Der Return on Investment (ROI) zeigt dir, wie rentabel eine Investition im Verhältnis zu den dafür eingesetzten Kosten ist. Mit dem ROI kannst du beispielsweise prüfen, ob sich Online-Werbung, SEO, eine neue Website, Software oder eine andere Investition wirtschaftlich gelohnt hat.
Mit unserem kostenlosen ROI-Rechner kannst du den ROI schnell berechnen. Zusätzlich erklären wir dir die Formel, zeigen konkrete Beispiele und erklären, worauf du bei der Interpretation achten solltest.

ROI-Rechner: Return on Investment berechnen
Mit dem ROI-Rechner kannst du die Rentabilität einer Investition direkt berechnen.
Investition:
Gib die Kosten deiner Investition in Euro ein.
Gewinn:
Gib den Gewinn ein, der durch die Investition erzielt wurde.
Der Rechner ermittelt daraus automatisch deinen ROI in Prozent.
Beispiel
Du investierst 1.000 € in eine Marketingmaßnahme und erzielst dadurch einen zusätzlichen Gewinn von 500 €.
Die Berechnung lautet:
ROI = (500 € / 1.000 €) × 100 = 50 %
Dein ROI beträgt also 50 %.
Das bedeutet: Bezogen auf die eingesetzten 1.000 € hast du einen Gewinn von 500 € erzielt.
Was bedeutet ROI?
ROI steht für Return on Investment, auf Deutsch Kapitalrendite oder Investitionsrendite.
Die Kennzahl zeigt, wie hoch der erzielte Gewinn im Verhältnis zu den eingesetzten Investitionskosten ist.
Vereinfacht beantwortet der ROI die Frage:
Wie viel Gewinn habe ich mit meiner Investition erzielt?
Je höher der ROI, desto rentabler war die betrachtete Investition – vorausgesetzt, die Berechnung basiert auf vergleichbaren Kosten, Gewinnen und Zeiträumen.
ROI berechnen: Die Formel
Die grundlegende Formel lautet:
ROI = Gewinn ÷ Investitionskosten × 100
Wenn du nicht bereits den Gewinn kennst, kannst du ihn aus Ertrag und Kosten berechnen:
Gewinn = Ertrag − Kosten
Daraus ergibt sich:
ROI = (Ertrag − Kosten) ÷ Kosten × 100
Beispiel zur ROI-Formel
Du investierst 2.000 € und erzielst einen Gewinn von 600 €.
ROI = 600 € ÷ 2.000 € × 100 = 30 %
Der ROI beträgt 30 %.
Wichtig: Für eine aussagekräftige Berechnung musst du tatsächlich den Gewinn bzw. den wirtschaftlichen Nutzen nach den relevanten Kosten betrachten. Der Umsatz allein ist kein Gewinn.
ROI, Umsatz und Gewinn: Was musst du einsetzen?
Hier liegt bei der ROI-Berechnung häufig ein Missverständnis.
Umsatz und Gewinn sind nicht dasselbe.
Angenommen, eine Werbekampagne erzeugt 20.000 € zusätzlichen Umsatz. Dafür entstehen:
- 5.000 € Werbekosten
- 7.000 € Produktkosten
- 2.000 € Versand- und Abwicklungskosten
Der verbleibende Gewinn beträgt:
20.000 € − 5.000 € − 7.000 € − 2.000 € = 6.000 €
Wenn die gesamte Investition 5.000 € beträgt, ergibt sich:
ROI = 6.000 € ÷ 5.000 € × 100 = 120 %
Der ROI beträgt somit 120 %.
Würdest du stattdessen die 20.000 € Umsatz durch die 5.000 € Werbekosten teilen, würdest du 400 % erhalten. Das wäre jedoch eine andere Kennzahl und nicht der klassische ROI.
ROI und ROAS: Was ist der Unterschied?
Besonders im Online-Marketing werden ROI und ROAS häufig verwechselt.
ROI
Der ROI berücksichtigt den erzielten Gewinn im Verhältnis zur Investition.
ROI = Gewinn ÷ Investitionskosten × 100
ROAS
Der ROAS (Return on Advertising Spend) setzt dagegen den erzielten Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten.
ROAS = Umsatz ÷ Werbekosten
Beispiel:
- Werbekosten: 2.000 €
- Umsatz: 8.000 €
ROAS = 8.000 € ÷ 2.000 € = 4
Das entspricht einem ROAS von 4 bzw. 400 %.
Der ROAS sagt jedoch nicht automatisch aus, wie profitabel die Kampagne tatsächlich war. Dafür müssen weitere Kosten berücksichtigt werden.
ROI-Beispiele aus der Praxis
Der ROI lässt sich auf zahlreiche Investitionen anwenden.
ROI im Online-Marketing
Du investierst 5.000 € in eine Marketingkampagne und erzielst daraus einen zusätzlichen Gewinn von 7.500 €.
