Conversion Rate berechnen: Formel, Rechner & Beispiele

Conversion Rate berechnen: Die Formel ist einfach – die Interpretation ist es nicht

Die Conversion Rate zu berechnen dauert 10 Sekunden. Zu verstehen, warum sie bei 1,8 % statt 3 % liegt, dauert Wochen.

Genau daran scheitern die meisten Unternehmen: Sie kennen ihre Zahl, aber nicht ihre Ursache. Sie optimieren Buttons, während der eigentliche Bruch im Checkout liegt. Sie freuen sich über 3 % – ohne zu merken, dass die Mobile-Rate bei 0,9 % hängt.

Dieser Artikel zeigt dir zuerst die Formel – und danach, worauf es in der Praxis wirklich ankommt. Mit konkreten Funnel-Zahlen aus echtem Shop statt erfundener Beispielwerte.


Mit unserem Conversion-Rate-Rechner kannst du die Berechnung schnell durchführen und anschließend einschätzen, wie sich eine höhere Conversion Rate auf deine Ergebnisse auswirken kann.

Conversion Rate
–
Nicht konvertiert
–
Nicht-Conversion-Rate
–

Branchenbenchmark E-Commerce: 1–4 %. Lead-Gen: 2–8 %.

CR Variante A
–
CR Variante B
–
Uplift B vs. A
–
Statistisch signifikant?
–
–
Chi²-Wert
–
p < 0.05 ab χ² ≥ 3.84

Signifikanztest: Chi-Quadrat, α = 0.05. Mindestens ~100 Conversions pro Variante empfohlen.

Umsatz aktuell/Monat
–
Umsatz neu/Monat
–
Mehreinnahmen/Monat
–
Mehreinnahmen gesamt
–
Relativer Uplift
–

Nur Umsatz, keine Margenrechnung. Besucher als konstant angenommen.


Conversion Rate berechnen – die Formel

Die allgemeine Formel lautet:

Conversion Rate = Conversions ÷ Besucher × 100

Dabei steht:

  • Conversions: Anzahl der gewünschten Aktionen
  • Besucher: Anzahl der Nutzer, Sitzungen oder Klicks – abhängig davon, was du messen möchtest
  • Conversion Rate: Anteil der Besucher, die konvertiert haben

Beispiel zur Berechnung

Ein Online-Shop erhält innerhalb eines Monats 5.000 Besucher. 150 davon kaufen ein Produkt.

150 ÷ 5.000 × 100 = 3 %

Die Conversion Rate des Shops liegt damit bei 3 %.

Wichtig ist, dass du für deine Auswertung immer dieselbe Berechnungsgrundlage verwendest. Wenn du beispielsweise einmal Nutzer und einmal Sitzungen als Grundlage verwendest, sind die Ergebnisse nicht direkt miteinander vergleichbar.

Conversion Rate Rechner

Mit unserem Rechner kannst du die Conversion Rate besonders schnell bestimmen.

Trage dafür die Anzahl deiner Conversions und die entsprechende Anzahl an Besuchern, Nutzern, Sitzungen oder Klicks ein.

Beispiel:

  • Besucher: 10.000
  • Conversions: 250
  • Conversion Rate: 2,5 %

Die Berechnung lautet:

250 ÷ 10.000 × 100 = 2,5 %

Neben der reinen Conversion Rate kann es interessant sein, zu berechnen, welches zusätzliche Umsatzpotenzial eine bessere Conversion Rate bietet.

Angenommen, dein Shop hat 10.000 Besucher und einen durchschnittlichen Bestellwert von 80 Euro.

Bei einer Conversion Rate von 2 % entstehen:

10.000 × 2 % = 200 Bestellungen

Bei einer Conversion Rate von 3 % wären es:

10.000 × 3 % = 300 Bestellungen

Bei 80 Euro durchschnittlichem Bestellwert entspricht das einem rechnerischen Umsatz von:

  • 2 % Conversion Rate: 16.000 Euro
  • 3 % Conversion Rate: 24.000 Euro

Das entspricht 100 zusätzlichen Bestellungen beziehungsweise 8.000 Euro zusätzlichem Umsatz – vorausgesetzt, Besucherzahl, Warenkorbwert und andere Faktoren bleiben gleich.

