WooCommerce bringt acht Standard-Bestellstatus mit, aber die decken oft nicht alle Situationen in deinem Shop ab.
Du kannst eigene Bestellstatus erstellen und diese manuell oder automatisch zuweisen, um deine Auftragsabwicklung besser zu steuern.

Ob du Status wie „In Produktion“, „Verpackung läuft“ oder „Versandbereit“ brauchst – eigene Status helfen dir, den Überblick zu behalten. Du kannst sie per Code hinzufügen oder mit Plugins verwalten. Die Automation macht es möglich, dass sich Status automatisch ändern, basierend auf Bedingungen wie Bestellwert, Menge, Kundenrolle oder Zeit.
In diesem Artikel erfährst du, wie du neue Status anlegst, sie konfigurierst und automatische Regeln einrichtest. Du lernst auch, wie du passende E-Mail-Benachrichtigungen einstellst und dein Backend übersichtlich gestaltest.
Standard-Bestellstatus und deren Bedeutung

WooCommerce bringt acht vordefinierte Bestellstatus mit, die den kompletten Bestellablauf abdecken. Diese Status helfen dir, jede Bestellung von der Bezahlung bis zur Auslieferung zu verfolgen und die Übersicht zu behalten.
Übersicht der Standardstatus
WooCommerce nutzt folgende Standard-Bestellstatus für die Verwaltung:
| Status | Slug | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ausstehende Zahlung | pending | Bestellung wurde erstellt, wartet auf Zahlungseingang |
| Fehlgeschlagen | failed | Zahlung wurde abgelehnt oder fehlgeschlagen |
| In Bearbeitung | processing | Zahlung eingegangen, Bestellung wird bearbeitet |
| Abgeschlossen | completed | Bestellung wurde ausgeliefert und abgeschlossen |
| On-Hold | on-hold | Bestellung wartet auf weitere Aktion (z.B. Banküberweisung) |
| Storniert | cancelled | Bestellung wurde vom Kunden oder Shop-Betreiber storniert |
| Erstattet | refunded | Zahlung wurde zurückerstattet |
| Entwurf | draft | Unvollständige Bestellung im Backend |
Der Status in Bearbeitung ist besonders wichtig, weil er anzeigt, dass die Zahlung erfolgreich war. Hier beginnst du mit der Kommissionierung und Verpackung. Der Status abgeschlossen markiert das Ende des Prozesses, wenn die Ware beim Kunden angekommen ist.
Typische Workflows im Bestellprozess
Der Standard-Workflow startet meist mit Ausstehende Zahlung. Bei erfolgreicher Zahlung wechselt der Status automatisch zu in Bearbeitung. Du packst die Ware, versendest sie und änderst den Status manuell auf abgeschlossen.
Bei Vorkasse oder Banküberweisung nutzt WooCommerce den Status on-hold. Die Bestellung bleibt dort, bis du den Zahlungseingang bestätigst. Dann setzt du sie manuell auf in Bearbeitung.
Wenn Kunden stornieren oder Zahlungen fehlschlagen, greift automatisch der Status storniert oder fehlgeschlagen. Diese Bestellungen erscheinen weiterhin in deiner Bestellliste, werden aber nicht weiter bearbeitet.
Wie Status in der Bestellliste angezeigt werden
In der Bestellliste unter WooCommerce > Bestellungen siehst du jeden Status als farbige Markierung. In Bearbeitung erscheint meist orange, abgeschlossen in grün. Diese Farbkodierung hilft dir, Bestellungen schnell einzuordnen.
Du kannst die Bestellliste nach Status filtern. Klicke oben auf die Status-Links wie Alle, In Bearbeitung oder Abgeschlossen. Die Zahl in Klammern zeigt dir, wie viele Bestellungen den jeweiligen Status haben.
Über die Bulk-Aktionen änderst du mehrere Bestellstatus gleichzeitig. Wähle die Bestellungen aus, wähle den neuen Status aus dem Dropdown-Menü und klicke auf Übernehmen. Das spart Zeit bei größeren Bestellmengen.
Eigene Bestellstatus hinzufügen und konfigurieren

Um maßgeschneiderte Bestellstatus in WooCommerce zu erstellen, benötigst du entweder ein Plugin oder eigenen Code. Die wichtigsten Einstellungen umfassen Titel, Slug und Sichtbarkeitsoptionen, die du nach deinen Shop-Anforderungen anpasst.
