollar. Der Advanced-Tarif wird individuell kalkuliert. Runn bietet außerdem eine kostenlose 30-tägige Standard-Testphase an.

Geeignet für: Agenturen, Beratungen, IT-Unternehmen und Projektorganisationen.

4. Paymo

Paymo – offizieller Anbieter

Paymo kombiniert Projektmanagement, Zeiterfassung, Rechnungsstellung und Ressourcenplanung. Damit eignet sich die Software vor allem für kleine und mittlere Teams, die Personalplanung direkt mit Projektarbeit verbinden möchten.

Die Employee-Scheduling-Funktionen befinden sich im Pro-Tarif. Dort können Mitarbeiter geplant, Arbeitslasten berücksichtigt und Abwesenheiten verwaltet werden.

Vorteile:

  • kostenloser Einstieg
  • Zeiterfassung integriert
  • Projektplanung und Personalplanung kombiniert
  • Ressourcen- und Auslastungsübersicht
  • mobile Apps
  • Projektprofitabilität

Nachteile:

  • keine klassische Workforce-Management-Lösung
  • für große Schichtbetriebe weniger geeignet
  • einige Personalplanungsfunktionen erst im Pro-Tarif

Preis: Paymo bietet aktuell einen kostenlosen Tarif. Der Solo-Tarif startet im aktuellen Angebot bei 5,90 US-Dollar pro Monat und der Plus-Tarif bei 10,90 US-Dollar pro Nutzer und Monat; der Pro-Tarif kostet im aktuellen Angebot 16,90 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Nach dem Aktionszeitraum gelten höhere Preise.

Geeignet für: Agenturen, Freelancer, kleine Unternehmen und projektorientierte Teams.

5. Bizimply

Bizimply – offizieller Anbieter

Bizimply konzentriert sich auf Unternehmen mit vielen Schichten, Standorten und operativen Mitarbeitern. Besonders relevant ist die Lösung für Gastronomie, Einzelhandel und andere Branchen, in denen die Mitarbeiterplanung stark vom täglichen Bedarf abhängt.

Die Plattform bietet unter anderem Dienstplanung, Zeiterfassung, Abwesenheitsmanagement, Forecasting und mobile Apps.

Vorteile:

  • speziell für Schichtbetriebe entwickelt
  • Dienstplanung und Forecasting
  • Zeiterfassung
  • mobile Anwendungen
  • Abwesenheitsverwaltung
  • mehrere Standorte möglich
  • HR- und Kommunikationsfunktionen

Nachteile:

  • weniger interessant für reine Büro- und Wissensarbeiter
  • Preise werden individuell kalkuliert
  • Schwerpunkt liegt auf UK- und irischen Unternehmen

Preis: Bizimply veröffentlicht keinen festen Einstiegspreis. Die Kosten hängen laut Anbieter von Mitarbeiterzahl, Standorten und gebuchten Produkten ab.

Geeignet für: Gastronomie, Einzelhandel und Unternehmen mit mehreren Standorten.

6. Quinyx

Quinyx – offizieller Anbieter

Quinyx gehört zu den Lösungen, die deutlich stärker in Richtung Workforce Management und KI-gestützte Personalplanung gehen.

Die Plattform kann Mitarbeiter planen, Arbeitszeiten erfassen, gesetzliche und interne Regeln berücksichtigen und Personalbedarf prognostizieren.

Besonders interessant ist Quinyx für Unternehmen, bei denen die Nachfrage stark schwankt. Durch Forecasting können Unternehmen versuchen, den Personalbedarf besser an die tatsächliche Auslastung anzupassen.