ROI = 7.500 € ÷ 5.000 € × 100 = 150 %
Die Investition hat einen ROI von 150 %.
ROI bei SEO
Eine SEO-Agentur kostet dich 3.000 €. Durch zusätzliche organische Umsätze entsteht ein zusätzlicher Gewinn von 6.000 €.
ROI = 6.000 € ÷ 3.000 € × 100 = 200 %
Der ROI beträgt 200 %.
Bei SEO solltest du allerdings den Zeitraum berücksichtigen, da sich die Wirkung häufig erst über mehrere Monate entwickelt.
ROI bei einer Maschine
Du investierst 50.000 € in eine neue Maschine. Durch höhere Effizienz und geringere Produktionskosten entsteht ein zusätzlicher jährlicher Gewinn von 15.000 €.
Für eine einfache Jahresbetrachtung ergibt sich:
ROI = 15.000 € ÷ 50.000 € × 100 = 30 %
Der jährliche ROI beträgt 30 %.
Für eine langfristige Investitionsentscheidung solltest du zusätzlich Faktoren wie Nutzungsdauer, Wartungskosten, Finanzierung und Abschreibungen berücksichtigen.
ROI einer Software
Eine Software kostet 10.000 € pro Jahr. Durch Automatisierung und geringeren Arbeitsaufwand entsteht ein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen von 15.000 €.
ROI = 15.000 € ÷ 10.000 € × 100 = 150 %
Die Software kann sich damit wirtschaftlich lohnen.
Bei solchen Berechnungen solltest du neben direkten Einsparungen auch laufende Kosten wie Lizenzgebühren, Wartung, Schulungen und Implementierung berücksichtigen.
Was bedeutet ein positiver oder negativer ROI?
Der ROI hilft dir dabei, Investitionen schnell einzuordnen.
ROI über 0 %
Ein positiver ROI bedeutet, dass die Investition einen Gewinn erzielt hat.
ROI von 0 %
Bei einem ROI von 0 % entspricht der Gewinn den eingesetzten Investitionskosten?
Korrektur: Bei der klassischen ROI-Formel bedeutet ein ROI von 0 %, dass kein Gewinn über die Investitionskosten hinaus erzielt wurde. Ertrag und relevante Kosten müssen dabei korrekt definiert sein.
ROI unter 0 %
Ein negativer ROI bedeutet, dass die Investition einen Verlust verursacht hat.
Beispiel:
- Investition: 10.000 €
- Gewinn: −2.000 €
ROI = −2.000 € ÷ 10.000 € × 100 = −20 %
Der ROI beträgt −20 %.
Was ist ein guter ROI?
Einen allgemein gültigen „guten“ ROI gibt es nicht.
Ob ein ROI von beispielsweise 20 %, 50 % oder 100 % gut ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Branche
- Risiko der Investition
- Investitionsdauer
- Kapitaleinsatz
- Finanzierungskosten
- alternativen Investitionsmöglichkeiten
- Höhe und Schwankung der erwarteten Erträge
Ein ROI sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden.
ROI und Rendite: Was ist der Unterschied?
ROI und Rendite sind miteinander verwandt, aber nicht identisch.
Der ROI betrachtet die Rentabilität einer Investition und setzt den Gewinn ins Verhältnis zu den Investitionskosten.
Die Rendite wird dagegen häufig im Zusammenhang mit einer bestimmten Anlage und einem definierten Zeitraum verwendet.
Ein weiterer wichtiger Unterschied: Der klassische ROI berücksichtigt in seiner einfachen Form keinen bestimmten Zeitraum.
Das ist insbesondere bei langfristigen Investitionen wichtig.
Beispiel
Du investierst 10.000 € und erzielst einen Gewinn von 2.000 €.
Der ROI beträgt:
20 %
Ob diese 20 % nach sechs Monaten, einem Jahr oder fünf Jahren erreicht wurden, geht aus der einfachen ROI-Berechnung jedoch nicht hervor.
Deshalb solltest du bei Investitionsentscheidungen immer auch den Zeitraum betrachten.
ROI im Marketing richtig messen
Bei Marketingmaßnahmen ist die ROI-Berechnung besonders wichtig, gleichzeitig aber auch anspruchsvoller.
Berücksichtige möglichst alle relevanten Kosten und nicht nur die Kosten für die Werbeanzeigen.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Werbekosten
- Agenturkosten
- Personalkosten
- Produktionskosten
- Softwarekosten
- Versandkosten
- Rabatte
- Provisionen
- sonstige variable Kosten
Nur wenn die Kosten vollständig berücksichtigt werden, erhältst du ein realistischeres Bild der tatsächlichen Rentabilität.
Beispiel: Google Ads
Eine Kampagne erzeugt 50.000 € zusätzlichen Umsatz.