Voraussetzungen und geeignete Plugins
Für benutzerdefinierte Bestellstatus brauchst du ein Plugin, da WooCommerce diese Funktion nicht standardmäßig im Backend anbietet. Der WooCommerce Order Status Manager ist eine gängige Lösung, mit der du unbegrenzt viele Custom Order Statuses erstellen kannst.
Nach der Plugin-Installation findest du unter WooCommerce > Order Statuses die neue Verwaltungsoberfläche. Alternativ kannst du Plugins wie Custom Order Status for WooCommerce nutzen, die ähnliche Funktionen bieten.
Ohne Plugin musst du die Status programmatisch über register_post_status und den wc_order_statuses-Filter registrieren. Das erfordert PHP-Kenntnisse und direkten Zugriff auf deine Theme-Functions oder ein Custom Plugin.
Schritt-für-Schritt: Neuen Status anlegen
Klicke auf der Registerkarte „Auftragsstatus“ auf „Neu hinzufügen“, um einen neuen Status anzulegen. Du kannst zwischen textbasierten und symbolbasierten Auftragsstatus wählen.
Bei der Erstellung legst du fest:
- Status Title: Der sichtbare Name (z.B. „Versandbereit“)
- Slug: Der interne Bezeichner ohne Leerzeichen (z.B. „versandbereit“)
- Zahlungsstatus: Ob Bestellungen mit diesem Status als bezahlt gelten
- Bulk-Aktion: Ob der Status in der Bestellübersicht als Massenaktionen verfügbar sein soll
Du kannst festlegen, ob Kunden Bestellungen mit diesem Status stornieren dürfen. Die Option „Hide from customers“ versteckt den Status auf der Order Detail Page im Kundenkonto.
Klicke auf Änderungen speichern, damit der neue Status aktiv wird.
Optionen: Titel, Slug, Beschreibung und Sichtbarkeit
Der Status Title erscheint in der Bestellübersicht und auf der Bestelldetailseite. Wähle präzise Bezeichnungen wie „In Kommissionierung“ statt allgemeiner Begriffe.
Der Slug wird automatisch generiert, sollte aber eindeutig sein. WooCommerce fügt intern das Präfix wc- hinzu, das du nicht manuell eingeben musst.
Du kannst Customize Icon aktivieren, um farbliche Markierungen einzurichten:
- Textfarbe für die Statusanzeige
- Hintergrundfarbe zur visuellen Unterscheidung
- Icon-Auswahl statt Text (optional)
Die Beschreibung ist nur für interne Zwecke sichtbar und hilft deinem Team, den Verwendungszweck zu verstehen. Mit der Sichtbarkeitsoption steuerst du, ob der Status in Reports erscheint oder vor Kunden verborgen bleibt.
Automatische Statusänderungen und Automation Rules
Automatisierungsregeln ermöglichen es dir, Bestellstatus-Änderungen in WooCommerce zeitgesteuert oder bedingungsbasiert durchzuführen, ohne dass du manuell eingreifen musst. Du kannst Regeln basierend auf Zeitintervallen, Zahlungsmethoden, Bestellwert oder Nutzerrollen definieren.
Vorteile automatisierter Statusänderungen
Automatisierte Statusänderungen reduzieren deinen manuellen Aufwand im Order Management erheblich. Statt hunderte Bestellungen einzeln zu bearbeiten, laufen Statuswechsel nach festgelegten Bedingungen von selbst ab.
Du vermeidest Fehler, die bei händischer Bearbeitung entstehen können. Bestellungen wechseln pünktlich von „Verpackung“ zu „Versandbereit“, ohne dass du daran denken musst.
Wichtige Vorteile im Überblick:
- Zeitersparnis: Keine manuelle Prüfung jeder Bestellung nötig
- Konsistenz: Jede Bestellung folgt denselben Regeln
- Bessere Kundenkommunikation: Status-E-Mails gehen automatisch raus
- Skalierbarkeit: Funktioniert auch bei hunderten Bestellungen täglich
Für deutsche Shops ist besonders relevant, dass du Regeln nach Versanddienstleister (DHL, Hermes, DPD) oder nach rechtlichen Anforderungen wie GoBD-konformer Rechnungsstellung einrichten kannst.