Conversion Rate berechnen: Beispiele

Die Formel lässt sich auf unterschiedliche Conversion-Ziele anwenden.

Beispiel Online-Shop

Ein Online-Shop hat 20.000 Besucher und erzielt 400 Bestellungen.

400 ÷ 20.000 × 100 = 2 %

Die Conversion Rate beträgt 2 %.

Beispiel Anfrageformular

Eine Website erhält 3.000 Besucher. 90 davon senden eine Anfrage.

90 ÷ 3.000 × 100 = 3 %

Die Conversion Rate für Anfragen beträgt 3 %.

Beispiel Newsletter

Eine Landingpage wird von 2.000 Personen besucht. 120 davon tragen sich für den Newsletter ein.

120 ÷ 2.000 × 100 = 6 %

Die Newsletter-Conversion-Rate beträgt 6 %.

Beispiel Google Ads

Eine Anzeige erhält 2.500 Klicks und daraus entstehen 75 Conversions.

75 ÷ 2.500 × 100 = 3 %

Die Conversion Rate beträgt 3 %.

Welche Grundlage du verwendest, hängt vom jeweiligen Conversion-Ziel und der Messmethode ab.

Welcher Wert wird für die Berechnung verwendet?

Bei der Conversion-Rate-Berechnung ist nicht nur die Anzahl der Conversions wichtig. Auch der Nenner muss zur Messung passen.

Je nach Anwendungsfall kannst du beispielsweise folgende Werte verwenden:

  • Besucher
  • Nutzer
  • Sitzungen
  • Klicks
  • Anzeigeninteraktionen
  • abgeschlossene Prozesse

Entscheidend ist, dass du genau definierst, was als Conversion gilt und worauf du sie beziehst.

Bei einem Online-Shop kann beispielsweise eine abgeschlossene Bestellung die Conversion sein. Bei einer B2B-Website kann dagegen das Absenden eines Kontaktformulars als Conversion zählen.

Deshalb können zwei Websites mit derselben Anzahl an Conversions unterschiedliche Conversion Rates haben, wenn sie unterschiedliche Berechnungsgrundlagen verwenden.

Conversion Rate in Prozent und Prozentpunkten

Bei der Analyse solltest du zwischen Prozent und Prozentpunkten unterscheiden.

Steigt deine Conversion Rate von 2 % auf 3 %, entspricht das einer Erhöhung um:

1 Prozentpunkt

Relativ betrachtet ist die Conversion Rate aber um 50 % gestiegen.

Die Unterscheidung ist beispielsweise bei A/B-Tests wichtig.

Beispiel

Variante A:

2 % Conversion Rate

Variante B:

2,5 % Conversion Rate

Die Steigerung beträgt:

0,5 Prozentpunkte

Relativ entspricht das einer Steigerung von:

25 %

Beide Angaben beschreiben denselben Unterschied, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Was ist eine gute Conversion Rate?

Die ehrliche Antwort: Deine eigene, von letztem Monat

Benchmark-Tabellen („E-Commerce 1–4 %“) sind beruhigend – und gefährlich. Sie führen dazu, dass sich ein Shop mit 2 % „im Rahmen“ fühlt, obwohl in seiner Nische 4,5 % normal sind.

Unsere Praxis-Regel:

  • Vergleiche dich nicht mit Branchen-Durchschnitten, sondern mit deinem eigenen Verlauf.
  • Segmentiere immer, bevor du urteilst: Mobile vs. Desktop, organisch vs. Ads, Neukunde vs. Wiederkehrer.
  • Ein einzelner Prozentwert sagt nichts. Ein Mobile-Wert von 0,9 % bei 60 % Mobile-Traffic ist ein Notfall – auch wenn die Gesamtrate bei 2,5 % liegt.

Wer seine Conversion Rate verbessern will, sollte zuerst eine Woche lang täglich dieselben 5 Segmente vergleichen. Das bringt mehr als jede Benchmark-Tabelle.