Vorteile:

  • KI-gestützte Bedarfsprognosen
  • umfangreiche Schichtplanung
  • Zeiterfassung
  • Compliance-Unterstützung
  • mobile Mitarbeiter-App
  • Analytics
  • Aufgabenmanagement
  • für größere Unternehmen geeignet

Nachteile:

  • eher für größere Organisationen
  • Preis nicht öffentlich ausgewiesen
  • Einführung kann komplexer sein
  • für kleine Unternehmen möglicherweise überdimensioniert

Quinyx nennt auf seiner aktuellen Preisseite unter anderem KI-basierte Prognosen für Nachfrage und Personalbedarf, automatisierte Workforce-Planung, Zeiterfassung und mobile Funktionen.

Preis: Individuelle Preisgestaltung nach Anforderungen und Modulen.

Geeignet für: Retail, Logistik, Gastronomie, Produktion und große Unternehmen mit vielen Schichtmitarbeitern.

7. MYOB

MYOB – offizieller Anbieter

MYOB ist primär eine Business-, Buchhaltungs- und Payroll-Plattform und keine klassische Personalplanungssoftware. Trotzdem kann sie für kleine und mittlere Unternehmen interessant sein, die Personal, Payroll und Unternehmensfinanzen möglichst eng miteinander verbinden möchten.

Die aktuellen MYOB-Business-Tarife enthalten unter anderem Buchhaltung, Rechnungen, Auswertungen und je nach Tarif Payroll-Funktionen.

Vorteile:

  • Buchhaltung und Payroll auf einer Plattform
  • für KMU ausgelegt
  • mobile Nutzung
  • Reporting
  • integrierte Business-Funktionen
  • Payroll erweiterbar

Nachteile:

  • keine klassische Dienstplansoftware
  • geografischer Schwerpunkt Australien/Neuseeland
  • für komplexe Workforce-Planung weniger geeignet

Preis: MYOB Business Pro kostet aktuell 21 australische Dollar pro Monat im Einführungsangebot bzw. danach 70 AUD pro Monat. Payroll kann für 3 AUD pro Mitarbeiter und Monat ergänzt werden.

Geeignet für: Kleine und mittlere Unternehmen in Australien und Neuseeland, die Business-Software und Payroll kombinieren möchten.

8. Employment Hero

Employment Hero – offizieller Anbieter

Employment Hero verbindet HR, Payroll, Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung. Besonders interessant ist die Plattform für KMU und Unternehmen mit operativen Mitarbeitern.

Das Modul „Rostering & Time and Attendance“ umfasst unter anderem Dienstplanung, Zeiterfassung, Timesheets, Schichttausch, Geofencing und arbeitszeitbezogene Kostenberechnung.

Vorteile:

  • HR und Personalplanung kombiniert
  • Dienstplanung
  • Zeiterfassung
  • Geofencing
  • Schichttausch
  • Payroll-Funktionen
  • umfangreiche HR-Funktionen

Nachteile:

  • Schwerpunkt auf Australien/Neuseeland
  • viele Module können die Plattform komplex machen
  • Mindestpreise beachten

Preis: Das Modul „Rostering & Time and Attendance“ kostet aktuell 4 US-Dollar pro Mitarbeiter und Monat, mit einem Mindestpreis von 40 US-Dollar monatlich. Weitere HR- und Payroll-Module werden separat angeboten.

Geeignet für: KMU, Schichtbetriebe und Unternehmen, die HR und Workforce Management verbinden möchten.

9. Vena

Vena Solutions – offizieller Anbieter

Vena ist eine etwas andere Lösung in diesem Vergleich. Der Schwerpunkt liegt auf Financial Planning & Analysis (FP&A), Budgetierung und Workforce Planning.

Die Software eignet sich daher besonders für Unternehmen, bei denen Personalplanung eng mit Finanzplanung, Personalkosten und Unternehmensbudgets verbunden ist.

Vena bietet unter anderem Vorlagen und Workflows für Workforce Planning und Kostenallokation.