Konfiguration von Automatisierungsregeln
Um eine Automatisierungsregel zu erstellen, navigierst du zu WooCommerce → Einstellungen → Custom Order Status → Rules und klickst auf „Neu hinzufügen“. Du legst zunächst fest, von welchem Status zu welchem Status die Bestellung wechseln soll.
Grundlegende Konfiguration:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Status Von | Der aktuelle Bestellstatus, der die Regel auslöst |
| Status Zu | Der Zielstatus nach Regelanwendung |
| Zeitauslöser | Wartezeit in Minuten, Stunden oder Tagen |
Du kannst beispielsweise festlegen, dass Bestellungen mit Status „Pending“ nach 48 Stunden automatisch auf „Storniert“ wechseln. Oder dass „Processing“-Bestellungen nach 2 Stunden zu „In Versandvorbereitung“ werden.
Bei der Regel-Benennung solltest du beschreibende Namen wählen wie „Pending zu Storniert nach 48h“ oder „Processing zu Versandbereit nach Zahlungseingang“. Das erleichtert dir später die Übersicht bei mehreren aktiven Regeln.
Nutzung von Zeitintervallen, Bestellwert und Nutzerrollen
Zeitintervalle legst du über den Zeitauslöser fest. Du gibst an, wie lange das System nach Erreichen des Ausgangsstatus warten soll, bevor es den Bestellstatus ändern soll. Typische Werte sind 30 Minuten für Express-Bestellungen oder 24-72 Stunden für Stornierungen.
Du kannst bestimmte Wochentage ausschließen über „Tage überspringen“. Wenn dein Lager montags und dienstags geschlossen ist, verhindert diese Einstellung, dass Bestellungen an diesen Tagen automatisch auf „Versandbereit“ gesetzt werden.
Filter nach Bestellwert und Kundentyp:
- Mindestbestellwert: Regel greift nur ab bestimmtem Warenkorbwert (z.B. ab 100€)
- Mindestbestellmenge: Anzahl der Artikel im Warenkorb als Bedingung
- Nutzerrolle: Nur für Kunden, Großhändler oder VIP-Kunden aktiv
- Shipping Country: Regel gilt nur für bestimmte Lieferländer (z.B. nur Deutschland)
Wenn du beispielsweise Premium-Kunden bevorzugt behandeln möchtest, erstellst du eine Regel, die nur für die Nutzerrolle „VIP“ gilt und deren Bestellungen nach 15 statt 60 Minuten von „Bezahlt“ zu „In Bearbeitung“ wechselt.
Bulk-Aktionen und Statusmassenänderungen
Für größere Mengen an Bestellungen nutzt du die Bulk Action Funktion auf der Bestellübersichtsseite. Du wählst mehrere Bestellungen aus und kannst deren Status gleichzeitig bearbeiten, statt jede Bestellung einzeln zu öffnen.
Gehe dazu auf WooCommerce → Bestellungen, markiere die gewünschten Bestellungen über die Checkboxen und wähle aus dem Dropdown-Menü „Bulk-Aktionen“ den Punkt „Status ändern“. Danach wählst du den Zielstatus und bestätigst die Aktion.
Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn du:
- Alle Bestellungen eines bestimmten Versanddienstleisters auf einmal aktualisieren möchtest
- Nach einer Systemstörung mehrere Bestellungen nachträglich korrigieren musst
- Saisonale Bestellungen (z.B. Weihnachtsgeschäft) gebündelt bearbeiten willst
Du kannst auch die Funktion „Status exportieren“ nutzen, um Bestellungen mit bestimmten Status als CSV-Datei zu exportieren und sie in Excel zu bearbeiten.
E-Mail-Benachrichtigungen passend zum Bestellstatus
Die richtigen E-Mail-Benachrichtigungen halten deine Kunden über den Fortschritt ihrer Bestellung auf dem Laufenden und reduzieren Supportanfragen. Du kannst festlegen, wann welche Empfänger bei Statusänderungen informiert werden und wie diese Nachrichten aussehen.
E-Mail-Benachrichtigungsregeln und Empfänger
Du richtest E-Mail-Benachrichtigungsregeln ein, indem du definierst, bei welchen Statuswechseln eine E-Mail versendet wird. Nicht jede Statusänderung erfordert eine Kundenbenachrichtigung – manche internen Status wie „In Bearbeitung Lager“ oder „Qualitätsprüfung läuft“ bleiben besser unsichtbar für Käufer.