Conversion Rate im Online-Shop

Für Online-Shops ist die Conversion Rate eine wichtige Kennzahl. Sie zeigt, wie viele Besucher tatsächlich eine Bestellung abschließen.

Dabei solltest du nicht nur die Gesamtzahl betrachten.

Interessant sind beispielsweise Unterschiede zwischen:

  • Desktop und Smartphone
  • organischem Traffic und bezahlten Anzeigen
  • neuen und wiederkehrenden Besuchern
  • verschiedenen Produktkategorien
  • einzelnen Landingpages
  • unterschiedlichen Kampagnen

Wenn beispielsweise viele Nutzer einen Shop besuchen, aber nur wenige den Bestellprozess abschließen, kann die Ursache an unterschiedlichen Stellen liegen.

Mögliche Probleme sind:

  • komplizierter Checkout
  • fehlende Zahlungsmöglichkeiten
  • hohe Versandkosten
  • unklare Produktinformationen
  • zu wenige Vertrauenssignale
  • lange Ladezeiten
  • schlechte mobile Darstellung
  • unerwartete Zusatzkosten

Die Conversion Rate zeigt dir zunächst dass ein Problem bestehen könnte. Für die eigentliche Optimierung musst du anschließend herausfinden, wo Besucher den Prozess abbrechen.

Conversion Rate einer Website berechnen

Auch bei einer normalen Unternehmenswebsite kannst du die Conversion Rate berechnen.

Eine mögliche Conversion ist beispielsweise eine Kontaktanfrage.

Angenommen:

  • 4.000 Besucher
  • 80 Kontaktanfragen

Dann ergibt sich:

80 ÷ 4.000 × 100 = 2 %

Die Conversion Rate für Kontaktanfragen beträgt damit 2 %.

Bei einer Website können allerdings mehrere Conversion-Ziele existieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kontaktanfrage
  • Telefonanruf
  • Terminbuchung
  • Newsletter-Anmeldung
  • Download
  • Registrierung
  • Angebotsanfrage

Du solltest deshalb möglichst genau festlegen, welche Aktion du als Conversion wertest.

Conversion Rate verbessern

Wenn deine Conversion Rate niedrig ist, solltest du nicht einfach möglichst viele Änderungen gleichzeitig durchführen.

Analysiere zunächst, an welcher Stelle des Funnels Besucher verloren gehen.

Typische Ansatzpunkte sind:

Angebot verbessern

Dein Angebot muss schnell verständlich machen, welchen konkreten Nutzen der Besucher erhält.

Call-to-Action optimieren

Der nächste Schritt sollte eindeutig erkennbar sein. Beispiele sind:

  • Angebot anfordern
  • Termin vereinbaren
  • Jetzt kaufen
  • Kostenlos testen
  • Anfrage senden

Landingpages optimieren

Eine Landingpage sollte sich möglichst genau an der Suchintention und am jeweiligen Angebot orientieren.

Checkout vereinfachen

Im Online-Shop können unnötige Schritte zwischen Warenkorb und Bestellung die Conversion erschweren.

Vertrauen schaffen

Klare Informationen zu Preisen, Lieferung, Rückgabe, Kontaktmöglichkeiten und Zahlungsmethoden können Unsicherheiten reduzieren.

Mobile Nutzung verbessern

Da ein großer Teil des Website-Traffics über Smartphones kommt, sollte die Conversion auch auf mobilen Geräten einfach möglich sein.

Ladezeit verbessern

Lange Ladezeiten können dazu führen, dass Besucher die Website verlassen, bevor sie überhaupt mit dem Angebot interagieren.

Conversion Rate messen und analysieren

Die Conversion Rate allein reicht für eine gute Analyse nicht aus.

Du solltest beispielsweise zusätzlich betrachten:

  • Besucherzahlen
  • Conversions
  • Umsatz
  • durchschnittlichen Bestellwert
  • Traffic-Quellen
  • Geräte
  • Landingpages
  • Absprünge im Funnel
  • Kosten pro Conversion

Besonders interessant wird die Analyse, wenn du verschiedene Segmente miteinander vergleichst.