Vorteile:

  • sehr gut für strategische Personalplanung
  • Verbindung von HR- und Finanzdaten
  • Budgetplanung
  • Workforce Planning
  • Excel-nahe Arbeitsweise
  • umfangreiche Reporting-Funktionen

Nachteile:

  • keine klassische Dienstplan-App
  • eher für Finance- und Controlling-Teams
  • Einführung kann anspruchsvoller sein
  • Preis auf Anfrage

Vena bietet aktuell eine kostenlose Demo an und informiert im Rahmen des Beratungsgesprächs über Funktionen und Preise.

Preis: Auf Anfrage.

Geeignet für: Mittelständische und größere Unternehmen mit professionellem Controlling und strategischer Personalplanung.

10. tamigo

tamigo – offizieller Anbieter

tamigo gehört zu den Lösungen, die besonders stark auf Dienstplanung und Workforce Management im Einzelhandel und Gastgewerbe ausgerichtet sind.

Unternehmen können Mitarbeiter nach Verfügbarkeit und Anforderungen planen, Schichten tauschen und Arbeitszeiten erfassen. Zusätzlich stehen Funktionen für Forecasting, Mitarbeiterkommunikation und Performance-Management zur Verfügung.

Vorteile:

  • sehr gute Schichtplanung
  • speziell für Retail und Hospitality
  • Zeiterfassung
  • Schichttausch
  • Abwesenheitsmanagement
  • Forecasting
  • mehrere Standorte
  • mobile Nutzung

Nachteile:

  • Schwerpunkt auf Schichtbetrieben
  • für reine Büroorganisation möglicherweise zu umfangreich
  • fortgeschrittene Funktionen nur in höheren Tarifen

Preis: Der Essential-Tarif startet aktuell bei 15 Euro pro Standort und Monat, Standard bei 30 Euro pro Standort und Monat. Advanced und Premium werden individuell kalkuliert.

Geeignet für: Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel und Filialunternehmen.

11. Timecloud

Timecloud – offizieller Anbieter

Timecloud konzentriert sich auf Zeiterfassung, Workforce Management und Personalverwaltung. Besonders interessant ist die Lösung für Branchen, in denen Mitarbeiter mobil, auf Baustellen oder an wechselnden Einsatzorten arbeiten.

Dazu gehören beispielsweise Bauunternehmen, Lager, Fischerei, Gesundheitswesen und andere operative Bereiche.

Vorteile:

  • mobile Zeiterfassung
  • Workforce Management
  • geeignet für Außendienst
  • Unterstützung unterschiedlicher Mitarbeitergruppen
  • für operative Branchen interessant
  • Zeit- und Anwesenheitsdaten zentral verfügbar

Nachteile:

  • weniger geeignet für klassische Projekt-Ressourcenplanung
  • Preise nicht transparent öffentlich ausgewiesen
  • für reine Büroteams möglicherweise unnötig umfangreich

Preis: Auf Anfrage.

Geeignet für: Bau, Lager, Außendienst und andere Unternehmen mit mobilen oder wechselnden Arbeitsplätzen.

12. ActivTrak

ActivTrak – offizieller Anbieter

ActivTrak unterscheidet sich ebenfalls von einer klassischen Dienstplansoftware. Der Schwerpunkt liegt auf Workforce Analytics, Produktivität und Kapazitätsplanung.

Die Software analysiert Arbeitsaktivitäten und hilft Unternehmen dabei, Auslastung, Arbeitsmuster und Kapazitäten besser zu verstehen. Dadurch kann sie insbesondere für Remote- und Hybridteams interessant sein.

Vorteile:

  • Workforce Analytics
  • Produktivitätsauswertungen
  • Kapazitätsplanung
  • Remote- und Hybridteams
  • Dashboards
  • Auslastungsanalysen
  • kostenloser Einstieg

Nachteile:

  • keine klassische Schichtplanung
  • Datenschutz und Mitarbeiterakzeptanz müssen besonders berücksichtigt werden
  • Produktivitätsüberwachung kann im Unternehmen sensibel sein
  • kostenpflichtige Tarife werden jährlich abgerechnet

Preis: ActivTrak bietet aktuell einen kostenlosen Tarif. Work Activity Tracking kostet 10 US-Dollar, Workforce Management 15 US-Dollar und Productivity Optimization 17 US-Dollar pro Worker und Monat. Die kostenpflichtigen Tarife werden laut Anbieter jährlich abgerechnet.