Für jeden benutzerdefinierten Status kannst du separate Benachrichtigungsregeln erstellen. Du legst fest, ob die E-Mail an Kunden, Shop-Administratoren oder beide gehen soll. Bei kritischen Statuswechseln wie „Versandt“ oder „Zur Abholung bereit“ aktivierst du Kundenbenachrichtigungen, während administrative Status oft nur interne Benachrichtigungen erfordern.
Die meisten Order-Status-Plugins erlauben dir, mehrere Benachrichtigungsregeln gleichzeitig zu konfigurieren. Du kannst beispielsweise festlegen, dass beim Wechsel von „Verpackung“ zu „Versandfertig“ sowohl der Kunde als auch das Versandteam informiert werden. Achte darauf, dass du nicht zu viele E-Mails versendest – das kann Kunden überfordern.
Individuelle E-Mail-Vorlagen anpassen
WooCommerce speichert alle E-Mail-Vorlagen unter WooCommerce > Einstellungen > E-Mails. Du findest dort sowohl die Standard-Vorlagen als auch die Vorlagen für deine benutzerdefinierten Status. Jede Vorlage lässt sich individuell bearbeiten, um Texte, Farben und Struktur anzupassen.
Für benutzerdefinierte Status erstellst du am besten eigene Vorlagen, die zum jeweiligen Bestellschritt passen. Eine E-Mail für den Status „In Produktion“ benötigt andere Informationen als eine für „Versandt mit DHL“. Du kannst Platzhalter wie {order_number}, {order_date} oder {customer_name} verwenden, um Inhalte zu personalisieren.
Falls du mehr Kontrolle über Design und Layout brauchst, kannst du die E-Mail-Vorlagen in deinem Theme überschreiben. Kopiere dazu die entsprechende Vorlagendatei aus dem WooCommerce-Plugin-Ordner in dein Theme unter deinTheme/woocommerce/emails/. Passe dort HTML und Styling nach deinen Wünschen an.
E-Mail-Betreff und Inhalte optimieren
Der E-Mail-Betreff ist das Erste, was deine Kunden sehen. Formuliere ihn klar und aussagekräftig: „Deine Bestellung #{order_number} ist versandfertig“ funktioniert besser als ein generisches „Statusupdate“. Vermeide Fachbegriffe, die Kunden nicht verstehen.
Der E-Mail-Inhalt sollte den aktuellen Status erklären und die nächsten Schritte aufzeigen. Bei Status wie „Versandt“ fügst du die Tracking-Nummer und den Link zur Sendungsverfolgung ein. Bei „Zur Abholung bereit“ gibst du Öffnungszeiten und Abholadresse an.
Halte die Texte kurz und fokussiert. Eine E-Mail mit 3-4 Sätzen reicht meist aus:
- Was ist der aktuelle Status?
- Was bedeutet das für den Kunden?
- Was passiert als Nächstes?
- Wo gibt es weitere Infos?
Teste deine E-Mails, bevor du sie live schaltest. Versende Test-E-Mails an dich selbst und prüfe, ob alle Platzhalter korrekt ersetzt werden und Links funktionieren.
Benachrichtigungen deaktivieren falls notwendig
Manchmal möchtest du E-Mail-Benachrichtigungen für bestimmte Statuswechsel komplett deaktivieren. Das ist besonders bei internen Workflow-Status sinnvoll, die nur für dein Team relevant sind. In den Einstellungen deiner Automatisierungsregeln findest du meist eine Option „E-Mail-Benachrichtigungen deaktivieren“.
Du kannst Benachrichtigungen auch temporär ausschalten, wenn du Massenänderungen an Bestellungen vornimmst. Das verhindert, dass Kunden versehentlich mehrere E-Mails gleichzeitig erhalten. Nach Abschluss der Änderungen aktivierst du die Benachrichtigungen wieder.
Für fortgeschrittene Anforderungen nutzt du Hooks in der functions.php deines Themes. Mit add_filter('woocommerce_email_enabled_customer_processing_order', '__return_false') deaktivierst du gezielt einzelne E-Mail-Typen. Passe den Hook-Namen an den jeweiligen Status an, den du steuern möchtest.
