Die Verwaltung von Papierdokumenten kostet Zeit und Platz. Viele Selbstständige und Unternehmen suchen deshalb nach Wegen, ihre Rechnungen zu digitalisieren und effizienter zu arbeiten.

Mit den richtigen Tools wird die Digitalisierung deiner Rechnungen zu einem einfachen Prozess. Du kannst deine Belege schnell scannen, automatisch auslesen und sicher archivieren. In diesem Beitrag erfährst du, welche Möglichkeiten es gibt und wie du sie praktisch nutzen kannst.
Was genau bedeutet es, Rechnungen zu digitalisieren?

Beim Digitalisieren von Rechnungen wandelst du Papierbelege in ein elektronisches Format um. Du kannst dafür verschiedene Tools nutzen, vom Smartphone bis zu speziellen Scannern.
Die OCR-Software (Optical Character Recognition) scannt und erkennt den Text auf deinen Rechnungen automatisch. Dadurch wird der Inhalt durchsuchbar und bearbeitbar. Du musst die Daten nicht mehr manuell in dein System eingeben.
Die Software extrahiert wichtige Informationen aus deinen Belegen:
- Rechnungsnummern und Händlernamen
- Einnahmen und Ausgaben mit Einzelposten
- Bestellnummern und Zahlungsbedingungen
- Adressen und Liefertermine
Für die digitale Buchhaltung kannst du eingescannte Rechnungen einfach hochladen und verwalten. Das spart Zeit und macht die Zusammenarbeit mit deinem Steuerberater effizienter. Du behältst den Überblick über alle Rechnungen digitalisieren und hast jederzeit Zugriff auf deine Unterlagen.
Wie man Belege mit Software digitalisiert

Der erste Schritt ist die Auswahl der passenden Buchhaltungssoftware. Du solltest verschiedene Programme vergleichen, um eine Lösung zu finden, die zu deinem Unternehmen passt.
Verschiedene Softwaretypen für die Belegerfassung:
- Scan-Apps für mobile Scanner
- Rechnungsprogramme mit integriertem Belegscanner
- Dokumentenmanagementsysteme
- Buchhaltungssoftware wie sevDesk
Nach der Installation kannst du mit dem Belege scannen beginnen. Du benötigst einen Scanner oder eine Scan App auf deinem Smartphone, um die Papierbelege zu erfassen.
Die meisten modernen Programme nutzen OCR-Technologie (Optical Character Recognition). Diese Texterkennung wandelt die gescannten Inhalte automatisch in digitale Daten um. Die Software erkennt dabei Beträge, Daten und Lieferanten auf den Belegen.
Nach dem Scannen kodiert das Rechnungsprogramm die Informationen in ein elektronisches Format. Die Belegverwaltung erfolgt dann digital, was dir viel Zeit spart.
Du musst die digitalisierten Belege richtig speichern. Die elektronische Rechnungsverwaltung ermöglicht dir einen schnellen Zugriff auf alle Dokumente. Viele Rechnungssoftware-Lösungen bieten den Export in Programme wie Microsoft Excel an.
Der letzte Schritt im Rechnungsmanagement ist die Archivierung. Die Belege digitalisieren und in einer Cloud oder Online-Datenbank ablegen schützt vor Verlust.
Vorteile von digitalen Belegen
Digitale Belege machen deine Buchhaltung einfacher und schneller. Du sparst Zeit, weil du nicht mehr durch Stapel von Papier suchen musst. Mit einem Klick findest du die richtige Rechnung auf deinem Computer oder Handy.
Die Archivierung wird deutlich bequemer. Nach dem Umsatzsteuergesetz musst du Rechnungen zehn Jahre lang aufbewahren. Wenn du sie digital speicherst, kannst du sie schnell an das Finanzamt weitergeben. Bei einer Betriebsprüfung hast du alle Dokumente sofort griffbereit.
Mobiler Zugriff ist ein großer Vorteil. Alle berechtigten Personen in deinem Unternehmen können jederzeit und von überall auf die Belege zugreifen. Das ist besonders wichtig für schnelle Entscheidungen im Banking und anderen Geschäftsprozessen.