Geeignet für: Unternehmen mit Remote-, Hybrid- und Wissensarbeit.

Personalplanung Software nach Einsatzgebiet

Die beste Software hängt stark davon ab, welche Art von Mitarbeitern und Arbeitszeiten geplant werden müssen.

Für Gastronomie und Hotellerie

Für Hotels, Restaurants, Cafés und andere Schichtbetriebe sind tamigo, Quinyx, Bizimply und Connecteam besonders interessant.

Hier zählen vor allem:

  • schnelle Dienstplanerstellung
  • Schichttausch
  • Verfügbarkeiten
  • Zeiterfassung
  • Personalkosten
  • Nachfrageprognosen
  • mobile Mitarbeiterkommunikation

Eine klassische Projektmanagement-Software ist für diesen Anwendungsfall meist weniger geeignet.

Für Einzelhandel und Filialunternehmen

Unternehmen mit vielen Filialen benötigen häufig eine zentrale Planung über mehrere Standorte. Hier sind tamigo, Quinyx und Bizimply interessant.

Besonders wichtig sind standortübergreifende Planung, Forecasting und die Möglichkeit, Mitarbeiter flexibel zwischen Schichten oder Standorten einzusetzen.

Für Agenturen und Beratungen

Bei Agenturen und Beratungsunternehmen steht häufig nicht die Schichtplanung, sondern die Auslastung der Mitarbeiter im Vordergrund.

Runn und Paymo sind hierfür besonders interessant. Sie zeigen, welche Mitarbeiter verfügbar sind, welche Projekte anstehen und wo Kapazitätsengpässe entstehen.

Für Remote- und Hybridteams

Bei Remote-Teams sind klassische Dienstpläne häufig weniger relevant. Hier geht es stärker um Kapazität, Arbeitsauslastung und Ressourcen.

Runn, Paymo und ActivTrak können für diesen Anwendungsfall interessant sein.

Für internationale Unternehmen

Wenn Mitarbeiter in verschiedenen Ländern beschäftigt werden, spielen neben der eigentlichen Personalplanung auch Verträge, Payroll und Compliance eine wichtige Rolle.

Hier ist Deel deutlich stärker auf internationale Beschäftigung ausgerichtet als klassische Dienstplan-Tools.

Für Finance und Controlling

Wenn das Ziel nicht die tägliche Dienstplanung, sondern die strategische Planung von Personalbudgets ist, kommen Lösungen wie Vena ins Spiel.

Hier steht die Frage im Mittelpunkt: Wie entwickelt sich der Personalbestand und welche Auswirkungen hat das auf Kosten, Umsatz und Unternehmensplanung?

Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl achten?

Die Auswahl einer Personalplanung Software sollte nicht allein nach dem Preis erfolgen. Entscheidend ist, ob die Lösung die tatsächlichen Prozesse des Unternehmens abbildet.

1. Unternehmensgröße

Ein Unternehmen mit zehn Mitarbeitern benötigt nicht dieselbe Software wie ein Konzern mit 5.000 Beschäftigten.

Kleine Unternehmen profitieren häufig von einfachen und günstigen Lösungen. Große Unternehmen benötigen dagegen Schnittstellen, Rollen- und Rechtekonzepte, Reporting und Skalierbarkeit.

2. Art der Arbeitszeit

Die wichtigste Frage lautet: Arbeiten die Mitarbeiter in festen Arbeitszeiten, Projekten oder wechselnden Schichten?