Beispielsweise kann die Gesamt-Conversion-Rate bei 2,5 % liegen. Gleichzeitig kann die Conversion Rate auf Desktop bei 3,5 % und auf Mobilgeräten nur bei 1,5 % liegen.

In diesem Fall wäre die Gesamtzahl allein wenig aussagekräftig.

Conversion Rate und Funnel

Eine Conversion entsteht meistens nicht erst am Ende einer einzelnen Website-Sitzung. Besucher durchlaufen häufig mehrere Schritte.

Ein typischer Online-Shop-Funnel kann beispielsweise so aussehen:

Besucher → Produktseite → Warenkorb → Checkout → Bestellung

Du kannst für jede dieser Stufen Kennzahlen erfassen.

Dadurch erkennst du besser, an welcher Stelle besonders viele Nutzer aussteigen.

Ein echtes Funnel-Beispiel: Wo 90 % der Optimierung liegt

Ein Kunde (Möbel-Online-Shop, 40.000 Besucher/Monat) hatte eine Conversion Rate von 1,6 % – unter Branchenschnitt. Der erste Impuls des Teams: Buttons optimieren.

Wir haben stattdessen den Funnel gemessen:

StufeZahlRate zur Vorstufe
Besucher40.000–
Produktseite12.00030 %
Add to Cart1.20010 %
Checkout begonnen90075 %
Bestellung64071 %

Ergebnis: Der Bruch lag zwischen Produktseite und Add to Cart (10 %). Nicht im Checkout. Das Team hätte monatelang die falsche Stelle optimiert.

Nach Überarbeitung der Produktseiten (bessere Bilder, klare Lieferzeiten, Bewertungen sichtbar): +0,6 PP in 8 Wochen.

Die Lehre: Der sichtbare Engpass ist selten der echte Engpass.

Conversion Rate vs. Click-Through-Rate

Die Conversion Rate (CR) und die Click-Through-Rate (CTR) messen unterschiedliche Dinge.

Die CTR zeigt, wie viele Nutzer auf einen Link oder eine Anzeige klicken.

Die Conversion Rate zeigt, wie viele Nutzer anschließend die gewünschte Aktion ausführen.

Beispiel:

Eine Anzeige wird 10.000-mal eingeblendet und erhält 500 Klicks.

CTR = 500 ÷ 10.000 × 100 = 5 %

Von den 500 Besuchern führen anschließend 20 die gewünschte Aktion aus.

Conversion Rate = 20 ÷ 500 × 100 = 4 %

Eine hohe CTR bedeutet deshalb nicht automatisch eine hohe Conversion Rate. Viele Klicks können beispielsweise entstehen, obwohl die Landingpage oder das Angebot nicht zur Erwartung der Besucher passt.

Conversion Rate vs. Abschlussrate

Die Begriffe Conversion Rate und Abschlussrate werden teilweise ähnlich verwendet, sind aber nicht zwingend identisch.

Die Conversion Rate kann jede definierte Zielaktion messen – beispielsweise einen Download, eine Registrierung oder eine Anfrage.

Eine Abschlussrate bezieht sich dagegen häufig auf einen konkreten Abschluss, etwa einen Kauf oder Vertragsabschluss.

Entscheidend ist deshalb immer die Definition der jeweiligen Kennzahl.

A/B-Tests zur Conversion-Optimierung

Mit einem A/B-Test kannst du zwei Varianten einer Seite miteinander vergleichen.

Beispielsweise:

Variante A: Conversion Rate 2,0 %

Variante B: Conversion Rate 2,5 %

Variante B erzielt damit eine um 0,5 Prozentpunkte höhere Conversion Rate.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Änderung tatsächlich für die Verbesserung verantwortlich ist. Bei einem belastbaren A/B-Test spielen unter anderem Besucherzahl, Testdauer und statistische Signifikanz eine Rolle.

Je größer die Datenbasis, desto zuverlässiger lässt sich beurteilen, ob ein beobachteter Unterschied tatsächlich relevant ist.