Du reduzierst deine Kosten in vielen Bereichen. Lagerräume für Papierdokumente brauchst du nicht mehr. Druck-, Papier- und Portokosten fallen weg. Die Personalkosten sinken ebenfalls, weil deine Mitarbeiter weniger Zeit mit manueller Arbeit verbringen.
Die wichtigsten Kostenvorteile:
- Keine Ausgaben für Papier und Drucker
- Weniger Ordner und Regale nötig
- Keine Lagerräume für alte Belege
- Geringere Portokosten beim Versand
- Niedrigere Personalkosten durch effizientere Prozesse
Zeitersparnis spielt eine zentrale Rolle. Die digitale Rechnungsverwaltung macht Schluss mit dem zeitaufwändigen Durchsuchen von Ordnern. Du scannst oder speicherst eingehende Belege einmal und findest sie danach sofort wieder. Das beschleunigt wichtige Prozesse wie deinen Jahresabschluss erheblich.
Die Fehlerkorrektur wird viel einfacher. Bei Papierrechnungen kostet das Korrigieren falscher Angaben viel Zeit. Digitale Belege lassen sich schnell anpassen. Elektronische Mahnsysteme helfen dir außerdem, Zahlungsverzögerungen zu vermeiden.
Platzersparnis ist ein weiterer praktischer Vorteil. Dicke Ordner im Keller oder in Archivräumen gehören der Vergangenheit an. Dein Büro bleibt übersichtlich und du hast mehr Raum für andere Dinge.
Die Ortsunabhängigkeit macht deine Arbeit flexibler. Du musst nicht ins Archiv gehen, um eine Rechnung zu finden. Stattdessen durchsuchst du dein digitales Archiv von überall aus. Das funktioniert auch bei der Zeiterfassung und anderen Verwaltungsaufgaben.
Deine Daten sind besser geschützt. Eine verschwundene oder weggeworfene Rechnung kann dir nicht mehr passieren. Digitale Belege werden über Backups oder in der Cloud gesichert. Du kannst sie jederzeit wiederherstellen und abrufen.
Die digitale Buchhaltung wird intelligenter und effizienter. Statt Aktenordner zu wälzen, reicht eine Stichwortsuche auf deinem Gerät. Diese zeitsparende Methode gibt dir mehr Freiheit für wichtigere Aufgaben in deinem Unternehmen.
Wie du verschiedene Arten von Rechnungen digitalisieren kannst
Du kannst Papierdokumente digitalisieren, wenn du dabei die Verfahrensdokumentation der GoBD beachtest. Nach dem Scannen kannst du die Papierrechnungen separat aufbewahren oder wegwerfen. Die digitale Version muss korrekt im Dokumentenmanagementsystem gespeichert sein.
Eingangsrechnungen digitalisieren
Wenn du eine Papierrechnung von einem Lieferanten erhältst, scanne oder fotografiere sie und bewahre sie GoBD-konform auf. Du kannst die Originalrechnung in Papierform ablegen oder vernichten. Bei digital erhaltenen Rechnungen musst du sie in dem Dateiformat speichern, in dem du sie bekommen hast.
Ausgehende Rechnungen digitalisieren
Du kannst deine Rechnungen in Papierform verschicken, wenn dein Kunde das ausdrücklich verlangt. Es lohnt sich aber, Rechnungen digital zu erstellen und zu versenden. Speichere sie dann im Dokumentenmanagementsystem.
Strukturierte elektronische Formate
Bei E-Rechnungen nutzt du strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD. Diese Formate basieren auf dem europäischen Standard EN 16931 und ermöglichen eine automatische Verarbeitung. XRechnung ist ein rein strukturiertes XML-Format, während ZUGFeRD PDF-Dateien mit eingebetteten XML-Daten kombiniert.
Umweltaspekte der Digitalisierung
Die Digitalisierung von Rechnungen reduziert den Papierverbrauch deutlich. Bei der Papierherstellung werden Bäume gefällt und große Mengen an Energie und Wasser verbraucht. Wenn du auf digitale Rechnungen umsteigst, verkleinerst du deinen ökologischen Fußabdruck.