Für Schichtbetriebe sind Dienstplan- und Workforce-Management-Funktionen entscheidend. Bei Agenturen und Beratungen sind dagegen Ressourcenplanung und Auslastung wichtiger.

3. Zeiterfassung

Wenn Mitarbeiterstunden direkt mit der Planung verglichen werden sollen, sollte die Software eine integrierte Zeiterfassung besitzen oder eine entsprechende Schnittstelle anbieten.

4. Mobile App

Gerade bei Außendienst, Pflege, Gastronomie, Bau oder Einzelhandel ist eine mobile Anwendung wichtig.

Mitarbeiter sollten ihre Schichten möglichst einfach über das Smartphone abrufen können.

5. Integrationen

Eine Insellösung verursacht schnell zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Deshalb sollte geprüft werden, ob die Software mit vorhandenen Systemen verbunden werden kann.

Relevant können beispielsweise sein:

  • DATEV
  • Personio
  • SAP
  • Workday
  • Microsoft 365
  • Google Workspace
  • Payroll-Systeme
  • ERP-Systeme
  • Buchhaltung
  • Projektmanagement

6. Datenschutz und DSGVO

Personalplanung verarbeitet personenbezogene Daten. Deshalb sollten Unternehmen vor dem Einsatz prüfen, welche Daten gespeichert werden, wo sie verarbeitet werden und wer Zugriff darauf hat.

Besonders sensibel sind Funktionen wie GPS-Ortung, Geofencing, Screenshots oder detaillierte Produktivitätsüberwachung.

Eine Software kann technisch leistungsfähig sein und trotzdem für einen bestimmten Anwendungsfall datenschutzrechtlich ungeeignet sein.

7. Skalierbarkeit

Die Software sollte nicht nur für die aktuelle Unternehmensgröße funktionieren. Wenn ein Unternehmen beispielsweise von 30 auf 150 Mitarbeiter wächst, sollte die Lösung problemlos mitwachsen können.

8. Gesamtkosten statt Einstiegspreis

Ein günstiger monatlicher Preis bedeutet nicht automatisch niedrige Gesamtkosten.

Berücksichtigt werden sollten:

  • Lizenzkosten
  • Einrichtung
  • Migration
  • Schulung
  • Schnittstellen
  • Support
  • zusätzliche Module
  • Hardware
  • Kosten für weitere Standorte
  • Kosten für zusätzliche Mitarbeiter

Kosten und Preise von Personalplanung Software

Die Preise für Personalplanungssoftware unterscheiden sich erheblich.

Einige Anbieter bieten kostenlose Einstiegsvarianten. Andere rechnen pro Mitarbeiter, Benutzer, Ressourcenplatz oder Standort ab. Enterprise-Lösungen werden häufig individuell kalkuliert.

Besonders genau sollte man deshalb auf die Preiseinheit achten.

Ein Preis von 10 Euro pro Benutzer und Monat ist etwas völlig anderes als 10 Euro pro Standort und Monat.

Auch Mindestabnahmen können eine Rolle spielen. Employment Hero nennt beispielsweise für das Modul „Rostering & Time and Attendance“ einen Mindestpreis von 40 US-Dollar pro Monat.

Bei tamigo wird dagegen nach Standort abgerechnet. Die aktuellen Einstiegstarife beginnen bei 15 Euro beziehungsweise 30 Euro pro Standort und Monat.

Runn berechnet seine Preise wiederum pro Ressourcenplatz und nicht einfach pro Benutzer.

Unternehmen sollten deshalb vor dem Abschluss eines Vertrages immer ein konkretes Szenario durchrechnen.

Beispiel:

50 Mitarbeiter × 10 € pro Mitarbeiter = 500 € pro Monat

Bei einem Anbieter mit Standortpreis kann die Rechnung dagegen vollkommen anders aussehen.

FAQ zur Personalplanung Software

Was ist Personalplanung Software?