Visualisierung und Optimierung im Backend
Mit gezielten Anpassungen im Backend machst du Bestellstatus auf einen Blick erkennbar und schaffst für dich und dein Team eine deutlich übersichtlichere Arbeitsumgebung. Farbcodierungen, Icons und erweiterte Berichte helfen dir, Bestellungen schneller zu kategorisieren und Engpässe früher zu erkennen.
Icons, Farben und eigene Symbole einsetzen
Du kannst jedem Bestellstatus eine eigene Hintergrundfarbe und ein Icon zuweisen. Das macht die Statusanzeige in der Bestellliste intuitiver. Statt Text zu lesen, erkennst du sofort am Farbton, ob eine Bestellung „In Produktion“ oder „Versandbereit“ ist.
Viele Plugins bieten dir die Möglichkeit, Icons aus Icon-Bibliotheken wie FontAwesome oder Dashicons einzubinden. Du gibst einfach den Icon-Code ein – etwa dashicons-cart oder fa-truck – und das Symbol erscheint neben dem Statusnamen. Farben legst du meist über einen Farbwähler fest. Achte darauf, dass du kontraststarke Farben wählst, damit sich die Status auch bei vielen Bestellungen gut unterscheiden lassen.
Tipp: Aktiviere die Farboption nur, wenn du sie wirklich nutzt. Manche Plugins fügen sonst zusätzliche Inline-Styles ein, die das Backend verlangsamen können.
Custom Status in der Bestellliste und Detailansicht
Sobald du einen Bestellstatus bearbeitest oder neu hinzufügst, taucht er automatisch in der Bestellliste auf. Du kannst dann über die Dropdown-Aktionen mehrere Bestellungen gleichzeitig auf diesen Status setzen. Das spart Zeit, wenn du etwa alle „Zur Abholung bereit“-Bestellungen auf einen Schlag aktualisieren willst.
Auf der Bestelldetailseite siehst du den aktuellen Status – einschließlich Symbol und Farbe – direkt in der Bestellkopfzeile. Wenn du den Status änderst, wird dir eine Liste aller verfügbaren Status zur Auswahl angezeigt – einschließlich deiner eigenen. Wichtig: Wenn du den Slug eines bestehenden Status änderst, werden Bestellungen mit diesem Status möglicherweise nicht mehr korrekt angezeigt. Behalte daher die Slugs nach der Ersteinrichtung unverändert bei.
Einige Plugins erlauben dir auch, Status aus der Massenbearbeitung auszublenden, wenn du sie nur selten verwendest.
Berichte und Analytics für alle Status
WooCommerce-Berichte zeigen standardmäßig nur Bestellungen mit den Kern-Status „Abgeschlossen“ und „In Bearbeitung“. Wenn du eigene Status nutzt, musst du diese explizit in die Berichterstattung einbinden. Die meisten Pro-Plugins bieten eine Einstellung, mit der du festlegst, welche Custom Status in Umsatzberichten und Verkaufsstatistiken auftauchen sollen.
So erhältst du ein realistisches Bild deines Geschäfts. Du siehst dann zum Beispiel, wie viele Bestellungen sich im Status „Teilversandt“ befinden, und kannst daraus ableiten, ob du deine Lagerprozesse anpassen musst.
Alternativ nutzt du Filter wie woocommerce_reports_order_statuses, um eigene Status programmatisch zu ergänzen. Das ist sinnvoll, wenn du mehrere Reports-Plugins oder Custom-Dashboards einsetzt.
Status für Admins und Kunden sichtbar machen
Im Backend siehst du alle Status – auch interne wie „Rückfrage erforderlich“. Kunden sollten solche internen Status auf ihrer Bestellübersicht und in E-Mails aber nicht sehen. Die meisten Plugins bieten dir eine Option, um festzulegen, ob ein Status öffentlich oder nur für Shop-Manager sichtbar ist.
| Sichtbarkeit | Verwendung |
|---|---|
| Öffentlich | Kunde sieht Status auf „Mein Konto“ und in E-Mails |
| Nur Backend | Status nur für Admins und Shop-Manager sichtbar |
Wenn du einen Status als öffentlich markierst, solltest du die Statusbezeichnung kundenfreundlich formulieren. „Awaiting Pickup“ wird besser zu „Zur Abholung bereit“. Du kannst außerdem separate Labels für Backend und Frontend definieren: Im Backend heißt es „Rückfrage – Versandadresse fehlt“, beim Kunden steht nur „In Bearbeitung“.