- Weniger Ressourcenverbrauch bei der Papierproduktion
- Reduzierter Bedarf an physischem Lagerraum
- Geringerer Energieverbrauch für die Instandhaltung von Archiven
Digitale Rechnungen minimieren auch die Abfallerzeugung. Gedruckte Belege landen oft auf Mülldeponien und tragen zur Umweltverschmutzung bei. Mit E-Rechnungen entfällt dieser Abfall komplett.
Du kannst digitale Rechnungen in cloudbasierten Systemen speichern und jederzeit abrufen. Das macht physische Lagerung überflüssig und spart zusätzliche Ressourcen ein.
Die Digitalisierung unterstützt auch nachhaltige Buchhaltungspraktiken. Umweltaspekte fließen dabei von Anfang an in die Geschäftsprozesse ein. Digitale Lösungen ermöglichen es dir, die Umweltkosten deiner Geschäftstätigkeit besser zu erfassen und zu berücksichtigen.
Moderne Buchhaltungssoftware macht den Umstieg einfach. Du kannst Belege fotografieren, automatisch erkennen lassen und direkt in dein System übertragen.
Sicherheit und Datenschutz
Die Digitalisierung von Rechnungen bietet dir wichtige Vorteile beim Schutz sensibler Daten. Du kannst den Zugriff auf Dokumente auf bestimmte Personen oder Abteilungen beschränken. Das verringert das Risiko von Betrug und Identitätsdiebstahl.
Verschlüsselungstechnologien schützen deine Daten bei der Übertragung über das Internet oder per E-Mail. Die Verschlüsselung sorgt dafür, dass Unbefugte die Informationen weder lesen noch einsehen können.
Die DSGVO und andere Datenschutzbestimmungen verlangen von dir ein hohes Maß an Datensicherheit. Ein digitales System hilft dir dabei, diese Anforderungen zu erfüllen. Du vermeidest rechtliche Konsequenzen und erhältst das Vertrauen deiner Kunden.
Die GoBD-konforme Archivierung ist besonders wichtig für deutsche Unternehmen. Du musst sicherstellen, dass deine Rechnungen revisionssicher gespeichert werden. Das bedeutet, dass die Dokumente unveränderbar bleiben und jederzeit nachvollziehbar sind. Eine Verfahrensdokumentation beschreibt dabei deine Prozesse für die sichere Archivierung.
Die E-Rechnungspflicht macht digitale Systeme noch wichtiger. Du musst Metadaten vollständig erfassen und die Aufbewahrungsfristen einhalten. Mit einer modernen Software für die gobd-konforme Verwaltung erfüllst du alle gesetzlichen Vorgaben automatisch.
Digitale Systeme eliminieren Fehler bei der manuellen Verarbeitung. Das verbessert deine Datensicherheit und schützt dich vor Verstößen gegen geltende Vorschriften.
Automatisierung von Prozessen
Die Digitalisierung deiner Rechnungen ermöglicht eine weitreichende Automatisierung. OCR-Technologie und automatische Texterkennung erfassen Rechnungsdaten ohne manuelle Eingabe. Die Software liest wichtige Informationen wie Beträge, Daten und Lieferantendetails aus und überträgt diese direkt in dein System.
Diese automatische Belegerkennung spart dir Zeit und reduziert Fehler bei der Dateneingabe. Die Software gleicht Rechnungen automatisch mit Bestellungen und Belegen ab. Unstimmigkeiten werden markiert und du kannst diese dann prüfen. So stellst du sicher, dass nur korrekte Zahlungen durchgeführt werden.
ERP-Systeme und Dokumentenmanagement-Lösungen spielen eine wichtige Rolle bei der Automatisierung. Durch Integrationen mit Drittanbieter-Tools kannst du deine Arbeitsabläufe nahtlos verbinden. OCR-Technologie und automatische Texterkennung sorgen dafür, dass Rechnungsdaten ohne manuelle Eingabe erfasst werden.
Moderne Lösungen bieten automatische Belegerkennung, die Rechnungen direkt mit Bestellungen abgleicht. Das minimiert Fehler und stellt sicher, dass nur korrekte Zahlungen erfolgen.
Mit digitalisierten Rechnungen entfällt das zeitraubende Sortieren und Suchen von Papierdokumenten. Alle Daten liegen zentral vor. Das erleichtert den Zugriff und spart Zeit.