Personalplanung Software unterstützt Unternehmen bei der Planung und Verwaltung von Mitarbeitern, Arbeitszeiten, Schichten, Abwesenheiten und Kapazitäten. Je nach Lösung können zusätzlich Zeiterfassung, Payroll, Forecasting und HR-Funktionen enthalten sein.

Welche Personalplanungssoftware ist die beste?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Für Schichtbetriebe sind beispielsweise tamigo, Quinyx, Bizimply oder Connecteam interessant. Für projektorientierte Unternehmen sind Runn oder Paymo besser geeignet. Internationale Unternehmen können von Deel profitieren.

Gibt es kostenlose Personalplanung Software?

Ja. Einige Anbieter bieten kostenlose Tarife oder Testversionen. Paymo besitzt beispielsweise einen kostenlosen Tarif, während Runn eine kostenlose 30-Tage-Testphase anbietet. Connecteam stellt für sehr kleine Unternehmen ebenfalls einen kostenlosen Small-Business-Tarif bereit.

Was kostet eine Personalplanungssoftware?

Das hängt stark vom Anbieter ab. Die Preise reichen von kostenlosen Angeboten bis zu individuell kalkulierten Enterprise-Lösungen. Manche Anbieter rechnen pro Mitarbeiter, andere pro Standort, Ressource oder Modul ab.

Ist Personalplanung mit Excel noch sinnvoll?

Excel kann für sehr kleine Teams funktionieren. Sobald viele Mitarbeiter, Schichten, Abwesenheiten oder Standorte verwaltet werden müssen, stoßen Tabellen jedoch schnell an ihre Grenzen.

Kann Personalplanung Software automatisch Schichten erstellen?

Bei modernen Workforce-Management-Systemen können Schichten teilweise automatisiert oder optimiert werden. Systeme wie Quinyx setzen beispielsweise auf KI-gestützte Prognosen und automatisierte Workforce-Planung.

Welche Software eignet sich für Schichtarbeit?

Für Schichtbetriebe sollten insbesondere Dienstplanung, Verfügbarkeiten, Zeiterfassung, Schichttausch und mobile Nutzung vorhanden sein. tamigo, Quinyx, Bizimply und Connecteam sind dafür interessante Lösungen.

Fazit: Welche Personalplanung Software passt zu deinem Unternehmen?

Personalplanung Software kann Unternehmen erheblich entlasten – vorausgesetzt, die gewählte Lösung passt zum tatsächlichen Arbeitsmodell.

Für Schichtbetriebe, Gastronomie und Einzelhandel sind Lösungen wie tamigo, Quinyx, Bizimply und Connecteam besonders interessant.

Für Agenturen, Beratungen und Projektteams bieten Runn und Paymo einen stärkeren Fokus auf Ressourcen, Kapazitäten und Projekte.

Für internationale Unternehmen ist Deel interessant, wenn Personalplanung mit globaler Beschäftigung, Payroll und Compliance verbunden werden soll.

Für strategische Personal- und Budgetplanung ist Vena eine interessante Option, während ActivTrak stärker auf Workforce Analytics und Produktivität ausgerichtet ist.

Entscheidend ist deshalb nicht, welches Tool die längste Funktionsliste besitzt. Entscheidend ist, welche Software die eigenen Mitarbeiter, Arbeitszeiten, Prozesse und Unternehmensziele am besten abbildet.

Vor dem Kauf sollten Unternehmen daher mindestens drei Anbieter testen und anhand konkreter Anforderungen vergleichen. Besonders wichtig sind dabei Benutzerfreundlichkeit, Integrationen, Datenschutz, Skalierbarkeit und die tatsächlichen Gesamtkosten.

Wer diese Punkte berücksichtigt, kann mit einer modernen Personalplanung Software nicht nur Planungsaufwand reduzieren, sondern auch Personalkosten besser kontrollieren, Mitarbeiter transparenter informieren und den Personaleinsatz deutlich effizienter gestalten.