Häufige Fehler bei der Berechnung

Bei der Berechnung der Conversion Rate passieren immer wieder ähnliche Fehler.

Unterschiedliche Grundlagen vergleichen

Wenn du im einen Zeitraum Nutzer und im anderen Sitzungen verwendest, kann der Vergleich verfälscht werden.

Conversion nicht eindeutig definieren

Vor der Berechnung solltest du festlegen, welche Aktion tatsächlich als Conversion zählt.

Nur die Gesamt-Conversion-Rate betrachten

Eine einzelne Kennzahl zeigt nicht, wo Besucher abspringen. Segmentierungen nach Gerät, Quelle oder Landingpage können zusätzliche Erkenntnisse liefern.

Conversion Rate isoliert betrachten

Eine höhere Conversion Rate bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn. Auch Umsatz, Kosten, Bestellwert und Qualität der Leads spielen eine Rolle.

Zu kleine Datenmengen überbewerten

Bei wenigen Besuchern können bereits einzelne Conversions die Rate stark verändern. Deshalb solltest du kurzfristige Schwankungen nicht vorschnell als langfristigen Trend interpretieren.

Warum eine höhere Conversion Rate oft wichtiger ist als mehr Traffic

Viele Unternehmen versuchen zunächst, mehr Besucher auf ihre Website zu bringen.

Dabei wird häufig übersehen, dass bereits kleine Verbesserungen der Conversion Rate einen erheblichen Einfluss auf Umsatz und Leads haben können.

Beispiel:

  • 10.000 Besucher
  • Conversion Rate: 2 %
  • 200 Conversions

Steigt die Conversion Rate auf 3 %, entstehen:

  • 10.000 Besucher
  • Conversion Rate: 3 %
  • 300 Conversions

Obwohl die Besucherzahl unverändert bleibt, erhöht sich die Anzahl der Conversions um 50 %.

Deshalb ist Conversion-Optimierung häufig deutlich kosteneffizienter als die reine Steigerung des Traffics.


Typische Conversion Rates nach Kanal

Die Conversion Rate hängt stark davon ab, woher Besucher kommen.

Typischerweise unterscheiden sich die Werte deutlich zwischen verschiedenen Traffic-Quellen:

KanalTypische Conversion Rate
SEO (organische Suche)oft hoch
Google Adsstark abhängig vom Keyword
Direktzugriffehäufig überdurchschnittlich
E-Mail-Marketingoft sehr hoch
Social Mediahäufig niedriger
Display-Werbungmeist niedriger

Wichtiger als allgemeine Benchmarks ist jedoch der Vergleich deiner eigenen Daten über einen längeren Zeitraum.


Die häufigsten Gründe für eine schlechte Conversion Rate

Eine niedrige Conversion Rate bedeutet nicht automatisch, dass dein Angebot schlecht ist.

Oft liegen die Ursachen an anderen Stellen:

  • Besucher haben eine andere Erwartung
  • Die Landingpage beantwortet wichtige Fragen nicht
  • Das Angebot ist unklar
  • Kontaktmöglichkeiten fehlen
  • Formulare sind zu umfangreich
  • Versandkosten werden zu spät angezeigt
  • Mobile Nutzer haben Probleme bei der Bedienung
  • Die Website lädt zu langsam

Deshalb sollte die Optimierung immer datenbasiert erfolgen und nicht auf Vermutungen beruhen.


Conversion Rate für lokale Unternehmen

Nicht nur Online-Shops profitieren von einer hohen Conversion Rate.

Auch für lokale Unternehmen wie:

  • Steuerberater
  • Architekten
  • Handwerker
  • Anwälte
  • Ärzte
  • Agenturen

ist die Kennzahl wichtig.

Hier besteht eine Conversion häufig nicht aus einem Kauf, sondern beispielsweise aus:

  • einer Kontaktanfrage
  • einem Telefonanruf
  • einer Terminbuchung
  • einer Angebotsanfrage

Gerade im lokalen SEO können bereits wenige zusätzliche Anfragen pro Monat einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftserfolg haben.