Durch Integrationen mit ERP-Systemen oder Dokumentenmanagement-Lösungen lassen sich Prozesse nahtlos verbinden. So können Rechnungen automatisch mit Bestellungen abgeglichen werden. Unstimmigkeiten werden direkt markiert und können schnell überprüft werden.
Die automatische Belegerkennung durch OCR-Technologie und automatische Texterkennung macht manuelle Dateneingabe überflüssig. Das reduziert Fehler und spart wertvolle Zeit.
Vorteile der Automatisierung:
- Zeitersparnis durch automatische Erfassung
- Minimierung manueller Fehler
- Automatischer Abgleich mit Bestellungen
- Zentrale Datenspeicherung
- Einfache Integration mit ERP-Systemen und Drittanbieter-Tools
Moderne OCR-Technologie und automatische Texterkennung ermöglichen eine schnelle automatische Belegerkennung. Die Integrationen mit ERP-Systemen und Dokumentenmanagement-Lösungen sorgen dafür, dass alle Daten nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe einfließen. Das reduziert manuelle Aufgaben erheblich und gibt dir mehr Zeit für wichtigere Tätigkeiten.
Praktische Tipps zur Umsetzung
Die richtige Software bildet die Grundlage für erfolgreiche digitale Rechnungsverwaltung. Du solltest verschiedene Tools vergleichen und dabei deine spezifischen Anforderungen berücksichtigen. Faktoren wie Unternehmensgröße, Rechnungsvolumen und verfügbares Budget spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
Wichtige Funktionen bei der Software-Auswahl:
- Automatische Datenextraktion aus gescannten Dokumenten
- Anpassbare Vorlagen für verschiedene Belegtypen
- Integration in bestehende Buchhaltungssysteme
- Spezielle Erfassungsmöglichkeiten für bewirtungsbelege und reisekosten
- Cloud-Speicher für ortsunabhängigen Zugriff
Die Schulung deiner Mitarbeiter ist entscheidend für eine reibungslose Umstellung. Formelle Workshops oder Schulungssitzungen helfen deinem Team, die neue Software effektiv zu nutzen. Benenne einen festen Ansprechpartner, der während der Umstellungsphase Fragen beantwortet und Probleme löst.
Ein Pilotprojekt minimiert Risiken bei der Einführung. Wähle eine kleine Gruppe von Rechnungen oder eine einzelne Abteilung aus, um das System zu testen. Sammle Feedback von den beteiligten Mitarbeitern und optimiere Prozesse, bevor du die Lösung im gesamten Unternehmen einführst.
Klare Richtlinien schaffen Struktur
Standardisierte Prozesse verhindern Fehler und Verwirrung. Definiere genau, wie Belege erfasst, kategorisiert und archiviert werden sollen. Bei bewirtungsbelegen musst du beispielsweise festlegen, welche Zusatzinformationen erfasst werden müssen.
| Belegtyp | Erforderliche Informationen | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Bewirtungsbelege | Teilnehmer, Anlass, Ort | Bewirtungszweck dokumentieren |
| Reisekosten | Datum, Strecke, Zweck | Kilometerpauschale beachten |
| Standardrechnungen | Betrag, Lieferant, Datum | Kategoriezuordnung |
Erstelle einen klaren Workflow für die Rechnungsfreigabe. Lege fest, wer welche Belege prüfen und genehmigen muss. Dies gilt besonders für reisekosten, die oft zusätzliche Kontrollen erfordern.
Die Datensicherheit darf nicht vernachlässigt werden. Implementiere Verschlüsselung, Passwortschutz und Zugangskontrollen für sensible Rechnungsdaten. Regelmäßige Backups schützen vor Datenverlust bei Systemausfällen oder technischen Problemen.
Nutze verschiedene Erfassungsmethoden je nach Situation. Smartphones eignen sich für unterwegs anfallende bewirtungsbelege und reisekosten. Im Büro kannst du Scanner oder spezielle Archivierungsgeräte verwenden.
Teste die gewählte Lösung gründlich, bevor du alte Prozesse komplett aufgibst. Behalte während der Übergangsphase parallel laufende Systeme bei, um Sicherheit zu gewährleisten. Nach erfolgreicher Testphase kannst du schrittweise alle Dokumente digital verarbeiten.