E-Mail-Templates lassen sich pro Status anpassen. So verschickst du bei „Versandbereit“ eine Nachricht mit Abholadresse, bei „Teilversandt“ eine Übersicht der bereits versandten Artikel.
Tipps zur effizienten Verwaltung und Erweiterung
Die Verwaltung von benutzerdefinierten Status wird bei wachsenden Shops schnell komplex. Mit den richtigen Werkzeugen und durchdachten Workflows kannst du Zeit sparen und Fehler vermeiden.
Bulk-Import und -Export von Status
Anstatt jeden Status einzeln anzulegen, nutzt du CSV-Dateien für den Import mehrerer Status gleichzeitig. Das ist besonders nützlich, wenn du einen neuen Shop einrichtest oder Status zwischen verschiedenen WooCommerce-Installationen synchronisieren möchtest.
Die meisten Custom Order Status Plugins bieten eine Export-Funktion. Du exportierst vorhandene Status, bearbeitest die CSV-Datei in Excel oder Google Sheets und importierst sie wieder. Die Datei enthält typischerweise Spalten für Slug, Titel, Beschreibung, Farbe und weitere Einstellungen.
Achte darauf, dass die Slugs einzigartig bleiben und keine Sonderzeichen enthalten. Verwende nur Kleinbuchstaben, Zahlen und Bindestriche. Nach dem Import prüfst du alle Status in der Bestellübersicht, um sicherzustellen, dass Farben und Icons korrekt angezeigt werden.
Die Bulk Action-Funktion in der Bestellliste ermöglicht es dir, mehrere Bestellungen gleichzeitig mit einem neuen Status zu versehen. Das spart erheblich Zeit bei größeren Bestellmengen.
Praxisbeispiele: Status für verschiedene Geschäftsmodelle
Für Print-on-Demand-Shops sind Status wie „In Produktion“, „Druckvorgang läuft“ und „Qualitätskontrolle“ sinnvoll. Diese informieren Kunden präzise über den Fertigungsfortschritt.
Dropshipping-Betreiber nutzen oft „Bestellung beim Lieferanten“ und „Versand durch Lieferanten“, um die Abhängigkeit von externen Partnern transparent zu machen. Bei Lebensmittel- oder Handwerksbestellungen funktionieren Status wie „Wird vorbereitet“, „Verpackung“ oder „Abholbereit“ besser als die Standard-Status von WooCommerce.
Für Dienstleistungen kannst du Status wie „Termin vereinbart“, „In Bearbeitung“ und „Abnahme ausstehend“ einrichten. Diese passen besser als produktbezogene Status und reduzieren Kundenanfragen.
Digitale Downloads profitieren von Status wie „Datei wird generiert“ oder „Download bereit“, besonders wenn personalisierte Inhalte erstellt werden müssen.
Fehlervermeidung bei Status-Workflows
Der häufigste Fehler ist das Überspringen von Status in Automatisierungsregeln. Wenn eine Bestellung direkt von „Ausstehend“ zu „Versandt“ wechselt, fehlen wichtige Zwischenschritte für dein Order Management. Definiere klare Status-Abfolgen und teste sie mit Testbestellungen.
Vermeide es, zu viele Statusangaben zu verwenden, die deine Kunden verwirren könnten. Zeige im Kundenkonto nur relevante Status an und blende interne Arbeitsstatus aus. Die meisten Plugins bieten eine Option „Vor Kunden verbergen“ an.
Überprüfe regelmäßig, ob automatische Status-Wechsel korrekt ausgeführt werden. Wenn du zeitbasierte Regeln nutzt (z.B. nach 24 Stunden), stelle sicher, dass die WooCommerce Cronjobs aktiv sind. Achte besonders darauf, dass E-Mail-Benachrichtigungen nicht doppelt versendet werden, wenn mehrere Automatisierungsregeln denselben Status-Wechsel auslösen.
Dokumentiere deine Status-Logik in einer einfachen Tabelle:
| Status | Wann verwenden | E-Mail an Kunde | Nächster Status |
|---|---|---|---|
| In Produktion | Nach Zahlungseingang | Ja | Qualitätskontrolle |
| Qualitätskontrolle | Nach Fertigstellung | Nein | Versandbereit |
| Versandbereit | Nach erfolgreicher Prüfung | Ja | Versandt |