Die Kosten betragen:
- Google Ads: 10.000 €
- Wareneinkauf: 15.000 €
- Versand und Abwicklung: 5.000 €
Damit ergibt sich ein Gewinn von:
50.000 € − 10.000 € − 15.000 € − 5.000 € = 20.000 €
Der ROI bezogen auf die gesamte Investition von 10.000 € Werbekosten beträgt:
ROI = 20.000 € ÷ 10.000 € × 100 = 200 %
Für eine noch genauere Betrachtung solltest du prüfen, ob weitere kampagnenbezogene Kosten einbezogen werden müssen.
Welche Faktoren können die ROI-Berechnung verfälschen?
Eine einfache ROI-Berechnung ist schnell durchgeführt. Für eine belastbare Entscheidung solltest du jedoch einige Punkte beachten.
Zeitraum
Ein ROI von 50 % innerhalb eines Monats ist anders zu bewerten als 50 % über fünf Jahre.
Einmalige und laufende Kosten
Bei Software, Maschinen oder Dienstleistungen sollten nicht nur die Anschaffungskosten berücksichtigt werden. Auch laufende Kosten können den tatsächlichen ROI beeinflussen.
Indirekte Effekte
Einige Investitionen erzeugen nicht sofort messbare Gewinne. Eine neue Website kann beispielsweise zusätzlich die Markenbekanntheit verbessern oder langfristig mehr organischen Traffic erzeugen.
Attribution im Marketing
Bei Marketingmaßnahmen ist außerdem die Frage wichtig, welcher Umsatz tatsächlich durch eine bestimmte Kampagne verursacht wurde.
Ein Kunde kann beispielsweise zuerst über Google Ads auf eine Website kommen und später über eine organische Suche kaufen. Eine einfache Zuordnung kann dann zu einem verzerrten Ergebnis führen.
ROI regelmäßig überprüfen
Der ROI sollte nicht nur einmal am Ende einer Investition berechnet werden. Bei laufenden Maßnahmen kann eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll sein.
Je nach Investition bietet sich beispielsweise eine monatliche, quartalsweise oder jährliche Auswertung an.
So kannst du erkennen:
- welche Maßnahmen besonders rentabel sind
- wo Kosten aus dem Ruder laufen
- welche Investitionen hinter den Erwartungen zurückbleiben
- wo sich zusätzliches Budget lohnt
- welche Maßnahmen angepasst oder beendet werden sollten
Häufige Fragen zum ROI
Was bedeutet ein ROI von 100 %?
Ein ROI von 100 % bedeutet, dass der Gewinn genauso hoch ist wie die ursprünglichen Investitionskosten.
Beispiel:
- Investition: 1.000 €
- Gewinn: 1.000 €
- ROI: 100 %
Kann der ROI negativ sein?
Ja. Wenn eine Investition einen Verlust verursacht, ist der ROI negativ.
Bei einer Investition von 10.000 € und einem Verlust von 2.000 € beträgt der ROI beispielsweise −20 %.
Kann der ROI über 100 % liegen?
Ja. Ein ROI kann problemlos über 100 % liegen.
Bei einer Investition von 5.000 € und einem Gewinn von 15.000 € beträgt der ROI:
15.000 € ÷ 5.000 € × 100 = 300 %
Ist ein hoher ROI immer besser?
Nicht unbedingt. Ein hoher ROI kann beispielsweise mit einem höheren Risiko oder einem sehr kurzen Betrachtungszeitraum verbunden sein.
Für eine sinnvolle Entscheidung solltest du deshalb auch Risiko, Zeitraum, Kapitalbedarf und absolute Gewinne betrachten.
Was ist der Unterschied zwischen ROI und ROAS?
Der ROI misst den Gewinn im Verhältnis zur Investition. Der ROAS setzt dagegen den Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten.
ROI: Gewinn ÷ Investition × 100
ROAS: Umsatz ÷ Werbekosten
Wie kann ich den ROI schnell berechnen?
Am einfachsten nutzt du einen ROI-Rechner. Du gibst deine Investitionskosten und den erzielten Gewinn ein. Daraus wird der ROI automatisch in Prozent berechnet.
Fazit: ROI einfach berechnen und Investitionen besser bewerten
Der ROI ist eine wichtige Kennzahl, um die Rentabilität von Investitionen zu beurteilen. Ob Marketingkampagne, SEO, Software, Maschine oder Website: Mit der richtigen Berechnung kannst du besser einschätzen, ob sich eine Investition wirtschaftlich lohnt.
Die wichtigste Formel lautet:
ROI = Gewinn ÷ Investitionskosten × 100
Achte dabei darauf, Gewinn nicht mit Umsatz zu verwechseln. Gerade im Online-Marketing ist außerdem eine Abgrenzung zum ROAS wichtig.
Für eine fundierte Entscheidung solltest du neben dem ROI immer auch Zeitraum, Risiko, laufende Kosten und den tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzen berücksichtigen.