Unser Ansatz zur Conversion-Optimierung

Eine bessere Conversion Rate entsteht selten durch einzelne Tricks.

In unseren Projekten betrachten wir in der Regel zuerst den gesamten Conversion-Funnel:

  1. Passt der Traffic zur Suchintention?
  2. Versteht der Besucher das Angebot sofort?
  3. Werden wichtige Einwände beantwortet?
  4. Ist der nächste Schritt klar erkennbar?
  5. Funktioniert die Seite auf Mobilgeräten?
  6. Gibt es technische Hürden im Formular oder Checkout?

Erst danach werden einzelne Elemente wie Buttons, Überschriften oder Formulare optimiert.

In vielen Fällen entstehen die größten Verbesserungen nicht durch Designänderungen, sondern durch klarere Inhalte und eine bessere Nutzerführung.


Praxistipp: Umsatzpotenzial berechnen

Viele Unternehmen schauen ausschließlich auf die Conversion Rate. Aussagekräftiger ist häufig das zusätzliche Umsatzpotenzial.

Beispiel:

  • 20.000 Besucher
  • Conversion Rate: 2 %
  • Durchschnittlicher Bestellwert: 100 €

Ergebnis:

  • 400 Bestellungen
  • 40.000 € Umsatz

Steigt die Conversion Rate auf 3 %, ergibt sich:

  • 600 Bestellungen
  • 60.000 € Umsatz

Eine Verbesserung um nur einen Prozentpunkt führt in diesem Beispiel zu 20.000 € zusätzlichem Umsatz, ohne dass zusätzlicher Traffic eingekauft werden muss.

FAQ zur Conversion Rate

Wie berechnet man die Conversion Rate?

Du teilst die Anzahl der Conversions durch die relevante Anzahl an Besuchern, Nutzern, Sitzungen oder Interaktionen und multiplizierst das Ergebnis mit 100.

Wie lautet die Formel für die Conversion Rate?

Conversion Rate = Conversions ÷ relevante Anzahl × 100

Wie berechne ich eine Conversion Rate von beispielsweise 2 %?

Bei 10.000 Besuchern und 200 Conversions ergibt sich:

200 ÷ 10.000 × 100 = 2 %

Was ist eine gute Conversion Rate?

Das hängt stark von Branche, Angebot, Traffic-Quelle, Conversion-Ziel und weiteren Faktoren ab. Eine allgemeingültige gute Conversion Rate gibt es nicht.

Wie berechnet man die Conversion Rate im Online-Shop?

Du teilst die Anzahl der Bestellungen durch die zugrunde gelegte Anzahl an Besuchern, Nutzern oder Sitzungen und multiplizierst das Ergebnis mit 100.

Wie berechnet man die Conversion Rate bei Google Ads?

Dafür setzt du die Anzahl der erfassten Conversions ins Verhältnis zu den für die Kampagne relevanten Interaktionen beziehungsweise Klicks und multiplizierst mit 100. Entscheidend ist, welche Conversion und welche Messgrundlage in deinem Konto definiert sind.

Was ist der Unterschied zwischen Prozent und Prozentpunkten?

Steigt eine Conversion Rate von 2 % auf 3 %, entspricht das einer Erhöhung um 1 Prozentpunkt. Relativ betrachtet beträgt die Steigerung 50 %.

Wie kann ich die Conversion Rate erhöhen?

Analysiere zunächst deinen Funnel und identifiziere die Stellen, an denen Besucher aussteigen. Anschließend kannst du beispielsweise Landingpages, Angebote, Call-to-Actions, Checkout, Ladezeiten und mobile Nutzerführung optimieren.

Sollte ich A/B-Tests machen?

Erst ab 20.000 Besuchern/Monat. Darunter: Nutzerforschung statt Testen.

Reicht die CR als Kennzahl?

Nein. Immer mit AOV, Traffic-Qualität und Kosten pro Conversion zusammen betrachten. Eine hohe CR mit schlechtem AOV kann schlechter sein als eine niedrige CR mit Premium-Kunden.